Endlich, es geht wieder was! Nach zwei Jahren coronabedingter Zwangspause konnte der Guitar Summit wieder seine Pforten öffnen. Seit seiner Premiere vor einigen Jahren erfreut sich diese Veranstaltung bei Ausstellern und Besucher:innen großer Beliebtheit. Dies liegt – neben dem tollen Ambiente im Mannheimer Rosengarten – natürlich an der Möglichkeit, vor Ort ausgiebig Gitarren, Bässe, Verstärker, Accessoires etc. verschiedenster Hersteller aus zahlreichen Ländern bestaunen und testen zu können. Das Spektrum der Aussteller reicht von den „big names“ des Business bis hin zu kleinen Boutique-Manufakturen aus ganz Europa. Was den Guitar Summit seit Anbeginn aber vor allem auszeichnet, ist nicht das Equipment – es sind die Menschen! Reger Austausch und unzählige Gespräche zwischen allen Beteiligten sind das eigentliche Herz des Guitar Summit. Der diesjährige Summit fand vom 09.09 bis zum 11.09. In diesem Report präsentieren wir euch die wichtigsten News zum Thema „Bass“!
Guitar Summit – History
Seit Beginn der 2000er-Jahre wuchs der Frust über etablierte Veranstaltungen, die keiner Seite mehr wirklich einen Mehrwert zu bieten schienen. Die Szene sehnte sich nach Alternativen – Möglichkeiten des Zusammenkommens und des Austausches. Dies und einige weitere Faktoren führten dazu, dass das Team der Fachzeitschrift „Gitarre & Bass“ im Jahr 2017 das Risiko wagte und den ersten Guitar Summit ins Leben rief.
Und siehe da: Schon die Premiere der Veranstaltung wurde von allen Seiten geradezu begeistertund überschwänglich angenommen: Das Summit schien exakt die Art Event zu sein, die sich alle gewünscht hatten! Ein großer Mehrwert des Guitar Summit sind die zahlreichen kostenlosen (!) Workshops zu einer breiten Auswahl an Themen.
Diese Workshops werden von Größen der Szene gehalten, sei es im Bereich Gitarre, Bass, Instrumentenbau, Recording, oder zahlreichen anderen Themen. Hier kann man als Besucher viel neues Wissen mit nach Hause nehmen sowie unter Umständen sogar seine Vorbilder treffen.
Guitar Summit – Ort
Seit der Premiere im Jahr 2017 findet der Guitar Summit im Mannheimer Rosengarten statt. Dieses lichtdurchflutete „Art Noveau“-Gebäude bietet mit seinen unterschiedlichen Etagen und den vielen Räumlichkeiten ideale Voraussetzungen. Ein enorm wichtiger Anteil der Beliebtheit des Summits ist sicher die Atmosphäre, die der Rosengarten mit seiner nicht alltäglichen Architektur verbreitet. Man fühlt sich eben nicht wie in einer typischen Messehalle. Im weitläufigen Rosengarten verbringt man gerne den ganzen Tag – oder, wie so mancher Besucher, auch schon mal das gesamte Wochenende!
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Am Platz vor dem Rosengarten sorgen Food Trucks für das leibliche Wohl. Zudem hat man die Möglichkeit, unter freiem Himmel mal ein paar Minuten auzuruhen und die gewonnenen Eindrücke wirken zu lassen.
Nun aber zu den Highlights für das „Thema Bass“:
Guitar Summit – Workshops
Zwei Stars der „New Generation“ gaben sich in Mannheim die Ehre: Kinga Glyk und Henrik Linder. Die polnische Bassistin Kinga Glyk wurde vor einigen Jahren durch ihre Präsenz in den sozialen Medien zum Star. Seitdem veröffentlicht sie regelmäßig neue Musik und tourt mit ihrer Band durch Europa.
Trotz ihrer jungen Jahre sprach Kinga in ihrem Workshop sehr reflektiert und tiefgründig über Musik und äußerte sich auch sehr kritisch zum Thema „Social Media“ – wohl wissend, dass sie diese auch für ihren Erfolg nutzt. In ihrem 45-Minuten-Slot beeindruckte Kinga mit ihrer persönlichen und musikalischen Geschichte und untermalte dies mit vielen Einlagen an ihrem Fender Jazz Bass.
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Der zweite große Name war der Schwede Henrik Linder, der sich mit der Band Dirty Loops internationale Popularität erarbeitet hat. Henrik fällt nicht nur durch sein Äußeres auf, sondern auch durch seine Signature-Bässe der Firma Mattison. In seinem Workshop spielte der Schwede einige Solostücke und beantwortete geduldig die zahlreichen Fragen der Zuschauer.
Mit viel Humor und Selbstironie lockerte Linder die Stimmung während seines Workshops immer wieder auf. Die Frage eines Zuschauers nach seinen Fähigkeiten als Backgroundsänger veranlasste den 1985 geborenen Musiker dazu, über das Mikrofon einen Videoclip auf seinem Handy abzuspielen, in welchem er betrunken in einer japanischen Karaoke-Bar gröhlt! Es waren nicht zuletzt Augenblicke wie dieser, die das Guitar Summit zu einem ganz besonderen Event werden ließen.
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Sowohl Henrik Linder wie auch Kinga Glyk gaben Masterclasses mit begrenzter Teilnehmerzahl. Für diese mussten separate Tickets erworben werden. Sämtliche „normalen“ Workshops waren im Ticketpreis inbegriffen. Weitere interessante musikalische Workshops gab es zum Beispiel mit Julia Hofer, Sascha Teuber, Remco Hendriks etc. Zum Thema „Bassbau und Setup“ gaben sich unter anderem Holger Stonjek von Sandberg und Sheldon „Mister Fan Fret“ Dingwall die Ehre.
Guitar Summit – Foto-Impressionen
Alleine die Anzahl der unterschiedlichen internationalen Bassbauer mit ihren individuellen Designs und Ansätzen war enorm beeindruckend und faszinierend. Hier sagen aber Bilder garantiert mehr als Worte – viel Spaß mit den Fotos!
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Fazit
Das Fazit zum Guitar Summit fällt einmal mehr rundum positiv aus! Egal, wen man fragt ‑ Besucher:innen oder Aussteller ‑ alle waren begeistert und vollauf zufrieden. Die hohen Besucherzahlen über das Wochenende sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache: Das Team von „Gitarre & Bass“ und deren Partner haben auch in diesem Jahr wieder einen fantastischen Job gemacht und ein tolles Event auf die Beine gestellt – Respekt und vielen Dank dafür! Der Termin für den nächsten Guitar Summit steht auch schon fest: Es wird vom 22. bis zum 24. September 2023 stattfinden!
Rainer sagt:
#1 - 13.09.2022 um 13:19 Uhr
Vielen Dank für den tollen Artikel und die Bilder. Ich war auch wieder dort und kann die positiven Eindrücke nur bestätigen. Für mich sind die abendlichen Konzerte die absoluten Highlights.