Serato DJ Pro 4 Test

Mit Serato DJ 4 krempelt das Software-Haus aus Neuseeland Teile des Programms um, bringt neue Funktionen und verbessert die DJ-Software auch unter der Haube. Allerdings hat auch der Preis angezogen, und zwar auf 249,- Euro (oder 11,99 Euro im Abo) für die Grundversion ohne Extensions. Grund genug, die beliebte DJ-Software mal wieder auf den Prüfstand zu stellen.

Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • äußerst stabile Performance und sehr geringe Latenz
  • Arbeitsspeicher- und CPU-schonend
  • sehr einfache Installation und Inbetriebnahme
  • übersichtliches und Retina-kompatibles GUI
  • intuitiver Workflow
  • Zweideckansicht mit Mixsektion im Practice-Modus
  • unterstützt Ableton Link, Stems, Streaming und Recording
  • zwei aktive Pad-Modi pro Deck möglich
  • neue übersichtliche und komfortable Mediathek und Crate-Verwaltung
  • extrem schnelle Boot-Zeit bei riesiger Mediathek
  • kostenlose Updates und Upgrades
Contra
  • kein Austausch der Stems-Effekte möglich
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Serato DJ Pro 4 Test
Für 249,00€ bei

Serato DJ Pro – das Wichtigste in Kürze

  • sehr stabile, fast latenzfreie DJ-Software mit sehr übersichtlichem GUI
  • sehr einfache Installation und durchdachter Workflow
  • funktioniert mit und auch ohne zertifizierte Hardware
  • unterstützt Streamingdienste, DVS und Video
  • Stems: Echtzeitextrahierung in Vocals, Melody, Bass und Drums
  • neue individualisierbare Library 
  • Erweiterung mit kostenpflichtigen Expansion Packs möglich
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Welche Hardware brauchte ich für Serato DJ Pro 4?

Serato DJ Pro setzt zum Auflegen eine an den Rechner angeschlossene kompatible Hardware voraus. Alle namhaften Hersteller, sei es AlphaTheta, Rane, Denon DJ, Reloop oder Allen & Heath beteiligen sich am Serato DJ Pro Equipment-Pool.  Beim Kauf eines offiziellen Serato DJ-Controller oberer Preisliga wie

  • AlphaTheta XDJ-AZ/DDJ-GRV6
  • Pioneer DJ Opus-Quad/DDJ-FLX10/DDJ-400/Rev 7/Rev5
  • Rane One MKII/Four/Performer
  • Denon DJ SC Live 4/ SC Live 2 Prime 4+/MC8000
  • Reloop Mixon 8 Pro

… oder dem DVS-Interface Reloop Flux liegt die Pro-Version kostenlos mit bei. Gleiches gilt auch für folgende aktuelle DJ-Mixer:

  • Pioneer DJ DJM-S5/S7S11
  • Rane Seventy/Seventy-Two MKII
  • Reloop RMX-90 DVS/Elite
  • Numark Scratch

Preisgünstigeren Controller-Modellen spendieren die Hersteller dagegen die abgespeckte Version Serato DJ Lite, die auch optional ein Upgrade auf die Pro-Version erlaubt. Dazu gehören

  • AlphaTheta DDJ-FLX2/OMNIS-DUO
  • Pioneer DJ DDJ-REV1/DDJ-SB3/DDJ-FLX2/DDJ-400/DDj-200
  • Native Instruments Traktor Kontrol S3/S2 MK3
  • Roland DJ202
  • Numark Mixstream Pro Go/Pro +
  • Hercules DJControl Inpulse 200/300/500/T7

Clubmixer verstehen sich auch mit Serato DJ Pro per Plug and Play, allerdings liegt keine Serato DJ Pro-Lizenz beim Kauf bei, darunter

  • AlphaTheta Euphonia
  • Pioneer DJ DJM-V10-LF/DJM-A9/900NX2  
  • Denon DJ X1850 Prime

Serato Add-On-Controller

Gleiches gilt auch für etliche auf Serato DJ Pro zugeschnittene Add-On-Controller, die zusätzlich ein zertifiziertes Serato-DJ-Pro-Gerät samt Softwarelizenz bedingen:

  • AlphaTheta SLAB
  • Rane Twelve MKII
  • AlphaTheta CDJ-3000X
  • Pioneer DJ CDJ-3000/2000NXS2/PLX-CRSS12
  • Denon DJ SC6000, LC6000
  • MWM „Phase“
  • Reloop RP-8000 MKII
  • Pioneer DJ DDJ-XP2
  • Roland TR-8S

Wer an besagter Hardware sparen und Serato DJ Pro nur vom Laptop fahren möchte, der legt sich das kostenpflichtige Expansion Pack Serato Play, das ich in diesem Crashkurs vorstelle. 

Welche Systemvoraussetzungen benötigt Serato DJ Pro?

Serato DJ Pro gilt als prozessor- und arbeitsspeicherschonend, wobei dem Rechner vor allem durch das STEMS-Feature deutlich mehr Leistung und Speicher abverlangt wird.

  • Macbook Pro ab Baujahr 2017 mit i5 oder M1, dazu  macOS ab Catalina 10.15 und 8 GB RAM
  • Windows 10, 6. Generation Dual Core i5 , AMD Ryzen 5 3000 Serie, 8 GB RAM

Das Setup der Software

Serato DJ Pro hält sich gegenüber allen anderen DJ-Programmen eher verschlossen. Das Setup bietet nur wesentliche Möglichkeiten zum Anpassen der Performance an die Rechnerkapazitäten. Sicherlich begründet sich darin die extreme Stabilität, Ressourcenschonung des Programms und Zuverlässigkeit bei der Interaktion mit der Hardware. Gegenüber der ursprünglich getesteten Serato DJ-Version wuchs das Setup um folgende neue Features:

Beat Jump Controls: Die untere Zeile der Autoloops wird gegen die Beat Jumps ausgetauscht, um im Track um eine gewünschte Beatlänge im Spielbetrieb zu springen.

