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Harley Benton Fusion-IV HSH MN PM im Test – Vielseitige Superstrat mit Premium-Features zum Sparpreis?

Mit der Fusion-IV HSH MN PM legt Harley Benton eine moderne Superstrat vor. Als Teil des großen Fusion-IV-Updates bietet sie unter anderem ein hochwertiges Babicz-Tremolo, neue Schaltungsoptionen, frische Finishes und verschiedene Pickup-Konfigurationen. Unser Testmodell setzt auf eine HSH-Bestückung mit Coil-Split und deckt damit ein breites Klangspektrum von Clean über Crunch bis High-Gain ab. Die Purple-Metallic-Version kombiniert dabei einen Nyatoh-Korpus mit geröstetem Ahornhals, 24 Edelstahlbünden, Compound-Radius und Locking-Mechaniken.

Harley Benton Fusion-IV HSH MN PM Test
Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • flexible Sounds
  • Verarbeitung
  • Bespielbarkeit
  • Preis
Contra
  • Werks-Setup
  • Split-Sounds stellenweise weniger überzeugend

Harley Benton Fusion-IV HSH MN PM – Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist die Harley Benton Fusion-IV HSH MN PM? Die Harley Benton Fusion-IV HSH MN PM ist eine moderne HSH-Superstrat aus der Fusion-Serie, die vielseitige Sounds von perligen Clean-Tönen bis hin zu druckvollen Rock- und High-Gain-Klängen abdeckt.
  • Welche Eigenschaften hat die Harley Benton Fusion-IV HSH MN PM? Die Gitarre besitzt einen Nyatoh-Korpus, einen geschraubten Hals aus geröstetem kanadischem Riegelahorn sowie ein Griffbrett aus dem gleichen Material. Hinzu kommen ein Modern-C-Halsprofil, ein Compound-Radius von 12″ bis 16″, eine 25,5″-Mensur, 24 Medium-Jumbo-Edelstahlbünde und ein Graph Tech TUSQ XL-Sattel.
  • Was bietet die Elektrik der Harley Benton Fusion-IV HSH MN PM? Die Fusion-IV HSH MN PM ist mit zwei Tesla Opus-1 Alnico-5-Gold-Cover-Humbuckern an Hals und Steg sowie einem Tesla VR-1WH M Alnico-5-Singlecoil in der Mittelposition ausgestattet. Geschaltet wird über einen Fünfweg-Pickup-Wahlschalter. Dazu stehen ein Volume- und ein Tone-Regler sowie ein Mini-Kippschalter für das Coil-Splitting der Humbucker bereit.
  • Für wen eignet sich die Harley Benton Fusion-IV HSH MN PM? Die Fusion-IV HSH MN PM eignet sich für Gitarristen, die eine preiswerte und vielseitige E-Gitarre für Rock, Pop, Funk, Fusion und moderne Lead-Sounds suchen.
  • Wie schlägt sich die Harley Benton Fusion-IV HSH MN PM im Test? Die Harley Benton Fusion-IV HSH MN PM überzeugt als vielseitige, modern ausgestattete Superstrat mit sehr guter Bespielbarkeit, starker Hardware und einem breiten Klangspektrum von clean bis zu gemäßigten High-Gain-Sounds. Kleinere Schwächen zeigen sich beim Werks-Setup und einigen dünneren Split-Sounds. Insgesamt bietet die Gitarre aber ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die Harley Benton Fusion-IV HSH MN PM und ihre Specs

Unsere Testgitarre kommt im Purple-Metallic-Hochglanz-Finish mit natürlichem Body-Binding und goldfarbener Hardware. Dank gerade einmal 3,3 kg fällt ihr Gewicht erfreulich rückenschonend aus. Der Nyatoh-Korpus wird mit einem geschraubten Hals aus geröstetem kanadischen Riegelahorn kombiniert, auf dessen Griffbrett aus dem gleichen Material 24 Medium-Jumbo-Bünde aus Edelstahl Platz finden. Für ein bequemes Spielgefühl sorgen das Modern-C-Halsprofil, der Compound-Griffbrettradius von 12″ bis 16″ sowie die 25,5″-Mensur, und der elegant verjüngte Halsfuß erleichtert das Spiel in den hohen Lagen. Zur Hardware gehören ein Babicz FCH 2-Point Special Z-Series C Full-Contact-Tremolo, staggered Jinho JN-07 Locking-Mechaniken und ein Graph Tech TUSQ XL-Sattel.

