Mit dem Reloop Flux Go tritt ein kompaktes 4-Kanal-DVS-Interface ins Rampenlicht, das sich primär an DVS-Einsteiger und professionellere Anwender, die ihr Turnatble-Mixer-Setup erweitern wollen, gleichermaßen richtet. Aufgrund seiner Maße ist es ideal für mobilen Einsatz. Die Soundkarte bietet Signalverarbeitung mit 24-Bit/96 kHz. Sie ist mit einer USB-C-Schnittstelle ausgestattet und schaltet von Haus aus Serato DJ Pro sowie das DVS-Plug-in frei. Ein No-Brainer für angehende Serato DVS-Interessenten? Mag sein. Doch auch wer mit anderer DJ-Software und einem externen Mischpult auflegen möchte, könnte hier zuschlagen, denn der Markt für transportable, kompakte DJ-Interfaces ist zum einen recht dünn besiedelt und zum anderen gibt es noch einige weitere Optionen, die das Reloop Flux Go mitbringt.

- kompakt und leicht
- guter Klang und geringe Latenz
- potenter Kopfhörer-Output
- schaltet Serato DJ Pro und DVS frei
- gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- keine Signalfluss-LEDs

Was ist im Lieferumfang des Reloop Flux Go?
Im Lieferumfang des Reloop Flux Go befinden sich nicht viele Dreingaben: ein USB-C-Kabel, ein Aufkleber, ein Manual und eine Danksagung an alle DJs, die sich das Interface gekauft haben. Reloop Flux Go schaltet von Haus aus automatisch die Software Serato DJ Pro und deren DVS-Feature frei – eine Seriennummer ist nicht Teil des Lieferumfangs. Für den DVS-Betrieb bedarf es zudem – falls nicht vorhanden – zweier Timecode-Vinyls und der zusätzlichen Cinch-Kabel.



Wie ist die Verarbeitungsqualität des DVS-Interface
Reloops Interface ist wirklich federleicht, denn es wiegt gerade mal 168 Gramm und würde mit Maßen von 115 x 82 x 26 mm sogar in die Westentasche passen. Gut, das Gehäuse ist aus Plastik gefertigt, aber das spart Gewicht. Es ist zudem recht klassisch gestaltet – Inputs auf einer Seite, Outputs auf der anderen – und trägt an seiner Oberfläche die Produktbezeichnung und Herstellerlogos zur Schau.

Sämtliche Cinch-Buchsen sind vergoldet und sitzen ordentlich fest im Chassis. Die GND-Schraube mag vielleicht etwa klein ausfallen und das Mäuseklavier (Dip-Switches) zum Umschalten der Eingänge ist ein wenig fummeliger als eine Tastenlösung, aber Hand aufs Herz: es ist an meinem alten RANE-Interface auch so und es spart zusätzliche Inputs ein und ist bisher auch noch nicht abgebrochen.

Nach einer 180 Grad Drehung sehe ich an der Unterseite des Gehäuses vier Kunststofffüßchen.Sie heben das Chassis ein paar Millimeter vom Boden ab und beugen somit Kratzern an der Unterseite des Gehäuses vor. Weil es keine Gummierung am Boden gibt, ist es auf glatten Flächen etwas rutschiger als gewohnt.
Da es aber im Mix wohl auch nicht bewegt wird, macht das nichts. Und Stellfläche sollte bei diesem kompakten Maß auch kein Problem darstellen. Wenn ich das mit meinem mittlerweile 20 Jahre alten Final-Scratch-2-System vergleiche – da liegen Welten zwischen.

Welche Anschlüsse hat das Reloop Flux Go DVS-Interface?
An der Vorderseite sind die von Phono auf Line umschaltbaren, vergoldeten Cinch-Eingänge nebst Rändelschraube und Dip-Switches beheimatet. Es lassen sich somit Plattenspieler mit Phono- und Line-Signal einsetzen, ebenso CD-Player mit Timecode-Silberling, die aber eher ein Schattendasein fristen.


Hinten sind die Line-Ausgänge, der USB-C-Anschluss mit Power-LED und eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für Kopfhörer zu finden. Den mag man zwar im DVS-Betrieb nicht benötigen, bei einem softwarebasierten Master-Preview-Setting mit internem Mixer der DJ-App vielleicht schon oder im Zusammenspiel mit einer DAW etc.

Die Anschlüsse an der Vorder- und Rückseite werden von überstehenden Gehäusekanten geschützt. An der linken Seite steht ein Lautstärkeregler für den Kopfhörerausgang bereit.

Wie unterscheidet sich das Reloop Flux Go vom Reloop Flux?
Das Audio-Interface Reloop Flux ohne den Zusatz „Go“ ist größer (160 x 34 x 120 mm) und mit seinem robusten Metallgehäuse und 900 Gramm Gewicht fast fünfmal schwerer als sein kleiner Bruder, bietet je ein Cinch-Paar zusätzliche Ein- und Ausgänge, Schalter zum Durchschleifen des Signals und zusätzliche LED-Signal-Indikatoren. Außerdem offeriert es einen weiteren USB-C-Anschluss mit USB-Hub-Funktion: 2 x USB Typ A. Es kostet 369 Euro, während das Go aktuell (02/2026) mit 219 Euro angesetzt ist.
Mit welcher DJ-Software und auf welchen Betriebssystemen und Plattformen kann ich das DVS-Interface nutzen?
Reloop Flux Go funktioniert nicht nur mit Serato DJ Pro, sondern zudem auch mit jeder gängigen DJ-Software, die kein spezielles Dongle-Interface verlangt. Dazu gehören neben dem kostenlos verfügbaren MIXXX auch Traktor, rekordbox, Mixvibes und nicht zuletzt Algoriddim Djay, das unter DJs immer populärer wird. Da kein spezielles Timecode-Vinyl im Lieferumfang enthalten ist, müsstet ihr euch diese als Turntable-User falls nötig selbst kaufen. Hier ein paar Links dazu.



