Anti-Drift (nur mit DVS): Das stabilisiert die Gleichlaufschwankung des Plattenspielers beim Auflegen mit NoiseMap-Vinyls. 

Needle Dropping (nur mit DVS): Selbst im relativen Modus reagiert die Software auf die absolute Nadelposition auf dem Vinyl. Alternativ spielt der Track immer ab einem Cuepoint, je nachdem, in welcher Spielminute man die Nadel auf dem Vinyl absetzt. Beispiel: Bei der zweiten Minute auf dem Vinyl wird stets der zweite Cue Point getriggert.

Sticker Lock (nur mit DVS): Beim Laden eines Tracks in ein Deck ist der Hot Cue immer am Sticker auf dem Vinyl ausgerichtet.   

Tempo Matching Display: Diese vom Scratch Live übernommene Anzeige oberhalb der Wellenformen visualisiert die Übereinstimmung der Tempi der Decks.

Tonart: Für jeden Track wird die Tonart farblich und wahlweise als Camelot, klassische Tonart, Open Key oder Original Tag im entsprechenden Browser-Attribut angezeigt. 

Zudem erweiterte Serato die Pro-Version um folgende Setup-Optionen: 

Show Streaming Services: Serato DJ Pro unterstützt die Musikdienste Apple Music, Spotify, TIDAL, Beatport beziehungsweise Beatsource Link und SoundCloud Go+.

Performance Pad Layout: Die Hot Cues können wie die Performance Pads bei einem DJ-Controller angezeigt werden. 

Hi-Res Screen Display: Wer Serato DJ Pro auf einem Laptop mit Retina-Display nutzt, der kommt in den Genuss einer hochauflösenden Ansicht.

Audio Output: Das Mastersignal von Serato DJ Pro kann wahlweise über die Laptop-Lautsprecher und für Live Streaming über Broadcasting Apps, in denen als Input das installierte iShowU Audio Capture gewählt ist, wiedergegeben werden.

Serato DJ 4.0 – die neue Library

Für Version 4.0, dem bisher größten Update, setzte Serato die Musikverwaltung komplett neu auf, was allerdings auch höchste Eisenbahn war. Denn diesbezüglich fuhren alle anderen DJ-Apps Serato bereits davon. Entsprechend bietet die neue Mediathek ein besseres Handling üppiger Musiksammlungen, eine schnellere Navigation und flexiblere Organisation auch durch die individuelle Oberflächenanpassung.

Schon beim Anklicken eines Crates zeigt das GUI dessen Song-Anzahl, deren Gesamtspieldauer und Datenmenge an. Vor allem die Spieldauer ist ein wichtiges Indiz zum Zusammenstellen eines Sets.

Verbesserte Crate-Verwaltung 

Zu den bisherigen Stärken von Serato DJ Pro zählte der übersichtliche Browser mit den Crates, alternativ als gruppierte Subcrates in Baumstruktur oder als intelligente Smart Crates, die sich je nach gewählten Attributen und Regeln von selbst aktualisieren. Zudem pflegt die Software auch automatisch iTunes-Tracks samt ihren Wiedergabelisten und die Streaming-Dienste ein, vorausgesetzt im Setup wurde dies aktiviert. 

Neuerdings könnt ihr per Crate-Suche sämtliche „Kisten“ mit gleichen Attributen beziehungsweise Namen gezielt anzeigen lassen. Crate Sort ordnet die Kisten alphabetisch, nach Erstellungsdatum oder in einer selbst gewählten Reihenfolge an. Jedes Crate kann jetzt farblich hervorgehoben, zudem als Favorit markiert und somit an den Crate-Listenbeginn gepinnt werden. Erstmalig listet Serato DJ Pro sowohl lokal gespeicherte Tracks als auch gestreamte gleichzeitig in einem Crate. 

Individuelle Track-Bewertung 

Das Track Rating vermisse ich bereits seit Jahren. Nunmehr ist es auch in Serato DJ Pro 4.0 eingezogen. Um etwas mehr mit der Zeit zu gehen, seid ihr bei der Beurteilung nicht nur auf Sterne begrenzt, sondern könnt euren Tracks beliebige Emojis verpassen. Die Bewertung erscheint in einer neuen Spalte. 

Flexible Track-Analyse, Cover-Größe und Panel-Anordnung

Nervig war auch bisher, dass zum Analysieren eines Tracks die Hardware vom Laptop getrennt werden musste. Dies ist nun nicht nur Geschichte, sondern Serato DJ Pro analysiert die Tracks von ihrer BPM, Tonart, Länge automatisch sofort nach dem Einfügen in die Mediathek.  

Auch die Track-Cover-Größe kannst du nach deinen Wünschen anpassen, zudem auch die Panels (Dateien, Vorbereiten, Geschichte) übereinander, wie bisher oder auch nebeneinander anzeigen lassen.

Was ist der Serato DJ Practice Modus?

