Dass Mick Fleetwood mit fast zwei Metern Körperlänge zu den größten Drummern der Welt zählt, wird wohl niemand abstreiten. Aber bezüglich seiner Bedeutung für die Geschichte der Rockmusik gibt es sicher unterschiedliche Meinungen. Zweifellos gehört er – wie auch Nick Mason von Pink Floyd – zu der Sorte von Schlagzeugern, die weniger durch spektakuläre Fills oder vertrackte Grooves als vielmehr durch songdienliches, aber dennoch an vielen Stellen originelles Drumming auffallen. In Fleetwoods Fall ging dieses Rezept hundertprozentig auf, denn schließlich ist sein Spiel auf einem der erfolgreichsten Popalben aller Zeiten, „Rumours“ von Fleetwood Mac, zu hören. Wir schauen uns in diesem Artikel an, wodurch sich Mick Fleetwoods Stil auszeichnet, was ihn so einzigartig macht und welches Equipment er im Laufe seiner Karriere benutzte.

- Der Blues war seine erste Leidenschaft
- Mick Fleetwood trifft auf John McVie
- Mit Buckingham und Nicks änderte sich alles
- Micks Drumming auf den frühen Fleetwood Mac Alben
- Der Wandel von der Bluescombo zur Popband
- Micks Drumming in der „Rumours“-Phase
- Die Erfolgsjahre von „Tusk“ bis „Tango In The Night“
- Micks 70er-Jahre Ludwig Drumkit sprengte alle Dimensionen
- Tama Superstar, Artstar und Paiste
- Seit 1989 ist Mick Fleetwood DW-Endorser, seit 1994 bei Zildjian
- Wie beschreibt Mick Fleetwood seinen Stil?
- Welche musikalischen Aktivitäten betrieb Mick Fleetwood neben seiner Hauptband?
Der Blues war seine erste Leidenschaft
Mick Fleetwood wurde am 24. Juni 1947 als Michael Kells John Fleetwood im englischen Redruth/Cornwall geboren. Sein Vater war Mitglied der britischen Armee, was zur Folge hatte, dass Mick viele Jahre seiner Kindheit im Ausland (Ägypten und Norwegen) verbrachte. Sein erstes Drumset, ein „Gigster“, bekam Mick im Alter von 11 Jahren von seinen Eltern geschenkt. Die erkannten seine Fähigkeiten und ermöglichten es ihm, zwei Jahre später zusammen mit seiner gerade volljährig gewordenen Schwester Susan und seinem neuen Rogers-Drumkit nach London umzusiedeln, um dort einen Einstieg in die Musikszene zu finden.
Seine erste Band waren „The Cheynes“, und das war nicht der schlechteste Start, denn diese Band schaffte es ins Vorprogramm der Yardbirds und der Rolling Stones, welche gerade ihren großen Durchbruch feierten. Seine nächste musikalische Station waren 1965 die Bo Street Runners, die sich allerdings schon im folgenden Jahr auflösten. Bei der dann folgenden Band „Peter Bs Looners“ traf Mick auf Peter Green, der allerdings bald ausstieg, um sich John Mayall’s Bluesbreakers anzuschließen. Fleetwood folgte ihm im Frühjahr 1967 und war fortan Mitglied einer der zu dieser Zeit erfolgreichsten britischen Bluesbands.
Mick Fleetwood trifft auf John McVie
Zu den Bluesbreakers gehörte übrigens auch der Bassist John „Mac“ McVie, der für die nächsten Jahrzehnte Micks musikalischer Weggefährte bleiben sollte. Leider hatte Fleetwood seinen Alkoholkonsum zu dieser Zeit nicht unter Kontrolle, was zur Folge hatte, dass er bereits nach wenigen Wochen wieder aus der Band entlassen wurde. Auf seinen damaligen Drogen-, vor allem Kokainkonsum angesprochen, sagte Fleetwood einmal:
“…I’m not minimalizing the fact that we were definitely partaking in that lifestyle. But these weren’t a bunch of people crawling across the floor with green froth coming out of their mouths. We were working, you know?”
Kurz danach stieg auch Peter Green aus und plante zusammen mit Mick Fleetwood die Gründung einer neuen Band. Als Bassist sollte John „Mac“ McVie dabei sein, der auch seinen Teil zum künftigen Bandnamen beitrug. Allerdings wollte sich dieser noch nicht von den erfolgreichen Bluesbreakers loseisen, stieß aber dann doch ein paar Monate später endgültig zu Fleetwood Mac, die sich in dieser Anfangsphase ganz klar dem Blues verschrieben hatten.