Wie behauptet sich die Harley Benton Fusion-IV bei Verarbeitung und Setup?

Mit einem Ladenpreis von 499 Euro positioniert sich unsere Kandidatin zwar im oberen Bereich des Harley-Benton-Portfolios, bietet dafür aber eine Ausstattung, die in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich ist. Hinsichtlich der Verarbeitung gibt es kaum Anlass zur Kritik: Die Bünde sind relativ gut poliert, sauber verrundet und tadellos abgerichtet. Beim Werks-Setup wäre aus meiner Sicht allerdings etwas mehr Sorgfalt wünschenswert gewesen, denn bei meinem Testmodell war die Saitenlage deutlich zu hoch eingestellt und auch die Oktavreinheit ließ noch Luft nach oben.

Fotostrecke: 8 Bilder Die Harley Benton Fusion-IV HSH MN PM ist eine moderne HSH-Superstrat…
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So wird die Harley Benton Fusion-IV HSH MN PM getestet

Für die Soundfiles spiele ich die Fusion-IV zunächst über einen 73er Fender Bassman, der durch die Faltung eines 4×12″ Celestion PreRola Greenbacks geschickt wird. Für die verzerrten Sounds verwende ich ein Walrus Audio Ages Overdrive, einen Marshall Plexi und einen Peavey 5150.

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Clean-Sounds und Pickup-Vielfalt der Harley Benton Fusion-IV HSH MN PM im Praxischeck

Unverstärkt angespielt wirkt die Harley Benton Fusion-IV HSH MN PM zunächst recht voluminös, zeigt sich aber nicht unbedingt ausgesprochen resonanzfreudig. Am Verstärker relativiert sich dieser Eindruck jedoch schnell: Eingestöpselt präsentiert sich die Gitarre deutlich lebendiger und bietet ein erstaunlich breites Spektrum an Cleansounds. 

Die Tesla-Humbucker bewegen sich leistungsmäßig im moderaten bis leicht gehobenen Bereich. Damit liefern sie mehr Schub als klassische Vintage-PAFs, bleiben aber transparenter und dynamischer als typische High-Output-Humbucker. Gleichzeitig fügen sie sich gut ins HSH-Konzept ein und harmonieren überzeugend mit dem Singlecoil. Durch die Split-Optionen stehen insgesamt neun Grundsounds zur Verfügung, von denen allerdings nicht alle gleichermaßen überzeugen. 

Clean-Pickings in den Zwischenpositionen und warme Jazz-Akkorde am Hals gelingen sehr stimmig, und auch glasige Funk-Sounds mit knackigem Attack lassen sich der Fusion-IV problemlos entlocken. Einige der gesplitteten Positionen fallen im Vergleich jedoch recht dünn aus und wirken etwas unausgewogen. 

Das Spielgefühl ist grundsätzlich angenehm und einladend. In meinem Fall musste das Werks-Setup allerdings deutlich nachjustiert werden, bevor sich das volle Potenzial der Gitarre entfalten konnte.

Audio Samples
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Clean – alle Positionen Clean – Split-Positionen Funky – Position 4 Jazzy – Halsposition

Harley Benton Fusion-IV HSH MN PM im Gain-Test: Vielseitige Sounds und starkes Babicz-Tremolo

Auch verzerrt zeigt sich die Harley Benton Fusion-IV HSH MN PM sehr breit aufgestellt. Die Tesla Opus-1-Humbucker kommen mit Low-Gain-Sounds überzeugend zurecht, liefern aber auch genügend Druck für moderne Rock-, Fusion- und Hard-Rock-Klänge. Für kompromisslosen Metal sind sie aufgrund ihres Medium-High-Outputs zwar nicht explizit ausgelegt, vor höheren Gain-Werten muss man dennoch nicht zurückschrecken. 