Serato DJ Pro fährt ohne angeschlossene Hardware in den sogenannten Practice-Modus, um in den Tracks Hot Cues, Loops, Flips (nur in Verbindung des optionalen Expansion Packs) zu setzen und zu speichern. Mit dem Beatgrid Editor positioniert beziehungsweise korrigiert ihr die erforderlichen Marker als Voraussetzung für den BPM- und phasengenauen Beatsync. In der Zweideckansicht können aber auch schon Blenden mit zwei Line-Fadern, dem Crossfader, Instrumental-/Vocal-Stems, Loops und Beat Jumps, aber ohne Dreiband-Equalizer geprobt werden. Die sehr übersichtlichen Wellenformen beider Tracks erstrecken sich dabei über die gesamte Breite des GUI. Für eine größere Übersicht auf die Library minimiert man per Taste die Ansicht auf lediglich die Track-Infos.   

Welche Features bietet der Serato DJ Performance Modus?

Mit angeschlossener Hardware bleibt sich Serato auch bei der DJ Pro-Version treu: Das GUI besticht durch eine eher puristische, aber dafür aufgeräumte Oberfläche. Die virtuellen Plattenteller liefern Infos zur Playtime, momentanen BPM und Pitch Control-Position samt dessen Umfang in Prozent. Die drehenden Sticker spiegeln die momentane Position auf dem Jog Wheel und Vinyl. 

Daneben befinden sich je nach gewählter Ansicht:

  • acht Hot Cues und zwei gespeicherte Loops
  • STEMS – Tracks werden in Echtzeit in vier Spuren separiert: Vocals, Melody, Bass, Drums nebst passenden Pad FX
  • sechs gespeicherte Flips (optional mit dem Expansion Pack) 
  • acht gespeicherte Loops

Darunter schließen sich in Zweierreihe acht Pads für die Auto-Loops beziehungsweise Beat Jumps an. 

In jedem Deck stecken noch folgende Funktionen:

  • Slip Mode: Zu vergleichen mit Loop Rolls, wobei man in einem laufenden Track scratcht und der Track beim Drop dort fortsetzt, wo er ohne Scratching gewesen wäre.
  • Censor: Explizite Lyrics können mit dieser Taste durch kurzes Rückwärtsspielen der Passage geext werden.
  • Key Lock: Trotz verändertem Tempo bleibt die Tonhöhe und damit die Tonart konstant. 
  • Repeat: Nach dem Ende eines abgespielten Tracks wird dieser erneut gestartet.
  • Key Sync (nur in Verbindung mit Pitch´n Time): Passt auf Knopfdruck die Tonart der Decks an.
  • Instrumental/Acapella: Mit diesen beiden STEMS-Buttons separiert Serato DJ Pro das Instrumental oder Acapella.

Natürlich unterstützt Serato DJ auch Tone Play, Slicer und Loop Rolls, allerdings nicht direkt vom GUI bedienbar, sondern nur über die entsprechend gemappte Oberfläche eines zertifizierten DJ-Controllers oder DJ-Mixers.

Die Wellenformen ordnet Serato unter- und nebeneinander an, wahlweise:

  • vertikal
  • horizontal
  • extended (verlängert über die gesamte Display-Breite)
  • Stack (gestapelt – sinnvoll beim Auflegen mit mehr als zwei Decks)
  • Library mit vergrößerten Sichtfenster auf die Tracklist 

Diese hilfreiche Anordnung veranschaulicht die Phasengenauigkeit beim Mixing und notwendige Korrekturrichtungen, sei es Bremsen oder Beschleunigen der Decks.

Was ist der Unterschied zwischen Crates, Subcrates und Smart Crates?

Zu den weiteren Stärken von Serato DJ Pro zählt der übersichtliche Browser mit den Crates, alternativ als gruppierte Subcrates in Baumstruktur oder als intelligente Smart Crates, die sich je nach gewählten Attributen und Regeln von selbst aktualisieren. Zudem pflegt die Software auch automatisch iTunes-Tracks samt ihren Wiedergabelisten und die Streaming-Dienste ein, vorausgesetzt im Setup wurde dies aktiviert. 

Die Regeln der intelligenten Crates
Die Regeln der intelligenten Crates

Serato DJ reiht alle Tracks in dem großen Tracklist-Fenster untereinander an, wahlweise mit angezeigtem Plattencover. Jeder Track erhält bis zu 20 verschiedene Attribute. Dort vermisse ich nach wie vor eine Bewertungsmöglichkeit als Stern, zudem einen Zähler der Plays.

Welche Panels kann ich in Serato DJ nutzen? 

Record: Die Software zeichnet je nach verwendeter Hardware alle herausgegebenen Signale auf, entweder die der einzelnen Kanäle, des Aux oder Masters, wahlweise als WAF- oder AIFF-Datei mit 16 Bit oder 24 Bit-Samplingtiefe. Selbst den Video-Mix hält Serato DJ Pro fest, sofern gewünscht.  

Sampler: Der Sampler pachtet mit seinen vier Bänken insgesamt 32 Samples, wahlweise über die Kanäle, den Aux beziehungsweise Master abfeuerbar. Die Funktionen wie die drei Trigger-Modi, Pitch Bending, Abspielposition und Sync verteilen sich auf zwei umschaltbare Ansichten. 

Effekte: Auch dem DJ-FX-Panel am oberen GUI-Rand gönnte Serato jüngst ein Update, das die Effekte übersichtlich klassifiziert: Delay & Echo, Distortion, Filter, Looper, Modulation, Out FX, Reverb und Tone. In vier Bänken können diese Effekte gespeichert werden. Im Serato-Play-Modus ploppen auch noch die Channel-FX (Filter, Dub Echo, Reverb, Noise) für die FX-Knobs neben den EQ-Reglern auf. 

Man unterscheidet zwischen dem Multi FX Mode (bis zu drei Effekten gleichzeitig verkettet) und Single FX Mode (mit vier einzeln einstellbaren Parametern), die entsprechend individuell von den Beats und dem Routing (Channel 1 bis 4 und Master) eingestellt werden können.

