Von Guns N’ Roses bis Lady Gaga: von diesen Stars hätte es Tourneen geben sollen, die unzähligen Fans die größten Erlebnisse beschert hätten. Leider konnten sie nie stattfinden. Hier sind die Tourneen, die stattfinden sollten, es aber nie taten.

Kanye West und Lady Gaga zusammen auf der Bühne? Genesis-Reunion mit Peter Gabriel? Wir alle fantasieren von Konzerten und Artist-Konstellationen und wünschen uns, bereits verstorbene Stars noch einmal live zu sehen. Einige dieser Träume wären fast in Erfüllung gegangen, wenn da nicht…
Led Zeppelin Tournee:
1977 stand für Led Zeppelin unter keinem guten Stern. Drogenprobleme, randalierende Fans und interne Spannungen belasteten die Tour massiv. Zusätzlich griff Bandmanager Peter Grant während einer Show einen Sicherheitsbeamten an.
Dann folgte der tragischste Moment: Sänger Robert Plant erfuhr, dass sein Sohn an einer schweren Magen-Darm-Erkrankung verstorben war. Die Tour wurde sofort abgebrochen.
Ein Comeback war für 1980 geplant, unter dem Titel „The 1980s, Part One“. Doch kurz vor dem Start starb Schlagzeuger John Bonham infolge exzessiven Alkoholkonsums. Die Tour wurde abgesagt, die Band löste sich wenig später auf.
Kanye West und Lady Gaga:
Sommer 2009. Mit Lady Gaga und Kanye West sollten Pop und Hip-Hop auf einer Bühne vereint werden.
„Wir machen das zusammen. Ohne Vorgruppe“, sagte Kanye West im Juni in der ABC-Sendung „The View“.
Und das auf einer Bühne, die einmal quer durch die Arena führen sollte.
Die zehnwöchige US-Tournee sollte in Phoenix starten und in Dallas enden. Dazu kam es aber nie, denn Kanye West unterbrach Lady Gaga bei den MTV Video Music Awards. Nach großer medialer Aufregung wurde die Tour wenige Tage vor Vorverkaufsstart abgesagt. Lady Gaga kündigte kurzerhand eine eigene Tour an, während Kanye West sich zurückzog.
Die Genesis-Tournee:
Kaum ein Genesis-Fan hätte sich eine Tour mit Genesis und dem ersten Frontmann Peter Gabriel entgehen lassen. Der damalige Sänger Phil Collins war es, der die Gerüchte um eine Reunion-Tour richtig anheizte. Dabei erzählte er unter anderem von einem Treffen, bei dem Peter Gabriel, Tony Banks, Mike Rutherford und er über eine Neuauflage des Albums „The Lamb Lies Down on Broadway“ sprachen.
Eine Tour kam zu diesem Zeitpunkt nicht zustande, doch 2014 brodelte die Gerüchteküche erneut. Wieder gab es Hinweise auf eine mögliche Reunion, doch Gabriel zeigte sich unsicher, wann das für ihn Priorität haben könnte – so der Sänger 2013 gegenüber dem Rolling Stone.
Beastie Boys und Rage Against the Machine:
Die einmonatige „Rhyme and Reason 2000“-Tournee durch Amphitheater und Football-Stadien in Nordamerika schien das Ereignis des neuen Jahrtausends zu werden. Tom Morello, Gitarrist von Rage Against the Machine, sagte gegenüber dem Rolling Stone: „Es ist Zeit für die funkigste, rockigste und großartigste Tour aller Zeiten.“ Auch die Zusammenarbeit mit den Beastie Boys klang vielversprechend: „Da prallen bewusste Musik und schockierend fette Jams aufeinander.“
Doch ein Schlagloch entschied wohl über das Schicksal der Tour: Mike D, Rapper der Beastie Boys, verletzte sich bei einem Mountainbike-Sturz schwer an der Schulter. Die Tour wurde zunächst verschoben und schließlich abgesagt.
Guns N’ Roses und N.W.A:
Wer hätte gedacht, dass Hollywoods Kultrocker und Comptons bekannteste Rap-Gruppe gemeinsame Pläne schmieden?
„Wir sollten ein paar Shows mit ihnen machen. Aber unser Manager wurde zu gierig“, sagte DJ Yella von N.W.A. gegenüber dem Rolling Stone. „Sie wollten uns 25.000 Dollar für 10 Minuten geben. Aber unser Management wollte 50.000 Dollar. Also hat es nicht geklappt.“
Madonna und Prince:
Erst nach dem Tod von Prince wurden Pläne für eine gemeinsame Tour mit Madonna öffentlich. Laut Aussagen ihres Managers sprach Madonna begeistert von der Idee und schlug den Namen „The Royalty Tour“ vor.
Prince zeigte sich jedoch skeptisch: die Welt sei noch nicht bereit dafür.
Das Projekt kam nie über die gemeinsame Arbeit an „Like a Prayer“ hinaus.
Bob Dylan:
1966 war Bob Dylan weltweit auf Tour. Sein Album „Blonde on Blonde“ deutete auf eine Fortsetzung hin. Doch am 29. Juli 1966 wurde ein Motorradunfall bekannt.
Viele Details blieben unklar, doch die Tour wurde abgesagt. Dylan zog sich zurück und arbeitete stattdessen an seinem nächsten Album „John Wesley Harding“.
The Supremes Tournee:
Die „Return to Love“-Tour 2000 sollte Diana Ross wieder mit Mary Wilson und Cindy Birdsong vereinen. Doch finanzielle Unstimmigkeiten verhinderten das ursprüngliche Line-up.
Ross trat schließlich mit anderen ehemaligen Mitgliedern auf. Trotz Unterstützung durch Oprah Winfrey wurde die Tour nach wenigen Shows abgebrochen. Viele Fans wollten keine Tickets ohne die Originalbesetzung kaufen.
Michael Jackson:
Die 2009 angekündigten „This Is It“-Shows waren extrem gefragt. Geplant war eine große Konzertreihe mit aufwendiger Inszenierung und neuen technischen Elementen.
Doch die Tour fand nie statt: Am 25. Juni 2009 starb Michael Jackson infolge einer Propofol- und Benzodiazepin-Vergiftung.
Paul McCartney und Wings:
Gefängnis statt Tour: 1980 wurde Paul McCartney bei der Einreise nach Japan mit rund 225 Gramm Marihuana im Gepäck festgenommen.
Er verbrachte zehn Tage im Gefängnis, die geplanten Konzerte mussten abgesagt werden. Auch eine anschließende US-Tour fand nicht statt, und ein Jahr später löste sich die Band auf.