Mit Buckingham und Nicks änderte sich alles
Bis zu Peter Greens Ausstieg im Jahr 1970 hatte die Band mit „Black Magic Woman“ und dem Instrumental „Albatross“ bereits zwei große Hits. Zeitgleich holte John McVie seine Ehefrau Christine als Keyboarderin in die Band. Obwohl diese einen Blues-Background hatte, bewegte sich der Sound nun allmählich weg vom Blues hin zum Mainstream Pop. 1974 siedelten Fleetwood Mac in die USA über, wo mit Lindsey Buckingham und Stevie Nicks zwei weitere Mitglieder hinzu kamen, die bereits ein gemeinsames Album veröffentlicht hatten. Damit war die Besetzung geschaffen, welche die Popmusik der folgenden Jahrzehnte ganz entscheidend prägen sollte.

In diesem Workshop analysieren wir die Grooves des Fleetwood Mac Hits „Go Your Own Way“.
Das erste, selbstbetitelte Werk der neuen Besetzung erschien 1975 und war in der Bandgeschichte bereits Album Nummer 10. Die Platte schaffte es auf Platz 1 der US-Albumcharts, wurde aber vom 1977er Nachfolger „Rumours“ – bekanntermaßen eines der erfolgreichsten Pop-Alben überhaupt – noch weit überflügelt. Mit „Tusk“ erschien 1979 das Nachfolgealbum, das wesentlich experimentellere Züge trug. Es konnte an den Riesenerfolg von „Rumours“ nicht anknüpfen, gilt aber dennoch ebenso als weiterer Meilenstein in der Karriere der Band.

Im Laufe der 1980er-Jahre folgten noch zahlreiche weitere Hits, dann wurde es etwas ruhiger um die Band, die 2003 ihr letztes Studioalbum veröffentlichte.
Micks Drumming auf den frühen Fleetwood Mac Alben
Gefragt nach seinen persönlichen Fleetwood Mac Lieblingssongs, nannte Mick aus der Peter-Green-Phase immer wieder „Love That Burns“ vom 1968er Album „Mr. Wonderful“ als seinen Favoriten: Ein klassischer langsamer Blues, dem Mick mit seinem entspannten, minimalistischen Laid-Back-Drumming, das ohne ein einziges Fill auskommt und eng mit John McVie’s Bass verwoben ist, seinen Stempel aufdrückte.
Ein echter Fleetwood Mac Klassiker aus demselben Jahr war die Single „Black Magic Woman“. Der Song versprüht durch Micks Tom-Groove mit der Snare auf der Vier und den gnadenlos rollenden Shuffle am Ende des Tracks eine interessante Mischung aus Latin und Blues. Der 1970 erschienenen Coverversion von Santana fehlte die Schwere der ursprünglichen Version, stattdessen tritt hier das federnde, lässige Latin-Feeling stärker in den Vordergrund.
Der Song „Oh Well“ aus dem Jahr 1969, bestehend aus zwei Teilen, ist ebenfalls im Laufe der Jahrzehnte zu einem Fleetwood Mac Klassiker avanciert. Herausragend ist vor allem der erste Teil, der einem Call-and-response-Muster folgt und dessen heavy Gitarrenriff anfangs lediglich von Percussion-Instrumenten, gespielt von Mick Fleetwood, begleitet wird. Dann verdichtet sich das Ganze nach und nach zu einer gnadenlos schiebenden Rock-Walze, bevor Mick in der Mitte des Songs sein legendäres „Cowbell-Solo“ zum Besten gibt, das offenbar rein zufällig entstanden ist und allseits gefiel, sodass man es auf der Aufnahme ließ. Danach geht’s nochmal zur Sache, bevor der Song im letzten Drittel ruhig mit Akustikgitarre und Flöte ausklingt.
Der Wandel von der Bluescombo zur Popband
Im Track „Station Man“ vom 1970er-Album „Kiln House“ spielt Mick einen entspannten Halftime-Groove mit eingeflochtenen Tomschlägen, den er zeitweise fast beiläufig in einen Realtime-Beat umwandelt, um dann ebenso unauffällig wieder zurückzukehren. Fills sucht man vergeblich, dafür sorgen kleine Variationen mit der Hi-Hat und überraschende (und laute) Crash-Akzente dafür, dass die Spannung stets aufrecht erhalten wird.