Das Basis-Pack enthält allerdings nur zwölf Multi-FX-Effekte wie Delay, Echo, Reverb, Flanger und etliche Filter, dazu zehn Single FX der gleichen Sorte. Wem dies nicht ausreicht, der bucht für seine Effektbatterie vier weitere FX Expansion Packs hinzu. 

Scratch-Bank: Auf acht Slots zu je vier Bänken speichert ihr Scratch-Sounds mit wählbarem Start-Punkt, aktivierbarem Key Lock und Repeat-Funktion, um sie per Pad on the fly in das jeweilige Deck zu triggern und abzuspielen. 

Serato Expansion Packs

Die kostenpflichtigen Expansion Packs erweitern nicht nur die erwähnte Effektbatterie, sondern auch die Funktionen:

  • Pitch´n Time DJ: Dieses exklusive Zusatzfeature friert die Tonhöhe selbst bei Tempoanpassungen mit 30 Prozent-Differenz ohne hörbare Artefakte ein. Zudem unterstützt es Key Sync, um die verschiedenen Tonarten der Tracks im Deck automatisch auf Knopfdruck harmonisch anzupassen, und Tone Play, das tonale Triggern von Cue Points zum Spielen von Melodien auf den Performance Pads.
  • Flip: Dieses Pack speichert in einem Track ausgeführte Sprünge zwischen den Cue Points, um verkürzte oder verlängerte Edits und sogenannte Transitions (Temposprünge zwischen Double und Half Time) zu kreieren.   
  • Serato Video: Zu Serato DJ Pros Stärken zählt das VJing. Videos unterschiedlicher Formate, selbst Karaoke-Files, können akustisch und visuell gemixt, sogar gescratcht, mit Animationen, Text und Bildern verknüpft, dazu an ein externes Panel herausgegeben werden. Allerdings bedarf es hier längst einem Update, denn Videos mit einer 1080p-Auflösung und mehr werden nicht unterstützt.

Noch mehr Serato DJ Pro Expansion Packs

  • DVS: Um mit Plattenspielern und dem NoiseMap-Control-Vinyl aufzulegen, braucht ihr entweder einen zertifizierten Battle-Mixer, zum Beispiel Rane Seventy Two, Pioneer DJ S9 oder ein Serato-Interface, wie die Denon DJ DS1. Besitzt ihr dagegen einen Serato DJ Pro unterstützten Mixer oder Stand-alone-Controller mit Phono-Eingang, sind zur Serato DJ Pro-Lizenz das DVS-Plug-in plus zwei Control-Platten erforderlich. 
  • Serato Play: Ohne angeschlossene zertifizierte Hardware, dafür mit diesem optionalen Expansion Pack wechselt das GUI in den Performance-Mode, einschließlich den vier verschiedenen Wellenformansichten, Sampler, Effekte, Record und Link, ergänzt von Buttons zum Vorhören per Kopfhörer, Crossfader-Routing und Hot Keys zum vereinfachten Triggern der Funktionen per Laptop-Tastatur. 
  • Serato Remote: Dank dieser App verwandelt sich das iPad oder iPhone in einen preisgünstigen Add-On-Controller, entweder per Kabel oder WLAN mit dem Laptop verbunden. Die Vorteile gegenüber anderen Zusatz-Controllern liegen auf der Hand: Die Oberfläche zeigt die Decks samt Trackinfos und Wellenformen. Zudem bietet das von den Ansichten umschaltbare GUI genügend Platz zum treffsicheren Triggern der Cues, Loops, Loop-Rolls, Slicer und Samples. Der FX-Mode verknüpft einzigartig Effekte mit Loop Rolls (Roll Mode). Natürlich lädt, synchronisiert und quantisiert auch die Fernbedienung die Tracks auf Knopfdruck. 
Serato DJ Pro Setup Expansion Packs: Hier sind die gebuchten Expansion Packs gelistet
Hier sind die gebuchten Expansion Packs gelistet

Serato DJ Pro geht mit dem technischen Fortschritt, sodass die Software ständig geupdatet wird, sei es für Features, die Zertifizierung und das Mapping neuer Geräte oder zum Fixen von Bugs. Sämtliche Updates und auch Upgrades in eine neue Software-Generation sind stets kostenfrei.


Serato DJ Pro 4 im Praxischeck

Auch Serato DJ Pro zeichnet sich durch eine sehr einfache Installation aus: Die Datei einfach downloaden, entpacken und öffnen. Die Software fährt danach erstmal in den Practice-Modus, selbst mit angesteckter Hardware. Die Software fordert zum Installieren des passenden Equipment-Treibers auf, der sich bereits in dem Download-Paket befindet. In der Regel geht das ohne Probleme und innerhalb weniger Minuten über die Bühne. Serato DJ Pro anschließend neu geöffnet, kann es mit dem Auflegen losgehen.

Welche Vorteile bietet die neue Serato Library?

Bereits beim Start erweist sich das 4.0-Upgrade als buchstäblicher Boost. Denn mein Macbook Pro (Baujahr 2021) mit seinen acht Terrabyte an Medien-Daten bootete länger als eine Minute. Dank 4.0 ist die Software nach unglaublichen sechs Sekunden spielbereit. Dagegen braucht Serato DJ Pro jetzt deutlich länger zum Schließen, da die Software automatisch das Backup erneuert. Das nehme ich dafür sehr gern in Kauf. 

Auch die neuen Features zur Medienverwaltung begrüße ich sehr, vorangestellt die automatische Analyse der Tracks beim Einlesen beziehungsweise auch mit angesteckter Hardware. Auch in dieser Disziplin gewinnt Serato DJ Pro an Tempo, denn die Tracks sind deutlich schneller analysiert als bisher. Kleiner Wermutstropfen, geänderte Tags werden nicht mit dem Verändern der Farbe eines Tracks automatische aktualisiert, sondern erfordern erneutes Analysieren. 

