Mit der Gibson Les Paul Custom Long Scale in Ebony fertigt der Hersteller aus Nashville erstmals seine berühmte Les Paul Custom auch mit einer Mensur von 25,5″. Das dürfte keinesfalls nur Fender-Liebhaber ansprechen, sondern auch Freunde tieferer Stimmungen. Ein spannender Ansatz, den man direkt in die Hand nehmen möchte …

Ein kleines Detail und die Macht der Gewohnheit
Geschmack und Gewohnheit tragen dazu bei, wie zu Hause man sich auf einer Gitarre fühlt. Wir alle kennen die typische Gibson-Mensur von 24,75 Zoll, die in der Länge immerhin rund zwei Zentimeter kürzer ausfällt als die der meisten Produkte von Fender. Allerdings sind eben auch das Halsprofil und die sonstige Konstruktion des Instruments wesentliche Faktoren, die einen Musiker zu seiner Wunschgitarre führen. Entsprechend ist es durchaus legitim, dass Gibson mit der Les Paul Custom Long Scale hier eine Kombination beider Welten wagt. Tatsächlich hat man bereits in der Vergangenheit mit den Serien RD, M-III und Nighthawk mit längeren Mensuren experimentiert, nie jedoch mit einer Les Paul. Geschmack hin oder her – einen echten Vorteil gibt es tatsächlich: Wer tiefere Stimmungen bevorzugt, profitiert von der höheren Saitenspannung der längeren Mensur.

Konstruktion
Die Les Paul Custom Long Scale entsteht in Serienfertigung als Teil der Modern Collection. Die E-Gitarre setzt auf einen gewichtsreduzierten Mahagonikorpus mit neun Hohlkammern und einer Ahorndecke mit oberem Binding. Der eingeleimte Mahagonihals mit Modern-C-Profil ist mit einem eingefassten Ebenholzgriffbrett im 12″-Radius versehen. Hier finden sich wiederum 22 Medium-Jumbobünde und Block-Inlays aus Perlmutt – also klassisch Les Paul Custom. Das gilt auch für die Kopfplatte mit Split-Diamond-Inlay. Die Hardware ist obligatorisch vergoldet. Gibson kombiniert dabei eine ABR-1 Tune-o-matic-Bridge mit Stop-Bar-Tailpiece sowie Grover-Rotomatic-Mechaniken.
Elektronik
Die Elektronik ist ebenfalls klassisch bewährt. Zum Einsatz kommen zwei hauseigene passive Humbucker: der 498T am Steg und der 490R in der Halsposition – beide mit vergoldeten Kappen versehen, die einen eleganten Kontrast zur schwarzen Hochglanz-Nitrolackierung darstellen. Sie sind handverdrahtet und werden über einen Switchcraft-3-Wege-Toggle-Schalter angewählt. Hinzu kommen je ein Lautstärke- und Tonregler pro Tonabnehmer mit CTS-Potentiometernund schwarzen Speed-Knöpfen. Split-Funktionen sind hingegen nicht vorgesehen.

Was kostet die Gibson Les Paul Custom Long Scale?
Die Gibson Les Paul Custom Long Scale ist ab sofort im Musikhaus Thomann zu haben. Da das Instrument aus der hochwertigsten Serienfertigung des Herstellers stammt, erklärt sich der Preis von 5.699 Euro inklusive des passenden Koffers, der eigens auf die größere Länge der Gitarre abgestimmt ist. Das Instrument ist aktuell nur für Rechtshänder erhältlich und dürfte sich an alle Les-Paul-Fans wenden, die gerne mit tieferen Stimmungen arbeiten oder mit der längeren Fender-Mensur aufgewachsen sind. Äußerlich ein absoluter Klassiker, der im Detail mit einem bemerkenswerten Extra daherkommt.
Weitere Informationen unter: https://www.gibson.com/de-eu/products/gibson-custom-les-paul-custom-long-scale-ebony

























Ingo sagt:
#1 - 03.07.2026 um 20:40 Uhr
Ehrlich gesagt bin ich froh ab und zu mal wieder eine meiner LesPauls in die Hand zu nehmen und meinen Fingern etwas Entspannung zu gönnen. Von daher nicht mein Ding aber es gibt bestimmt Einige, die daran interessiert sind aber die Wohl die aufzubietenden Geldnoten abschreckt. Eine Bariton wäre schon eher was cooles, wenn auch wohl eher im Moment noch ein Nischenprodukt aber stark im Kommen. Zumindest versucht man es bei Gibson mit Innovation und nicht mit Klagen, neue Kunden zu gewinnen.