Noch konsequenter geht Mick auf dem 1973er Track „Hypnotized“ vom Album „Mystery To Me“ zu Werke, der seinem Namen alle Ehre macht. Der Achteltriolen-Groove entwickelt in der Tat eine hypnotische Wirkung und kommt fast maschinenmäßig daher. Variationen finden lediglich hier und da in der Bassdrumfigur statt, ansonsten folgt das Drumming strikt dem Fluss der Musik.
Vom selben Album stammt der Song „Miles Away“, auf dem Mick deutlich extrovertierter zu Werke geht. Im intro spielt er eine groovende zweitaktige Figur mit einem auf der Eins des zweiten Taktes beginnenden und damit ungewöhnlich platzierten Fill. Danach geht es in einen lupenreinen Shuffle über, der im weiteren Verlauf des Songs immer wieder variiert wird, wobei Mick hier vor allem in Sachen Dynamik meisterhaft agiert.
Typisch für Fleetwoods Drumming im Laufe seiner gesamten Karriere sind dichte Tom-Patterns, die sich oftmals durch den gesamten Song ziehen wie zum Beispiel beim Track „Bad Loser“ vom 1974er-Album „Heroes Are Hard To Find“.
Micks Drumming in der „Rumours“-Phase
Mit dem Einstieg von Stevie Nicks und Lindsey Buckingham begann für Fleetwood Mac eine neue Ära. Das 1975er Album ohne Titel deutete mit Titeln wie „Rhiannon“ bereits an, was auf dem 1977er 40-Millionen-Seller „Rumours“ mit dem Megahit „Go Your Own Way“ in voller Blüte erstrahlte. Auf beiden Tracks spielt Mick geschickt mit der Platzierung des Snare-Backbeats, der gerne mal nur auf der Zwei oder auf der Vier gespielt wird, wobei auch hier wieder die Toms eine große Rolle spielen. Gerade bei „Go Your Own Way“ entsteht auf diese Weise eine permanente Spannung, die sich erst im langen Schlussteil des Songs wirklich auflöst.
Das Album strotzt eigentlich nur so vor interessanten Drumparts, aber zwei weitere seien hier nochmal besonders erwähnt: „Dreams“, ein Song, der es durch ein legendäres TikTok-Video 43 Jahre nach seiner Veröffentlichung wieder in die Charts schaffte, beginnt mit einem kurzen, geschmackvollen und sofort wiedererkennbaren Drum-Intro, zu dem Fleetwood einmal erklärte:
„The intro, I think is one of those stupidly simple things that came from the drummer who played with Al Green and The Staple Singers, so it’s from my love of what I call ‘greasy music.’ It has a real feel, and it’s lazy, behind the beat – stupidly simple but well-thought-out.“
Im weiteren Verlauf des Songs taucht das Anfangsmotiv mit dem Crashbecken auf der Zwei immer wieder auf, und überhaupt macht es Spaß, Micks kleinen Fills und Akzenten durch den gesamten Song zu folgen.
Ein anderer „Rumours“-Song mit bemerkenswertem Drumpart ist „The Chain“. Nach der stoischen Viertel-Bassdrum wechselt Mick für den Refrain in einen stampfenden „Four-On-The Snare“-Groove, der von einem 16tel-Schellenkranz-Pattern untermalt wird. Nach einem Breakdown mit vereinzelten Tomfills geht es für das letzte Drittel des Songs in einen vom Bass eingeleiteten treibenden Doubletime-Groove.
Die Erfolgsjahre von „Tusk“ bis „Tango In The Night“
Das 1979er Album „Tusk“ wirkt insgesamt weniger zugänglich als der Vorgänger, enthält aber – auch in puncto Drumming – großartige Songs. Auf dem Track „Sara“ spielt Mick Fleetwood einen delikaten Brush-Groove, der mit seinen geschickt eingeflochtenen Tomschlägen und den kurzen Fills den melancholischen Song in idealer Weise unterstützt.
Herausragend ist auch „Brown Eyes“ mit seinem Viertel-Rimclick-Groove mit durchgehendem Ride, der immer wieder durch unerwartete Snareschläge, Beckenakzente und getretene Hi-Hat aufgelockert wird, ohne dass der Fluss dadurch unterbrochen wird – also wieder einmal typisch Mick Fleetwood.