Welche neuen Attribute kann ich in der Mediathek vergeben?

Um die neuen Attribute in der Mediathek zu vergeben, drücke in bei einem angewählten Track mit der Ctrl-Taste das Touch-Pad. In dem aufploppenden Fenster stehen mir die folgenden Optionen zur Verfügung: 

  • Hinzufügen zum Vorbereiten-Panel und Stems-Crate, Datei-Analyse
  • BPM ändern (um das Tempo zu verdoppeln oder zu halbieren) 
  • Bewertung-Emojis wählen
  • Track-Farbe wählen
  • In Crates anzeigen (für mich eine der wichtigsten Funktionen für eine bessere Übersicht)
  • Beatgrid-Sperre aktivieren
  • Dateninfos erneut scannen
  • Datei verschieben (auf der Festplatte)
  • Im Finder anzeigen
  • Löschen (aus Crates, Mediathek oder gänzlich vom Rechner).
  • Sind die neuen Serato Crate Funktionen nützlich?

Auch die neue Crate-Infoleiste und die Crate-Suchfunktion möchte ich nicht mehr missen, die in meinem Kisten-Wirrwarr etwas mehr Übersicht bringt und mich daran erinnert, mehr als die Hälfte der Tracks noch analysieren zu müssen.

Bei den Attributen hätte ich mir noch mehr KI-unterstützte Innovationen gewünscht, wie zum Beispiel „Sounds like“, um stilistisch ähnliche Tracks vorzuschlagen, eine automatische Musik-Genre-Klassifizierung, vielleicht auch in Sub-Stilen, und speicherbare Shortcuts für ständig wiederkehrende Kommentare. Auch das automatische Herausfiltern von Datei-Duplikaten wäre ein Vorschlag für ein zukünftiges Update. Entsprechend ist meines Erachtens noch genügend Luft nach oben. 

Wie funktioniert die Einbindung von Streaming Media in Serato DJ Pro?

Ein Jubel ging durch die DJ-Szene, als Apple Music die Streaming-Lizenz an sämtliche DJ-Programme erteilte. Spotify zog adhoc nach.  In den Voreinstellungen einen – und nicht mehrere – der Streaming-Anbieter gewählt, sich beim Streaming-Anbieter angemeldet und die Vernetzung mit Serato DJ Pro bestätigt, taucht dieser in den Crates mit diversen Unterordnern wie Musikvorschlägen auf. In der Mediathek sind dann zwar gestreamte Tracks gelistet, die aber noch von den BPM und der Tonart analysiert werden sollten. Hot Cues könnt ihr natürlich auch setzen. Keine Angst, beim wiederholten Laden der Songs müsst ihr weder die Songs neu analysieren, noch markieren. Auch könnt ihr sie nunmehr gemeinsam mit lokalen Tracks in eure Mediathek einpflegen. Dennoch gibt es zwei Haken: Die Tracks benötigen etwas länger zum Laden in die Decks und das Stems-Feature ist bei den meisten Anbietern gelockt.

Tipp: Es gleicht zwar einem Schlaraffenland, plötzlich Tracks im Überfluss in der Mediathek gelistet zu haben. Aber in der Masse besteht auch die Gefahr, den Überblick zu verlieren. Davon kann ich mit meiner wuchtigen Library ein Lied singen. Dennoch empfinde ich Streaming beim Auflegen Fluch und Segen zu gleich. Denn ihr seid meistens auf eine Internetverbindung angewiesen, was nach wie vor auch nicht selbstverständlich ist. Und kündigt ihr irgendwann euren Account bei Spotify, Apple Music und Co., erlöscht eure bisherige Mediathek-Pflege. 

Entsprechend verlasse ich mich nur auf gestreamte Musik, deren Stile ich nur selten bediene oder um ausgefallene Musikwünsche zu erfüllen. 

Gibt es Tipps für Einsteiger in der Software?

Serato DJ Pro erklärt sich quasi von selbst. Dennoch bietet die Software eine praktische Hilfe inklusive Funktionsbeschreibung aller Buttons und Shortcuts, zudem seit der Einführung der Pro-Version lehrreiche Tutorials.  Noch ein kleiner Abstecher in das übersichtliche Setup: In den Reitern DJ-Preferences, Audio, CD/Vinyl und Library/Display passt man begrenzt, aber völlig ausreichend die Oberfläche seinen Vorstellungen an. 

Serato DJ Pro : Hier noch ein paar nützliche Features freischalten
Hier noch ein paar nützliche Features freischalten

Mixing, Beatmatching und Autosync

Das Mixing geht sehr leicht von der Hand, selbst wenn man noch nicht vom Fach ist. Dafür sorgt die Sync-Funktion in zwei verschiedenen Varianten:

Simple Sync passt nur das Tempo an, Smart Sync dagegen richtet die synchronisierten Tracks phasengleich an den Beatgrids aus. Besonderes Gimmick: Dank Tempo-Slider-Funktion überträgt Serato DJ Pro die Bewegungen an einen Pitch-Fader und damit die Tempi-Änderung zeitgleich auf gesyncte Tracks. 

Voraussetzung für Sync: Die Grids sitzen korrekt, anderenfalls rumpeln die Beats. Daher kontrolliert, dass stets die Markierungen am Anfang der Beats sitzen, und zwar über die gesamte Tracklänge. Andernfalls solltet ihr mit dem Editor diese manuell korrigieren.    

