Mit der Fusion-IV HSH MN PM legt Harley Benton eine moderne Superstrat vor. Als Teil des großen Fusion-IV-Updates bietet sie unter anderem ein hochwertiges Babicz-Tremolo, neue Schaltungsoptionen, frische Finishes und verschiedene Pickup-Konfigurationen. Unser Testmodell setzt auf eine HSH-Bestückung mit Coil-Split und deckt damit ein breites Klangspektrum von Clean über Crunch bis High-Gain ab. Die Purple-Metallic-Version kombiniert dabei einen Nyatoh-Korpus mit geröstetem Ahornhals, 24 Edelstahlbünden, Compound-Radius und Locking-Mechaniken.

- flexible Sounds
- Verarbeitung
- Bespielbarkeit
- Preis
- Werks-Setup
- Split-Sounds stellenweise weniger überzeugend
Die Harley Benton Fusion-IV HSH MN PM und ihre Specs
Unsere Testgitarre kommt im Purple-Metallic-Hochglanz-Finish mit natürlichem Body-Binding und goldfarbener Hardware. Dank gerade einmal 3,3 kg fällt ihr Gewicht erfreulich rückenschonend aus. Der Nyatoh-Korpus wird mit einem geschraubten Hals aus geröstetem kanadischen Riegelahorn kombiniert, auf dessen Griffbrett aus dem gleichen Material 24 Medium-Jumbo-Bünde aus Edelstahl Platz finden. Für ein bequemes Spielgefühl sorgen das Modern-C-Halsprofil, der Compound-Griffbrettradius von 12″ bis 16″ sowie die 25,5″-Mensur, und der elegant verjüngte Halsfuß erleichtert das Spiel in den hohen Lagen. Zur Hardware gehören ein Babicz FCH 2-Point Special Z-Series C Full-Contact-Tremolo, staggered Jinho JN-07 Locking-Mechaniken und ein Graph Tech TUSQ XL-Sattel.
Wie behauptet sich die Harley Benton Fusion-IV bei Verarbeitung und Setup?
Mit einem Ladenpreis von 499 Euro positioniert sich unsere Kandidatin zwar im oberen Bereich des Harley-Benton-Portfolios, bietet dafür aber eine Ausstattung, die in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich ist. Hinsichtlich der Verarbeitung gibt es kaum Anlass zur Kritik: Die Bünde sind relativ gut poliert, sauber verrundet und tadellos abgerichtet. Beim Werks-Setup wäre aus meiner Sicht allerdings etwas mehr Sorgfalt wünschenswert gewesen, denn bei meinem Testmodell war die Saitenlage deutlich zu hoch eingestellt und auch die Oktavreinheit ließ noch Luft nach oben.