Das ungewöhnlichste Drumming des Albums ist eindeutig auf dem Titelsong „Tusk“ zu hören. Zur Bassdrum auf 1 und 3 spielt Mick ein Tompattern, das nach und nach durch Overdubs erweitert wird und urplötzlich durch eine Art kurzes Drumsolo unterbrochen wird, um danach – unter Hinzunahme von verschiedenen Percussion-Instrumenten – wieder Fahrt aufzunehmen. Am Ende des Songs ist die USC Trojan Marching Band zu hören, die Fleetwood Mac sogar hin und wieder live unterstützten. Hier ein Konzert-Ausschnitt aus dem Jahr 1997.
Mit dem 1987er Album „Tango In The Night“ endete die ganz große Ära von Fleetwood Mac, doch auch auf dieser Platte, die bezüglich der Verkaufszahlen direkt hinter „Rumours“ rangiert, finden sich – neben diversen Singlehits – noch Tracks, die von Micks typischen Drumparts geprägt sind. Dazu gehört vor allem „Caroline“ mit seinen schweren, mit Gated Reverb versehenen Tom-Patterns, die – wie so oft im Werk von Mick Fleetwood – mehr an Tribal Drums als an klassisches Pop-Drumming erinnern.
Micks 70er-Jahre Ludwig Drumkit sprengte alle Dimensionen
Über die Drumkits der frühen Fleetwood Mac Jahre bis etwa 1975 gibt es leider kaum Infos. Es taucht in den verfügbaren Videos öfter mal ein rotes Rogers-Kit auf, manchmal ein Ludwig Silver Sparkle in Standardgrößen und häufig ein schwarzes Kit mit Toms unterschiedlicher Hersteller. Die Snaredrum scheint aber in fast allen Fällen eine 14“ x 5“ Ludwig Supraphonic zu sein.
Ab Mitte der 1970er-Jahre spielte Mick ein Ludwig Silver Sparkle, das genauestens dokumentiert ist. Es befindet sich nicht mehr in Micks Besitz und wurde auf der Chicago Drum Show im Jahre 2024 ausgestellt. Das Kit verfügt über die bis 1976 von Ludwig hergestellten dreilagigen Maple/Poplar-Kessel mit Verstärkungsringen und beinhaltet die folgenden Trommeln:
- 28“ x 18“ Bassdrum
- 14“ x 12“ und 14“ x 10“ Racktoms
- 18“ x 16“ und 20“ x 18“ Floortoms
- 14“ x 6,5“ LM 402 Supraphonic Snare
Die Bassdrum ist in diesen monströsen Dimensionen eine Sonderanfertigung, und kurioserweise wirkt sie im Verhältnis zu Mick Fleetwoods Körpergröße von fast zwei Metern gar nicht so riesig. Die Angewohnheit, das größere Racktom aus der Spielerposition gesehen links aufzubauen, hat Mick übrigens bis heute beibehalten. Entstanden ist die Idee laut Mick rein zufällig. Alle Details zum Silver Sparkle Monster-Kit gibt es in diesem Video:
Tama Superstar, Artstar und Paiste
Das Ludwig-Kit, das Mick auch während der „Rumours“-Tour benutzte, wurde etwa 1979 abgelöst von einem Tama Superstar, welches ebenfalls mit einer 28“ Bassdrum ausgestattet war. In Videos aus dem Jahr 1987 ist Fleetwood mit einem weißen Tama Artstar II mit den für die Ära typischen langen Toms zu sehen. Die Snare ist diesmal ein 14“ x 8“ Modell mit Holzkessel. Mick war übrigens zu der Zeit Paiste-Endorser. In den 1970er-Jahren spielte er eine Kombination aus 2002 und Formula 602 (darunter ein 26“ FO 602 Medium), später dann fast ausschließlich 2002 und ab etwa 1990 vorwiegend Paiste Signature.

Seit 1989 ist Mick Fleetwood DW-Endorser, seit 1994 bei Zildjian
1989 wurde Mick Fleetwood einer der ersten Endorser der damals noch recht unbekannten US-Marke DW. Die Firma widmete ihm im Jahr 2016 eine ICON Signature-Snaredrum und ist auch heute noch sein Ausstatter in Sachen Drums. Seit 1994 stammen Micks Becken übrigens von Zildjian. Die typische Konfiguration seit seinem Wechsel zu DW sah wie folgt aus:
- 24“ x 16“ Bassdrum
- 14“ x 10“ und 13“ x 9“ Racktoms
- 16“ x 13“ und 18“ x 14“ Floortoms
- 14“ x 6,5“ Snare
Wie beschreibt Mick Fleetwood seinen Stil?