Auch optischen Hilfen wie die gegenübergestellten Wellenformausschnitte der Tracks, deren Beatmarker und die Beatmatching-Anzeige bedingen offensichtlich kein DJ-Grundwissen für die Tempi-Synchronisation und das beatgenaue Mixing. 

Wenn man die Softwareoberfläche mit anderen Programmen vergleicht, fällt vor allem die Übersichtlichkeit auf. Die gängigen Funktionen befinden sich auf dem GUI. Nur um die Flip- und alle belegten Auto-Loop-Slots zu überschauen, müsst ihr im Deck zwischen den zwei Ansichten umschalten.  Auch das Auflegen per Serato Play, also ausschließlich vom Laptop ohne angeschlossene Hardware, geht nach dem Verinnerlichen der Shortcuts intuitiv, flüssig und ergonomisch von der Hand.

Wie ist die Performance von Serato DJ Pro?

Mein Macbook Pro kommt längst nicht an seine Grenzen. Die Prozessor-Auslastungsanzeige schlägt nur um ein Fünftel aus, selbst mit Pitch ´n Time DJ bleibt der steigende Ausschlag verhalten. Mit einer minimal eingestellten Latenz von 0,1 Millisekunden und maximalen Screen-Updates pro Sekunde spielt die Software souverän. Lediglich beim Suchen in meiner äußert üppig gefüllten Library ruckeln die Sticker auf den virtuellen Decks. Die Drop-Out-Lampe meldet sich äußerst selten und wenn, meist ohne akustische Signal-Verzerrungen. 

Serato DJ Pro überzeugt klanglich, vor allem mit Pitch ´n Time DJ. Bei extremen Tempi-Veränderungen samt eingefrorener Tonhöhe hört man fast keine Artefakte. Direkt aus der Library in das Deck geladene Tracks (Instant Play) spielt die Software seit Version 4.0. wieder unverzögert und beatgenau.

Ist Serato DVS performant und zuverlässig?

Serato DJ löste schon einst Serato Scratch Live erfolgreich ab und trumpft jetzt als DVS noch mehr auf mit: 

  • einer niedrigen Latenz wie bei keinem anderen DVS, beim Scratching kommt damit sehr direktes Vinyl-Feeling ohne Verzögerung auf.
  • Anti-Drift korrigiert die permanenten Motorschwankungen der Plattenspieler-Motoren um +/- 0,1 BPM, sodass nach wenigen Sekunden das Deck seine Geschwindigkeit konstant hält. Das zahlt sich vor allem bei gesyncten Decks aus, denn ständiges Pitch-Bending erübrigt sich.

Natürlich wurden vom Scratch-Live-Setup die Oszilloskope zum Visualisieren der Sauberkeit der Vinylsignale übernommen, wie auch der Einstellungsregler für die Signalempfindlichkeit und damit den Rauschabstand zwischen Stör- und Nutzsignal.

Welche Stem Separation Tools bietet Serato DJ und wie klingen sie?

Dieses Feature war mit Version 3.0 ein wahrer Gamechanger. Selbst ich als alter DJ-Hase erlebe damit meinen zweiten Frühling. Denn noch nie konnte man so kreativ und homogen Tracks ineinander mischen, gar live mashuppen. Schließlich extrahiert Serato DJ Pro anhand einer künstlichen Intelligenz das Acapella, die Leadsounds, die Bassline und die Drums auf Knopfdruck in Echtzeit.

Dies erfordert viel Rechenleistung, zumal wenn man die Tracks in die einzelnen Spuren spontan und ohne Verzögerung zerlegen möchte. Entsprechend ist in den DJ-Voreinstellungen ein Haken bei „Stems analysieren“ zu setzen. In diesem Fall erstellt Serato DJ Pro beim Laden eines Tracks die Stems im Hintergrund automatisch. Älteren Rechnern mit schwächelnder Performance empfiehlt Serato, die vorzubereitenden und zu analysierenden Tracks im Stems-Ordner abzulegen. Die Software kopiert in diesen Ordner den ursprünglichen Track im Stems-Format (an dem entsprechenden Symbol zu erkennen), was allerdings ordentlich Festplattenspeicher frisst. 

Die jeweiligen Spuren auf Knopfdruck abzurufen, geht mit Hardware-Unterstützung leichter von der Hand. Sofern euer DJ-Gear keinen entsprechenden Mode oder gar eine dedizierte Sektion wie der Rane Four parat hält, bietet Serato DJ Pro im Reiter DJ-Voreinstellungen die Möglichkeit, einen Pad Modus (Loop Roll, Sampler oder Slicer) durch Stems zu ersetzen. Oder ihr mappt einfach die Stems-Funktionen auf einen freien Layer eurer Performance-Pads.  

Qualität der extrahierten Spuren

Die Qualität der extrahierten Spuren ist generell überraschend gut, dennoch recht unterschiedlich und hängt auch von der Qualität des Tracks ab. Mitunter klingen die Spuren, als kämen sie direkt aus dem Studio. Vor allem Instrumentals und Drum-Spuren überzeugen. Dagegen leiden Acapellas mitunter an einem „Flaschengeist“-Syndrom. Sie durchzieht ein Effekt, als würden die Vocals aus einer Flasche röhren. Auch werden hin und wieder Silben verschluckt. Auch in der Melodie und dem Bass gehen mancher Sound und manche Note unter. Aber im Mix überhört man dies. Es klingt einfach fantastisch und revolutionär, jeden Übergang in ein Mash Up zu verwandeln! 

Tipp: Extrahiert keine Einzelspuren, sondern stets in Verbindung mit Drums, zum Beispiel Vocals mit Drums. Damit erzielt ihr die beste Qualität und die STEMS-Spuren lassen sich dank Drums als Metronom beatgenauer mixen.   

