Bei manch einer Entscheidung bereut selbst ein Rockstar, auf den Rat von jemand anderem gehört zu haben. Mick Jagger bereut bis heute: Er hat Elvis Presley nie persönlich kennengelernt und das nur wegen eines Ratschlags von John Lennon.

In dem Podcast „Conan O’Brien Needs a Friend“ sprach der Rolling-Stones-Frontmann offen über die verpasste Möglichkeit Elvis Presley persönlich kennen zu lernen. Lennon habe ihm wohl damals geraten, seine musikalischen Vorbilder lieber nicht persönlich zu treffen. „John sagte zu mir: „Du solltest deine Helden niemals treffen.“ Also habe ich genau das getan“, erinnerte sich Jagger. Heute sieht er das anders: „Das war wirklich dumm von mir. Ich hätte Elvis sehr gerne kennengelernt.“
John Lennons Entscheidung beruhte auf seiner Erfahrung
Lennons Rat kam dabei nicht von ungefähr. Die Beatles hatten Elvis 1965 während ihrer US-Tour in dessen Villa in Bel Air besucht. Später erzählte John Lennon Mick Jagger mehrfach, dass ihn das Treffen eher enttäuscht habe. Offenbar entsprach Presley nicht mehr dem Bild, das sich der Beatle zuvor von seinem Idol gemacht hatte.
Genau davor hatte auch Jagger Angst. „Ich wollte meinen Elvis für mich behalten“, erklärte er im Podcast. Er wollte nicht riskieren, dass seine Vorstellung der Rock-‘n’-Roll-Legende durch eine persönliche Begegnung zerstört wird. Im Rückblick glaubt der Sänger jedoch, sich damit selbst um einen besonderen Moment gebracht zu haben.
Ganz so ernüchternd, wie Lennon es schilderte, verlief das Treffen der Beatles mit Elvis übrigens wohl nicht. Zwar soll die Stimmung anfangs etwas verhalten gewesen sein, doch als Presley schließlich Gitarren hervorholte und gemeinsam mit den Beatles spielte, taute die Runde auf. Für Mick Jagger bleibt dennoch die Erkenntnis: Den Rat seines Freundes würde er heute wohl nicht noch einmal befolgen.