Mick Fleetwood begann das Schlagzeugspielen als Autodidakt und nennt als frühe Einflüsse Tony Meehan von The Shadows und Mickey Waller, der sein Vorgänger bei John Mayall’s Bluesbreakers war und danach für Jeff Beck trommelte. Fleetwoods Stärken liegen ganz klar in seinem Feel, seiner Dynamik, seinem Sound und seinem untrüglichen Gespür für den zum jeweiligen Song passenden Drumpart. Als Techniker sieht er sich eindeutig nicht, wie im folgenden Zitat deutlich wird:
“Growing up playing blues, it’s is all about listening and doing something that is ostensibly very simple… But it involves great attention to dynamics. The breeding ground for me was just that, and it was a perfect match for me because I’m not ‘Joe Slicko/ Mr Paradiddle.’ I’m not horribly technically profound.“
Nicht zu unterschätzen sind auch seine oftmals eigenwilligen Ideen für Fills und die kleinen Variationen, mit denen er dafür sorgt, dass seine Grooves immer lebendig klingen. Interessanterweise geht Mick dabei nicht so planvoll zu Werke, wie man vielleicht meinen könnte…
“I’m told that what I do as a percussion player is all sort of back-to-front, where the fills are usually not in the obvious places, and it’s because I don’t really know what I’m doing. I just do it spontaneously.“
Wiederholungen schätzt er offenbar nicht besonders, was auch sein langjähriger Gefährte am Bass, John McVie, bereits in den frühen Jahren erfahren durfte. Mick erinnert sich:
“For a while, he thought he could train me into doing the same bass drum pattern every night but I couldn’t… because of the way my mind works. So John learned to push all his notes around what I do.“
Trotz seiner Tendenz, stets songdienlich zu spielen, machte Mick Fleetwood auch nie einen Hehl daraus, dass er das Rampenlicht liebt und baute immer wieder ein Drumsolo in die Live-Sets ein. Dass man bei einem Solo nicht zwangsläufig hinter dem Kit sitzen bleiben muss, zeigt er eindrucksvoll in dieser spektakulären Performance:
Welche musikalischen Aktivitäten betrieb Mick Fleetwood neben seiner Hauptband?
Neben seiner Tätigkeit bei Fleetwood Mac veröffentlichte Mick auch einige Soloalben. Der Opener seines Debüts„The Visitor“ von 1981 ist der von Peter Green geschriebene Fleetwood Mac Klassiker „Rattlesnake Shake“. Mick spielt hier einen tonnenschweren Groove, der – mit dem Snare-Backbeat auf der Vier – einem ähnlichen Muster folgt wie beispielsweise der Beat bei „Black Magic Woman“. Den Song spielte Mick beim 2020er „Tribute To Peter Green“-Konzert in London unter Beteiligung von Steven Tyler (Aerosmith) und Billy Gibbons (ZZ Top):
Es folgten noch vier weitere Alben unter seinem Namen, wobei er auf der 2008er Veröffentlichung „Blue Again!“ seiner Mick Fleetwood Blues Band zu seinen Wurzeln zurückkehrte. Auf dem Album befinden sich diverse Songs aus den frühen Blues-Jahren von Fleetwood Mac.
Auch als Gastmusiker tauchte Mick Fleetwood in den unterschiedlichsten Zusammenhängen immer wieder auf. Für sein Album „Excitable Boy“ von 1978 lud Warren Zevon ihn zusammen mit John McVie für den Track „Werewolves Of London“ ins Studio. Zwei Jahre später trommelte Mick auf dem Song „You Might Need Somebody“ von Turley Richards, der kurz darauf durch die Coverversion von Randy Crawford weltberühmt wurde.
Zu Micks jüngsten Kollaborationen gehört der Song „Secrets“ von Miley Cyrus, auf dem neben seinem Drumming auch noch sein ehemaliger Bandkollege Lindsey Buckingham an der Gitarre und den Keyboards zu hören ist.
Angesprochen auf eine mögliche Fleetwood Mac Reunion, antwortete Mick Fleetwood, der seit geraumer Zeit auf Hawaii lebt, kürzlich, dass er sie nicht ausschließen würde. Man darf gespannt sein, ob die verbliebenen Mitglieder Stevie Nicks, Lindsey Buckingham und John McVie (Christine McVie starb im Jahr 2022) noch im Boot wären…
Was Mic Fleetwood aktuell so treibt, kann man auf seiner Instagram-Seite verfolgen: https://www.instagram.com/mickfleetwoodofficial
