Wie lassen sich Pad-FX in Serato DJ einsetzen?

Unterhalb der vier STEMS-Spuren platziert Serato die PAD FX, mit denen sich die Vocals, das Instrumental und die Drums per Echo, das Instrumental zusätzlich noch mit einem Breaker-Effekt ausklinken. Vor allem, wenn man die Vocals an markanten Passagen partiell ausblendet, um das Publikum zum Mitsingen zu animieren, klingt es nicht abgehackt, sondern als müsste es so sein. 

Dennoch hätte ich mir mit dem 4.0-Upgrade auch bei den Stems ein paar Verbesserungen gewünscht wie eine flexible Auswahl der Effekte, um vor allem die Melodie nicht so abgehakt zu eliminieren. Einige DJ-Controller legen auch die Stems wahlweise auf die EQ-Regler, um die einzelnen Spuren ausblenden zu können. Das sollte bitte Standard wie bei VirtualDJ werden.    

Stems im Vergleich zu VirtualDJ und Algoriddm djay Pro

Serato erfand mit ihren Echtzeit-Stems das Rad nicht neu. VirtualDJ hatte bereits vor mehr als zwei Jahren den gleichen Riecher wie auch Algoriddm mit dem NEURAL Mix-Feature, das es auch als separate App gibt. Im qualitativen Vergleich der separierten Spuren überzeugt VirtualDJ dennoch etwas mehr. Vor allem dessen Acapellas klingen immer noch klarer und noch authentischer. Da zahlt sich VirtualDJs zeitlicher Vorsprung aus.  

Dennoch performt Serato DJ Pro mit den Stems mehr als überzeugend und wird sicherlich mit den kommenden Updates weiter nachlegen.     

Die Scratch Bank parkt acht Scratch-Sounds beziehungsweise ganze Tracks auf vier Bänken, um diese durch Triggern der Pads in das Deck förmlich zu schießen und sofort zu spielen. Dank dem wählbaren Hot Cue-Start-Punkt kann ich mit verschiedenen Samples ohne hörbare Pause scratchen, aber auch Sequenzen oder ganze Tracks cutten. 

Standard-Effekte und In-App-Purchses in Serato DJ Pro

Die Standard-Effekt-Auswahl ist zwar ausreichend, aber bei größerem Hunger füttert man sein Serato DJ Pro mit bis zu vier weiteren Expansion Packs samt 42 Effekten, wobei sich einige doch etwas ähneln. Dank der Sortierung der Effekte ist es nicht zwingend erforderlich, die beliebtesten Effekte im FX-Reiter vorauszuwählen. Sofern ihr die Effekte im Ohr habt, könnt ihr sie spontan in die Slots laden und von den Beats anpassen. Wer allerdings von euch auf Individualität schwört, der knöpft sich einzelnen Paramater vor und speichert die jeweiligen Effekte in den sechs Slots der vier Bänke.

Die aus dem Haus iZotope TM stammenden Effekte liefern saubere Qualität. Der Multi-FX lädt zu verrückten und ausgefallenen Kombinationen ein. Der Single-Mode dagegen motiviert eher zum individuellen Schrauben, entweder am GUI oder auch an der Hardware wie beim Rane Seventy Two. Neben dem Timing und der Intensität (Dry/Wet) individualisiert man die Effekte durch vier weitere Parameter, die sich bei jedem Effekt unterscheiden. 

Egal ob Single- oder Multi FX-Mode, die Effekte greifen auf jedes Deck einzeln oder den Aux-Ausgang, mitunter auch auf den Sampler. 

Standard-Effekte und In-App-Purchses in Serato DJ Pro
Standard-Effekte und In-App-Purchses in Serato DJ Pro

Was bietet der Serato DJ Sampler?

Bis auf die Erweiterung um zwei weitere Slots änderte sich gegenüber dem einstigen SP6 kaum etwas. Zu den technischen Neuerungen zählt nur die Sync-Unterstützung mit DVS. Außerdem gibt es mittlerweile drei Ansichten: Die Erste reduziert sich auf die Slots samt Playbutton und die Bank. Das spart Platz zugunsten des Browsers. 

Mehr Infos und Einstellungen offenbart die zweite Ansicht, die sich um den Abspielmodus, Repeat sowie Sync kümmert und dazu die Wellenform darstellt. Nur in diesem Fenster gelangt man in einen weiteren Mode zum Händeln der Ausgabelautstärke, Keylock, Pitch Bending, der Abspielposition (Start oder einer der Hot Cues) und zum Auswurf des Samples.  

Verlinkt mit Ableton

Serato DJ Pro interagiert mit Programmen wie Ableton Live oder Native Instruments Maschine, die ebenfalls das von Ableton entwickelte Link akzeptieren und sich per lokalem Netzwerk verknüpfen. Gegenüber MIDI bedarf es daher keiner Kabel. Link und damit Serato DJ Pro „spricht“ sich mit Tempi verschiedener Apps on the fly ab. Die Clips oder Tracks der jeweiligen Programme treten jeweils auf den Beat phasengenau auch unter Beachtung der Struktur der laufenden Session bei, um damit die Struktur und so den Flow beizubehalten.     

Kann ich in Serato DJ ein eigenes MIDI-Mapping verwenden?

Sobald ein MIDI-unterstützendes Gerät angeschlossen ist, bestätigt Serato DJ Pro dies im MIDI-Reiter im Setup. Zugleich erscheint auf dem GUI der MIDI-Button zum Öffnen des Hide-MIDI-Panels mit versteckten Funktionen, die nicht direkt über die Softwareoberfläche mappbar sind. Dabei können auch mehrere MIDI-Funktionen dem gleichen Knob oder Button zugewiesen werden.

