Welche Effektpedale benötigt man für welchen Musikstil und/oder Gitarrensound? In unserer Workshop-Reihe „Die wichtigsten Effektpedale für …“ zeigen wir euch, welche Pedale sich am besten für die unterschiedlichen Musikstile eignen. Dabei kommen wir ohne Umwege direkt auf den Punkt. Und Soundbeispiele der unterschiedlichen Kombinationen gibt es natürlich auch. Hier sind die Pedale für Punk-Rock-Guitar-Sounds.

- Welche Effektpedale werden für Punk-Rock-Guitar-Sounds benötigt?
- Pedalboard Size S – Ohne geht’s nicht: Die Must-Have-Pedale für Punk-Rock-Guitar-Sounds
- Pedalboard Size M – reichen vier Effektpedale für flexible Punk-Rock-Guitar-Sounds aus?
- Pedalboard Size L – wie ist ein großes Pedalboard für Punk-Rock-Guitar-Sounds bestückt?
- Wie klingen die Effektpedale für Punk-Rock-Guitar-Sounds im Band-Arrangement?
- Fazit – Mit diesen Effektpedalen gelingt der authentische Punk-Rock-Guitar-Sound
Welche Effektpedale werden für Punk-Rock-Guitar-Sounds benötigt?
Egal, ob in der klassischen Ära der 1970er-Jahre oder bei aktuellen Sounds: Punkrock-Gitarristen sind in der Wahl ihres Sounds recht schnörkellos unterwegs. Ein verzerrter Sound und das Ganze gerne laut, das macht ca. 80 Prozent der Spielzeit aus (bei manchen auch 100 Prozent). Gelegentlich kommt ein Modulationseffekt oder ein Delay hinzu. Daher bleibt die Bestückung unseres Pedalboards recht überschaubar und schon mit einem S-Board kann man sehr weit kommen.
Pedalboard Size S – Ohne geht’s nicht: Die Must-Have-Pedale für Punk-Rock-Guitar-Sounds

Distortion – Chorus
Böse Zungen könnten jetzt behaupten, der Chorus sei nur dabei, um dem Distortion-Pedal Gesellschaft zu leisten oder um das Ganze überhaupt als Pedalboard bezeichnen zu können. Und in der Tat ist etwas Wahres daran, aber für ein paar kleine Farbkleckse bei ruhigeren Songs oder Passagen ergibt so ein Chorus durchaus Sinn. Dezent eingestellt kann er einem ordentlichen Zerrsound einen zusätzlichen Charakter verleihen, der an die minimale Verstimmung gedoppelter Gitarren erinnert.
Das Distortion-Pedal sollte aber schon zu einem ordentlichen Zerrbrett in der Lage sein. Im Workshop habe ich den Friedman BE-OD benutzt, der eigentlich als Overdrive gilt, aber in seinem Zerrgrad eher im Distortion-Bereich angesiedelt ist. Wichtig dabei ist, dass man den Zerrsound mit dem Volume-Regler an der Gitarre „entzerren“ kann und dass der Bassbereich nicht wummert, was beim Palm-Mute-Spiel äußerst unschön sein kann.
Pedalboard Size M – reichen vier Effektpedale für flexible Punk-Rock-Guitar-Sounds aus?

Wah Pedal – Overdrive/Boost – Distortion – Chorus
Für das Medium-Board kommen Wah-Pedal und ein Overdrive/Boost hinzu. Das Wah kann abseits vom Standard-Wah (mit stetiger Bewegung) gerne auch als Fixed-Wah mit fester Pedalposition genutzt werden. Damit wird eine bestimmte Mittenfrequenz angehoben und Riffs erhalten so etwas mehr Durchsetzungskraft, vor allem, wenn man mit zwei Gitarren in ähnlicher Tonhöhe spielt. Der Sound darf sich dabei ruhig etwas spitz zeigen, wenn man die Gitarre allein hört. Aber im Bandgefüge klingt es oft genau richtig.
Der Overdrive eignet sich einerseits für die „klassischen“ Punk-Sounds à la Sex Pistols oder Ramones, die häufig weniger hart verzerrt waren als die Sounds der Bands aus der 2000er-Generation. Darüber hinaus kann das Pedal auch als Boost eingesetzt werden, um dem Distortion zusätzlich einzuheizen und ihn zu dichteren Zerrsound für Lead-Passagen zu bewegen. Auch lässt sich der Overdrive zweckentfremden, um etwas Verzerrung aus dem Distortion zu nehmen, also quasi wie das Zurückdrehen des Volume-Potis der Gitarre. Das ist zwar eine seltenere Vorgehensweise, aber auf jeden Fall möglich!
Pedalboard Size L – wie ist ein großes Pedalboard für Punk-Rock-Guitar-Sounds bestückt?

Wah-Pedal – Overdrive/Boost – Fuzz – Phaser – Flanger – Delay
Für das große Board kommen noch ein Delay und ein Tremolo hinzu. Der Tremolo-Effekt ist bei Green Days „Boulevard Of Broken Dreams“ verewigt, man kann ihn aber auch in einer dezenten Einstellung sehr gut bei Intros oder Middle 8 Parts einsetzen. Das Delay ist vielseitig anwendbar: mit Slapback-Sound für Riffs, als Unterstützung bei Lead-Parts oder auch als Tempo-Delay im U2-Stil. Oder besser gesagt im Toten-Hosen-Tage-wie-diesen-Stil.
Wie klingen die Effektpedale für Punk-Rock-Guitar-Sounds im Band-Arrangement?
Zum Abschluss hört ihr die verschiedenen Pedale noch einmal in einem Bandarrangement mit mehreren Spuren
Folgende Pedale waren in diesem Workshop im Einsatz:
Fazit – Mit diesen Effektpedalen gelingt der authentische Punk-Rock-Guitar-Sound
Ein Distortion-Pedal reicht prinzipiell für 80 bis 90 Prozent der Spielzeit und das ist auch das wichtigste Effektpedal für diesen Style. Um das geeignete Distortion-Pedal zu finden, schaut am besten mal in unseren permanent aktualisierten Vergleichstest Verzerrerpedale rein. Mit Wah, Overdrive/Boost und diversen Modulations-Effekten steigt die Flexibilität deutlich. Trotz allem ist bei Punk-Rock-Guitar-Sounds weniger oft mehr – aber gezielte Erweiterungen eröffnen kreative Spielräume. Riffs und Songs von Punk-Rock-Bands wie zum Beispiel Green Day findet ihr in unserem Workshop-Angebot unter: Die besten Gitarrenriffs in Noten und Tabs.
























