Der US-DJ und Produzent Diplo hat sich deutlich zur Rolle von künstlicher Intelligenz in der Musikproduktion geäußert und sorgt damit für Diskussionen.

Wesley Pentz, alias Diplo, spielt seit Jahren in der obersten Liga des US-Musikbusiness mit. Nun äußert sich der US-DJ und Produzent auf der Plattform X zum Thema künstliche Intelligenz. Seiner Meinung nach sollten alle Musiker, die KI kritisch sehen, ihre Haltung dazu überdenken. Wer sich nicht anpasst, werde langfristig Schwierigkeiten haben, in der Branche zu bestehen. Zugespitzt formuliert: Man müsse sich weiterentwickeln oder sich einen anderen Job suchen.
„Ich kann mir mit KI die beste Stimme erzeugen. […] Pass dich an oder gib auf und werde Uber-Fahrer.“
– Diplo (sinngemäß nach MusicRadar)
Diplo beschreibt, dass er KI bereits aktiv in seinem kreativen Prozess nutzt. Besonders hebt er hervor, dass sich Gesangs-Stimmen inzwischen künstlich erzeugen lassen und zwar auf einem Niveau, das für ihn in vielen Fällen einer herkömmlichen Gesangsaufnahme sogar überlegen sei. Er könne sich „die beste Stimme“ für einen Song generieren und sei dadurch weniger abhängig von Sängerinnen.
Gleichzeitig sieht er KI nicht ausschließlich als Ersatz, sondern auch als Werkzeug. Sie könne beim Songwriting helfen, Ideen liefern oder als Ausgangspunkt für Produktionen dienen. Dennoch macht seine Aussage deutlich, wie stark sich Produktionsprozesse gerade verändern.
„Man kann KI nicht aufhalten. Man muss einfach versuchen, jetzt das Beste daraus zu machen und darin richtig gut zu werden. Alles andere ist Zeitverschwendung.“
– Diplo (sinngemäß nach MusicRadar)
Seine Aussagen zeigen deutlich, wie stark sich Produktionsprozesse aktuell verändern. KI ist für Diplo nicht mehr ein Zukunftsthema, sondern bereits Teil der Gegenwart und wer sich komplett dagegenstellt, riskiert, den Anschluss zu verlieren.

























Wilhelm Schmidt sagt:
#1 - 08.05.2026 um 08:13 Uhr
Ja, man kann Musik sich über KI generieren lassen, ganze Songs, geht ganz einfach. Ist das nicht toll? Das kann jeder, der sich in kurzer Zeit etwas eingearbeitet hat. Toll! Und dann kann man das als sein eigenes kreatives Schaffenswerk ins Netz stellen und sich dafür bewundern lassen. Oder anderes ausgedrückt, Musik aus einer Sampledose mit KI-Gesang zu generieren ist in meinen konservativen Augen Selbstbetrug. Verdammt, ich bin ein alter weißer Mann, der viele Jahre Arbeit in die Erlernung verschiedener Instrumente investieren musste, damit da etwas Brauchbares rauskommt. Aber hey, wie leben aktuell in einer Zeit, in der viele alles umsonst haben wollen, ohne in sich selbst zu investieren. In einer Zeit des angegötzen Selbstbetrugs…