Verschiedene Perfomance Pad-Modi pro Deck

Mit dem Feature „Independent Pad Modes“ können zwei unterschiedliche Modi der Performance Pads wie Hot Cue und Sampler auf einem Deck gleichzeitig genutzt werden, sofern es auch die zertifizierte Hardware wie der Pioneer DJ DJM-S11 unterstützt. Die beiden Modi teilen sich dabei die zwei Zeilen der Pads.  

Alle zertifizierten Geräte funktionieren Plug and Play. Wer dennoch seine Oberfläche auf diesen entwerfen möchte, der darf das Preset mit entsprechend gesetztem Haken im Tab „MIDI“ überschreiben. Aber auch nicht zertifizierte MIDI-Geräte können die Software als Add-on knechten. Zudem erlaubt Serato DJ Pro, mehrere MIDI-Funktionen dem gleichen Button oder Pad zu zuweisen. 

Neben den bereits erwähnten FX-Packs, dem Pitch ´n Time DJ und Serato Video ist auch Flip zum Editieren der Tracks zu empfehlen. In einem Bonedo-Workshop wurden schon dessen Vorteile und Workflow im Detail unter die Lupe genommen. Zumal das Feature mittlerweile auch von den meisten Controllern on board unterstützt wird.  

Was bietet die Serato Lite Version?

Wer sich zunächst mit Serato DJ erstmal anfreunden möchte, der muss sich nicht zwingend auf ein Abo oder den Kauf der Pro-Version einlassen. Denn Serato DJ Lite bietet einen gewissen Vorgeschmack, allerdings mit einigen Einschränkungen: 


Serato DJ ProSerato DJ Lite
kostenpflichtigjanein
Anzahl der Decksvierzwei
DVSjanein
STEMSjaja (ohne Pad FX)
Streamingjaja 
Aufnahmejanein
Auto-Loops32 Beats8 Beats
Hardwarenicht zwingendnicht zwingend
Besonderheitenetliche Effekte on Board umfangreiche Setup-Einstellungsoptionen Erweiterung mit Expansion Packswenige Effekte  begrenzte Setup-Einstellungsoptionen 

Fazit zum Serato DJ Pro Test

Serato DJ Pro 4 zeichnet durch eine noch übersichtlichere Oberfläche und einen einfachen, intuitiven Workflow aus, von dem vor allem die Library jüngst profitierte. Das Programm punktet obendrein mit der neuen Crate-Such-Funktion, dem Analysieren der Tracks unabhängig von einer angeschlossenen Hardware und einer größeren Kontrolle über die Mediathek nebst individueller Anpassung der Daten. Dazu kommt eine flüssigere Performance samt schnelleren Boot-Vorgang. Und da die Software schon seit jeher als sehr absturzresistent und ressourcenschonend gilt, manifestiert sie ihre Beliebtheit unter Profi-Auflegern.

Vor allem DVS-DJs schwören auf Serato aufgrund der extrem niedrigen Latenz. Für Serato DJ Pro ist nicht zwingend eine zertifizierte Hardware (Controller, Mixer, Interface) erforderlich, allerdings benötigt es zum Auflegen dann das kostenpflichtige Expansion Pack Serato Play.

Dank der Stem-Funktion, die Tracks spontan in vier Einzelspuren, den Vocals, der Melodie, den Bass und die Drums, in Echtzeit in einer sehr überzeugenden Qualität extrahiert, gelingen nicht nur harmonischere Übergänge, sondern auch Live MashUps.  Streaming Music via Apple, Spotify, TIDAL, Beatport/-source Link und SoundCloud Go+ kann genutzt und in den gleichen Crates abgelegt werden.

Gegenüber anderen Programmen greift man bei Serato DJ Pro aufgrund des höheren Grundpreises und der kostenpflichtigen Expansion Packs deutlich tiefer in die Tasche, wird aber mit exklusiven Features belohnt, mit denen sich Serato DJ Pro von den Mitbewerbern abhebt.     

Serato DJ Pro Features

  • DJ-Software
  • 64 Bit-Basis
  • Retina-Display-Auflösung
  • Extrem niedrige Latenz
  • Zweikanal-Mixer-Sektion im Practice Mode
  • Neue Crate-Verwaltung: Crate-Search, -Sort, -Color, -Favoriten
  • Verbesserte Mediathekenverwaltung mit automatischer Analyse und unabhängig der Hardware
  • Individuelles Track-Rating 
  • Flexible Album-Cover-Anzeige
  • Subcrates und intelligente Smart Crates
  • Vier Decks
  • Simple und Smart Sync
  • Acht Hot Cues wahlweise in Performance-Pad-Ansicht
  • Auto Loops
  • Stems: Echtzeit-Extrahierung in Vocals, Melodie, Bass und Drums samt PAD-FX
  • Scratch Bank: vier Bänke zu je acht Slots für Scratch-Samples zum blitzschnellen Abspielen im Deck
  • Slicer und Loop Rolls (nur über Hardware)
  • Sampler mit 32 Slots 
  • Effektbank mit Single FX-/ Multi FX-Mode und zwei Speicherbänken
  • Record-Funktion
  • Multiples MIDI-Mapping
  • Optionaler DVS-Betrieb mit Anti-Drift und Sticker Lock
  • Tone Play und Key Sync (optional mit Pitch ´n Time DJ)
  • Editieren von Tracks (optional mit Flip)
  • Performance Mode auch ohne zertifizierte Hardware mit Expansion Pack Serato Play
  • Preise: ab 199,- Euro

Serato – Website des Herstellers

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