Vinnie Vincent, ehemaliger Gitarrist von KISS, sorgt aktuell mit dem Preis seiner neuen Single für Diskussionen. Ganze 300 Dollar kostet das gute Stück, ein Betrag, der selbst für Hardcore Fans kein Schnapper ist. Warum Vincent diesen Preis aufruft und was die Veröffentlichung so besonders machen soll, erfahrt ihr hier.

Das ehemalige KISS-Mitglied Vinnie Vincent (bürgerlich Vincent John Cusano) veröffentlicht seine neue Single „Ride The Serpent“ und verlangt dafür einen stolzen Vorverkaufspreis. In den USA ist der Song für 225 Dollar erhältlich, international werden sogar 300 Dollar fällig. Bekannt wurde Vincent durch seine Zeit bei KISS zwischen 1982 und 1984. Heute lebt der Gitarrist weitgehend zurückgezogen.
Viele Fans reagieren kritisch auf den hohen Preis der Single und wünschen sich einen digitalen Release, um das neue Material zumindest hören zu können. Insbesondere jene Hardcore-Fans, die sich den physischen Release schlicht nicht leisten können.
Wieso der hohe Preis?
Auf die Kritik reagiert Vincent deutlich. In einem Facebook-Post erklärt er seine Beweggründe:
„$300 per song per disc […] is very much in line for this very rare collection piece which is signed and numbered on a 500 units pressing.“
Die Single erscheint in einer streng limitierten Auflage von lediglich 500 CDs, die allesamt persönlich von Vincent signiert, nummeriert und handschriftlich beschriftet werden:
„Each disc will be […] a very limited collection piece, handwritten, signed, titled and numbered in my handwriting.“
Darüber hinaus rechnet Vincent mit einer erheblichen Wertsteigerung:
„It is a pure collector disc. Something that someone will eventually be offered on eBay for $1000–$2000 and it will sell.“
Was macht die 300 Dollar Single so besonders?
Nach eigenen Angaben hat Vincent den Song vollständig allein aufgenommen. Die zugrunde liegenden Master-Aufnahmen seien bislang unveröffentlicht und von niemand anderen gehört worden:
„These are Masters recordings no one has heard. […] Nobody’s heard any of this except for me.“
Auch die Veröffentlichung erfolgt komplett unabhängig:
„These are private releases. Worldwide availability of 500 pieces only. Once they are spoken for, there will be no more.“
Dabei stellt Vincent klar, dass für ihn ein Grundsatz gilt:
„It takes truthful words and that truth is I get paid first. That’s the nature of being an artist. Getting paid for your work.“
Ein Standpunkt, der vielen Artists aus der Seele sprechen dürfte. Gerade in einer Branche, in der Streaming-Erlöse und klassische Plattenverträge oft kaum noch ein nachhaltiges Einkommen ermöglichen. Vincent setzt bewusst darauf, sich selbst zuerst zu vergüten und den Wert seiner Arbeit klar zu definieren.
Warum kein digitaler Release?
Ein digitaler Release kommt, aus Angst vor Piraterie, für Vincent nicht infrage:
„I’ve been informed there are numerous pirating entities watching and waiting like a hawk to seize whatever I release and bootleg it.“
Um sein Werk zu schützen, setzt er daher auf einen rein physischen Release. Der hohe Preis sei auch eine direkte Konsequenz daraus: So stelle er sicher, zumindest für einen Teil seiner Arbeit bezahlt zu werden, bevor illegale Kopien kursieren. Oder wie er selbst schreibt:
„If they want my music they can pay for it or wait a long time before they can get it bootlegged.“
Kritische Kommentare hat Vincent inzwischen deaktiviert:
„I disconnected the comments because of the whining, bitching, immature ‘I want it for free babies.’“
Damit spricht der Gitarrist ein grundlegendes Problem der Musikindustrie an: Die Hörerschaft ist kaum noch bereit, für Musik zu zahlen. Selbst Streaming-Abos gelten zunehmend als zu teuer, physische Tonträger verstauben auf Dachböden. Von Musik zu leben funktioniert daher oft nur noch über unkonventionelle Wege – etwa über 300 Dollar Singles.
























Bill sagt:
#1 - 02.01.2026 um 19:55 Uhr
Äh, sorry aber im Artikel ist die Rede von CD. Weiter unten aber davon das es keine Digitale Ausgabe gibt. Was denn nun? Seid wann gibt es analoge CD's?