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5 Comebacks, die wir uns gern erspart hätten

Manche Comebacks fühlen sich an wie ein warmes Wiedersehen, andere sind eher wie ein Ex, der nach neun Jahren plötzlich „Hey :)“ schreibt – und man weiß sofort: Das wird wieder kompliziert. Die Musikbranche ist meisterhaft darin, das Wort „Finale“ zu behandeln wie ein Staffelende bei Netflix: kurz emotional, dann kommt plötzlich eine neue Staffel. Hier sind fünf Rückkehrer, bei denen man sich zumindest kurz gefragt hat: Muss das jetzt wirklich sein?

Arne List, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons

Unheilig – Comeback

Ein Abschied, der so endgültig schien

Manchmal ist es wirklich sicherer, bei Abschiedsplänen zu bleiben. Unheilig hatten ihr Ende lange, groß und endgültig inszeniert. Und kamen 2025 trotzdem zurück. Das Comeback startete dann auch gleich so, wie man es keinem Act wünscht: Bei der ersten Show der „Wieder zurück“-Tour am 13. November 2025 in Leipzig stolperte „Der Graf“ über einen Lautsprecher und krachte kopfüber von der Bühne. Nach kurzer Unterbrechung ging’s weiter, inklusive trockenem Kommentar am Mikro: „Alter Schwede, ey. Es tut mir sehr leid für diesen Schreck, aber gemeinsam schaffen wir das.“

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No Angels

Irgendwo zwischen Nostalgie und Fragezeichen

No Angels sind die Art Band, bei der man nicht mal Fan sein muss, um plötzlich den Refrain mitzusingen. „Daylight in Your Eyes“ ist im Popkultur-Muskelgedächtnis: einmal gehört, für immer im Körper. Genau deshalb ist ein Comeback gleichzeitig logisch und heikel: Wird das ein echtes neues Kapitel? Die Band hat noch immer eine riesige Fanbasis, aber die Gegenwart ist gnadenlos, wenn Nostalgie keinen neuen Inhalt bekommt.

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Tokio Hotel – Comeback

Rebranding-Level: Endboss

„Durch den Monsun“ ist ein Song, der selbst Leute triggert, die Tokio Hotel seit der Bravo-Ära erfolgreich verdrängt haben. Der Menschen zum Mitsingen bringt, die kein Deutsch verstehen. Und genau das ist das Problem: Der Mythos ist so groß, dass alles Neue automatisch dagegen verlieren muss. Heute sind Tokio Hotel längst mehr als Band. Sie sind Medienstars. Aber manchmal wirkt es eben auch so, als wäre die Musik nur noch eine von vielen Content-Spuren.

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Frei.Wild

Die Meister der Debatten

Die groß angekündigte Auszeit war 2025 bei Frei.Wild gefühlt schnell wieder „Pause? War da was?“: neue Singles, ein Album-Release und direkt die große Arena-Perspektive. Musikalisch ist das für Fans ein Segen, während es für andere anstrengend ist: Bei Frei.Wild reist die Debatte oft mit im Nightliner. Wer darauf keine Lust hat, erlebt das Comeback weniger als „Neustart“, sondern als Fortsetzung einer Diskussion, die nie wirklich Pause gemacht hat.

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Xavier Naidoo – Comeback

Comeback auf der Bühne, Debatten inklusive

Bei Xavier Naidoo kann man kaum „Comeback“ sagen, ohne dass das Wort „Aufarbeitung“ im Raum steht. Seine Rückkehr ist nicht nur eine musikalische Nachricht, sondern sofort wieder eine gesellschaftliche: Viele erinnern sich an die Kontroversen und Aussagen der vergangenen Jahre und genau deshalb wird die Rückkehr nicht einfach als Konzert gelesen, sondern als Statement, ob man will oder nicht. Für Fans ist es „endlich wieder da“, für Kritiker „zu wenig geklärt“. Und das Ergebnis ist: Bühne zurück, Debatte auch.

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