Das Babicz-Tremolo gehört zu den klaren Pluspunkten der Fusion-IV HSH. Es wirkt hochwertig, läuft angenehm geschmeidig und bietet eine gute Ansprache sowie eine überzeugende Stimmstabilität. Volume- und Tone-Poti erfüllen ihren Zweck, auch wenn eine höherwertige Elektrik sicherlich noch einen nuancierteren Regelweg ermöglichen würde. Insgesamt wirkt das Paket jedoch sehr stimmig und die klanglichen Resultate überraschen angesichts des Preises.

Audio Samples
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Low-Gain – Halsposition Low-Gain – Position 4, gesplittet Mid-Gain – alle Positionen, ungesplittet Dynapick – Stegposition Tone-Poti – Halsposition Lead – Steg- und Halsposition High-Gain – Stegposition
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Fazit

Mit der Harley Benton Fusion-IV HSH MN PM liefert Harley Benton eine erstaunlich gut ausgestattete und vielseitige Superstrat zu einem attraktiven Preis. Verarbeitung, Bespielbarkeit und Hardware bewegen sich auf einem sehr überzeugenden Niveau, wobei vor allem der geröstete Ahornhals, die Edelstahlbünde, die Locking-Mechaniken und das Babicz-Tremolo klare Pluspunkte markieren. 

Klanglich deckt die HSH-Bestückung ein breites Spektrum von Clean, Funk und Jazz bis hin zu Rock, Fusion und moderatem High-Gain ab – auch wenn ich sie nicht ausdrücklich als Metal-Gitarre einordnen würde. Die Tesla-Humbucker liefern ausreichend Punch, bleiben dabei aber dynamisch und transparent. Die Schaltungsoptionen sind enorm, allerdings überzeugen nicht alle Split-Sounds gleichermaßen und manche Positionen wirken etwas dünn und unausgewogen. Auch das Werks-Setup meines Testmodells hätte hinsichtlich Saitenlage und Oktavreinheit sorgfältiger ausfallen dürfen. 

Insgesamt überwiegen die Stärken jedoch deutlich: Harley Benton bietet mit der Fusion-IV HSH MN PM eine moderne, flexible und mit hochwertigen Komponenten ausgestattete E-Gitarre mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Artikelbild
Fusion-IV HSH MN PM
Für 499,00€ bei
  • Hersteller: Harley Benton
  • Modell: Fusion-IV HSH MN PM
  • Typ: Solidbody-E-Gitarre
  • Farbe: Purple Metallic High-Gloss
  • Korpus: Nyatoh
  • Hals: gerösteter kanadischer Riegelahorn, geschraubt
  • Halsprofil: Modern-C-Halsprofil
  • Griffbrett: gerösteter kanadischer Ahorn
  • Bünde: 24 Blacksmith Medium-Jumbo-Edelstahlbünde
  • Mensur: 25,5″ (648 mm)
  • Griffbrettradius: Compound-Radius 12″–16″ (305 bis 406 mm)
  • Sattelbreite: 1,65″ (42 mm)
  • Sattel: Graph Tech TUSQ XL
  • Tonabnehmer: 2 × Tesla Opus-1 Alnico-5 Gold Cover Humbucker, 1 × Tesla VR-1WH M Alnico-5 Single-Coil
  • Bedienung: 5-Wege-Schalter, 1x Volume, 1x Tone, Mini-Switch für Coil-Split
  • Hardware: Babicz FCH 2-Point Special Z-Series C Full-Contact-Tremolo, staggered Jinho JN-07 Locking-Mechaniken
  • Gewicht: 3,3 kg
  • Besaitung ab Werk: Harley Benton HQS EL .010–.046 (beschichtet)
  • Ladenpreis: 499,00 Euro

Herstellerseite: https://harleybenton.com/product/fusion-iv-hsh-mn-pm/

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