David Byrne macht einen Song ausschließlich aus Zitaten von Elon Musk

Talking-Heads-Frontmann David Byrne hat für eine Dokumentation über Elon Musk einen außergewöhnlichen Song geschrieben. Der Text von “Let Me Sell You a Dream” besteht nämlich ausschließlich aus Zitaten des kontroversen Tech-Milliardärs. In Zusammenarbeit mit Komponist Daniel Pemberton schrieb er das Lied für den Soundtrack des brandneuen Dokumentationsfilms Musk.

(©WIkimedia Commons: livepict.com – Daniel Oberhaus)

Die Doku von Regisseur Alex Gibney soll dabei in knapp vier Stunden das öffentliche Leben des Tesla- und SpaceX-Gründers analysieren. Dabei scheint der Film wohl eine kritische Perspektive auf Elon Musk einzunehmen – Gibney selbst bezeichnete seinen Film als schonungslose Untersuchung des Milliardärs. Gibney verwendete hierfür alte Interviews und Podcast-Aufnahmen sowie Gespräche mit ehemaligen Mitarbeitern und Partnern des Unternehmers.

Als schließlich David Byrne für den Soundtrack angefragt wurde, sah er sich vor einer Herausforderung. Zusammen mit Komponist Daniel Pemberton wollte er ein Lied schreiben, das den Tech-Giganten nicht einfach nur kritisiert. Stattdessen begann er, online zu recherchieren, und ließ sich dabei von Elon-Musk-Interviews inspirieren. Daraus entstand schließlich ein Song, der ausschließlich aus den merkwürdigen und außergewöhnlichen Zitaten des Milliardärs besteht. Byrne erklärte dazu:

(©Wikimedia Commons: Joe Mabel)

„Es war spannend, mit Pemberton zusammenzuarbeiten und als Fan von Gibneys Filmen eingeladen zu werden, hierbei mitzumachen. Ich fragte nach guten Zitaten des Marsianers und habe online immer mehr davon gefunden. Ich bin mir sicher, dass er es liebt, diese wilden Aussagen von sich zu geben, und genau das wurde zum Songtext. Alles seine eigenen Worte. Keine redaktionellen Kommentare. Direkt aus dem Mund des Mannes in meinen.“

Weiter beschrieb er: „Es wäre zu einfach und wahrscheinlich auch nicht so unterhaltsam gewesen, Musk offen zu kritisieren. Ich dachte, es wäre besser, zu versuchen, mich ein wenig in seine Lage zu versetzen, Phrasen zu verwenden, die er selbst in Interviews und Statements benutzt hat, und den Charakter im Song sich selbst beschreiben zu lassen.“

Das Ergebnis ist ein wirklich einzigartiger Song mit absurden Texten. Der erste Vers liest zum Beispiel:

“I’m extremely hardcore
You know my mind is a storm
And I would not even eat
If I could get my work done
And I’ve been burning the candle
Burning at both ends
And I’ve been killing those demons
For a long, long time”

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Regisseur Gibney zeigte seine Begeisterung über das Lied. Als langjähriger Fan von Byrne wollte er genau den sarkastischen und bizarren Sound des Musikers in seiner Doku einbauen. Dabei entstand der Song übrigens noch, bevor Byrne den fertigen Film überhaupt sehen konnte.

Am 8. Oktober erschien der Film erstmals in den Vereinigten Staaten. Die Doku wurde dabei mit überwiegend positiven Reaktionen von Zuschauern und Kritikern gefeiert. Elon Musk äußerte sich wiederum kritisch über den Film, und beschrieb ihn auf der Social-Media-Website X als “Psy-Op”. Angeblich plant Musk sogar rechtlich gegen die Produktion vorzugehen. Ein offizielles Datum für den Kinostart in Europa ist bis jetzt jedoch noch nicht bekannt.

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