Bei der Themen-Suche für Artikel freuen wir uns stets über Anregungen seitens unserer werten Leserschaft. Auch zum heutigen Thema hat uns euer Feedback inspiriert, denn wir wurden in Leserbriefen bereits mehrfach nach dem besten Bass-Equipment für unterwegs gefragt. Unterwegs – das kann ein Urlaub sein, oder vielleicht auch eine Geschäftsreise, bei der man abends im Hotel endlich einmal Zeit hat, sich mal wieder dem Bass zu widmen. Auf Reisen sollte das mitgebrachte Equipment natürlich möglichst leicht und kompakt sein. Doch das Ende der Fahnenstange ist damit noch nicht erreicht: Manch eine(r) möchte sich einfach nur beim Üben besser hören, andere wollen zu Drumloops jammen, und wieder andere möchten vielleicht im Hotelzimmer ein paar Basslines recorden. Das Angebot auf dem Markt ist umfangreich, aber leider auch ziemlich unübersichtlich. Mit diesem Artikel möchten wir Licht ins Dunkel bringen.

Das beste Bass-Equipment auf Reisen: Allgemeine Voraussetzungen
Fraglos ist die ideale Lösung ein „All In One“-Gerät, das sämtliche Voraussetzungen erfüllt. Auf Reisen möchte natürlich niemand mehrere Geräte, Netzteile, Kabel etc. mitnehmen. Außerdem sollte unsere „All In One“-Lösung klein und leicht sein, einen Kopfhörer-Ausgang und über eine Klangregelung verfügen.
Soweit, so gut! Ab diesem Punkt kommt es bei den Features aber stark darauf an, wofür man das Equipment primär benötigt.
Szenario 1: Welches Bass-Equipment brauche ich, wenn ich unterwegs Üben und Jammen möchte?
Dies ist wohl der überwiegende Einsatzzweck. Für diesen Fall wäre über unsere Grundvoraussetzungen hinaus ein Aux-Eingang oder eine mögliche Bluetooth-Verbindung eine schöne Sache, um zu Songs oder Drumloops spielen zu können. Auch ein integrierter Drumcomputer wäre denkbar.
Ein cooler Basssound ist definitiv ebenfalls inspirierend und motivierend beim Üben. Kompressor, Effekte oder verschiedene Bassverstärker-Modelle nehmen wir also auch gerne. Bequem wäre darüber hinaus ein akkubetriebenes Gerät, welches uns unabhängig von Steckdosen und Netzteilen macht. Und wenn man diesen Akku noch mit demselben Netzteil wie unser Handy laden könnte, wäre die Sache perfekt – wir wollen ja schließlich Platz im Koffer sparen! Und tatsächlich, Kompaktlösungen dieser Art gibt es tatsächlich auf dem Markt.
Nachfolgend findet ihr ein paar Optionen, die für dieses oder ähnliche Szenarien in Frage kommen. Die kleinste und einfachste Lösung sind fraglos Mini-Preamps, die man direkt in die Buchse des Instruments stecken kann:
Mehr Möglichkeiten in Sachen Klanggestaltung und Konnektivität bieten kompakte Preamps:
Szenario 2: Welches Bass-Equipment brauche ich, wenn ich mobil Bassaufnahmen recorden möchte?
Ein logischer nächster Schritt wäre das mobile Recorden und/oder Üben mithilfe einer DAW. Dafür benötigen wir aber zunächst ein Audiointerface, denn unser Basssignal muss für diesen Zweck ja in ein digitales Signal umgewandelt und per USB- oder Thunderbolt-Verbindung an das Laptop geschickt werden.
Die einfachste Lösung dafür ist ein kompaktes Audiointerface mit ein oder zwei Kanälen. Diese verfügen stets über einen Eingang für das Instrument sowie einen Kopfhörerausgang. Fast alle Interfaces sind „bus powered“, werden also über ein USB-Kabel mit Spannung versorgt und benötigen kein weiteres Netzteil.
Der Nachteil ist, dass diese Interfaces in der Regel noch keinerlei Möglichkeiten zur Klangregelung oder gar „Amp Modeling“ bieten. Wer die Klanggestaltung ohnehin nachträglich per Software vornimmt, wird auf diese Möglichkeiten gleich am Anfang der Kette aber auch gut verzichten können. Hier findet ihr ein paar kompakte Audiointerfaces:
So wie auf dem nachfolgenden Bild könnte es beim Üben auf dem Hotelbett aussehen. Natürlich gibt es noch deutlich kleinere Lösungen als das von mir als „Fotomodell“ gewählte UAD Volt 4 Audiointerface, das dafür aber sogar gleich zwei Kanäle und vier Ausgänge bietet.

Wer seinen Sound gerne außerhalb des Laptops formt, benötigt hingegen ein Gerät, welches Preamp, Klangregelung, Effekte, Amp Modeling und Audiointerface in sich vereint. Hier wird das Angebot durchaus etwas dünner – hier eine Auswahl:
Auch ein kompakter Preamp samt Audiointerface, wie z. B. der Positive Grid Spark Go, passt problemlos mit ins Hotelbett – und in den Koffer:

Mit dieser Auswahl an Equipment ist man mit dem kleinstmöglichen Besteck unterwegs. Natürlich gibt es in jeder Kategorie noch deutlich mehr Kandidaten, unsere Vorschläge sollten aber für den Anfang eine gute Basis für die eigene Suche sein.
Viel Spaß beim Jammen und Aufnehmen während eurer nächsten Reise!
Thomas Meinlschmidt


























Joerg Funnekoetter sagt:
#1 - 06.05.2026 um 14:15 Uhr
Sehr gut. Ich suche Peavey T-15 in sunburst oder natur. Carl Perkins spielte sie 1985 mit Clapton und Harrison in London Blue Suede Shoes Rockabilly Concert.
Marian sagt:
#2 - 06.05.2026 um 19:58 Uhr
Was ist denn mit dem Bass selber? Wenn ich mit dem Motorrad in Urlaub fahre, habe ich immer meine Bass Ukulele dabei, Gewicht und Größe sind unschlagbar ;-)