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Paul McCartney über Bob-Dylan-Konzert: “Ich konnte manchmal nicht mal erkennen, welchen Song er spielt”

Paul McCartney zeigte schon öfters seine Bewunderung und Respekt für die Folk-Ikone Bob Dylan. Dennoch müsste der ehemalige Beatle zugeben, dass Dylans Liveauftritte manchmal zu wünschen übriglassen. In einem Gespräch im Podcast ‘The Rest Is Entertainment’ sprach McCartney offen darüber, dass ihn manche Dylan-Konzerte eher enttäuscht zurückließen.

© WIkimedia Commons: Raphael Pour-Hashemi / Alberto Cabello 

“Ich war auf ein paar Konzerten von Bob und konnte teilweise nicht erkennen, welchen Song er gerade spielt“, erklärte McCartney. „Das ist dann vielleicht doch etwas zu viel. Ich meine, ich kenne seine Songs. Ich verstehe ja, wenn er keine Lust mehr hat, Mr. Tambourine Man zu spielen, vielleicht hat er den Song einfach satt. Aber ich würde ihn trotzdem gern hören. Ich habe schließlich bezahlt.”

Bob Dylan, der mittlerweile 84 Jahre alt ist, tourt nach wie vor pausenlos in der ganzen Welt. Während zahlreiche Fans seine Konzerte voller Begeisterung besuchen, zeigen sich auch viele Stimmen enttäuscht. In den vergangenen Jahren wurde oft kritisiert, dass Dylan zu monoton singe und kaum mit dem Publikum interagiere. Dazu spielt Dylan häufig neue Interpretationen seiner Klassiker oder ignoriert sie vollkommen, was entsprechend zu Enttäuschung bei den Fans führt.

McCartney scheint diese Kritik in manchen Aspekten zu teilen. In dem Podcast-Gespräch bei ‘The Rest Is Entertainment‘ deutete er an, Dylan könne sich etwas mehr Gedanken über die Aufmachung seiner Konzerte machen. Insbesondere betont er, dass man als Musiker oder Musikerin auch die Erwartungen des Publikums beachten müsse.

“Wenn man auf die Bühne geht, muss man sich fragen: Was will ich eigentlich erreichen? Ich weiß meistens ziemlich genau, wer in meinem Publikum sitzt. Da sind Großeltern in meinem Alter, deren Kinder und inzwischen sogar deren Kinder. Das ist ein breites Publikum. Die Leute haben viel Geld bezahlt und sind nicht unbedingt reich. Warum sollte ich ihnen also nicht das geben, was sie hören wollen?”

Trotzdem, so McCartney, spiele er auch gelegentlich Stücke, die eher ihm und seiner Band Spaß machen als dem Publikum: “Wir bauen manchmal Songs ein, die die Leute vielleicht nicht unbedingt mögen, aber wir lieben es, sie zu spielen. Dann schaut sich die Band gegenseitig an und denkt: ‚Ja, genau der Song! Den lieben wir!‘”

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Im weiteren Interview betont Paul McCartney die verbindende Kraft von Live-Musik. Insbesondere in politisch angespannten Zeiten könne Musik dabei helfen, Streit und Differenzen beiseite zu legen, indem man beispielsweise gemeinsam singt oder tanzt.

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