Plektrum Gitarre ᐅ So findest du das beste Plektrum für dich!

Plektren gibt es wie Sand am Meer – alle Formen, Farben, Größen und Geschmacksrichtungen sind vertreten, und dabei fällt es gerade Anfängern oft schwer, für ihren Sound und Spielweise das adäquate Plättchen zu finden. Soviel sei gleich zu Beginn gesagt: Welches Plektrum man wählt, hat weniger mit dem Musikstil zu tun als mit der persönlichen Spieltechnik und dem gewünschten Sound-Ergebnis. Darum möchte ich euch hier einige Anregungen mit auf den Weg geben, die euch die Wahl des richtigen Picks möglicherweise erleichtern werden.

Plektrum Gitarre ᐅ Welches Plektrum ist das Beste für dich?
Quick-Guide
  • Allround & Anfänger: 0,73 bis 0,88 mm (Nylon oder Tortex)
  • Viel Strumming (Akustikgitarre): dünn bis mittel
  • Rock, Blues & Solospiel: ab ca. 1,0 mm
  • Mehr Präzision & Speed: kleinere, spitzere Plektren
  • Rutschprobleme: matte oder strukturierte Oberfläche wählen

Beeinflusst das Plektrum wirklich den Klang?

Neben den spieltechnischen Aspekten hat das Plektrum einen deutlich größeren Einfluss auf den Sound, als viele Anfänger zunächst vermuten. Ein dickeres oder härteres Plektrum erzeugt mehr Attack, sorgt für klar definierte Einzeltöne und kann insgesamt zu einer höheren Lautstärke beitragen. Dünnere Plektren hingegen ermöglichen weichere Anschläge, lassen den Ton weniger präzise erscheinen und verleihen Akkorden häufig einen eher „schimmernden“ Charakter. Da der Klang jedoch stark von der Handhaltung und dem horizontalen und vertikalen Winkel der Anschlagshand abhängt, lassen sich keine allgemeingültigen Empfehlungen aussprechen. Dennoch gibt es grundlegende Ansätze, die bei der Suche nach dem persönlich passenden Plektrum Orientierung bieten können.

Welche Plektrumstärke passt zu meiner Spielweise?

Die passende Plektrumstärke hängt stark von der eigenen Spielweise, dem verwendeten Instrument und dem bevorzugten Musikstil ab. Für Einsteiger empfiehlt sich meist eine mittlere Stärke zwischen etwa 0,73 mm und 0,89 mm. Von diesem Ausgangspunkt aus kann man sich anschließend schrittweise in beide Richtungen – dünner oder dicker – vorarbeiten, bis die richtige Balance zwischen Spielkomfort und Klang gefunden ist. Auch für Spieler, die überwiegend Strumming auf der Stahlsaitengitarre betreiben oder einen vielseitigen Allrounder suchen, ist dieser Stärkebereich eine sehr gute Wahl. Wer hingegen Rock oder Metal spielt oder Wert auf präzises Solospiel legt, greift in der Regel besser zu dickeren Plektren im Bereich von etwa 1 mm bis 1,5 mm.

Für wen eignen sich dünne Plektren?

Dünne oder extra dünne Plektren besitzen Stärken, die teilweise unter 0,45 mm liegen und bis etwa 0,70 mm gehen. Diese Typen haben einen sehr verhaltenen Sound und der Anschlag ist weniger wahrzunehmen. Für Spieler, die selten Wechselschlag spielen und eher Legato-Sounds bevorzugen, könnten diese die richtige Wahl sein. Alternate-Picker werden sich hier schwertun, da diese Art von Plektren den Attack der Anschlagshand nicht so direkt abbilden. Das lässt sich mit einem Bleistift vergleichen, dessen Mine aus Gummi besteht: Präzise Linien wären kaum möglich. Daher wird für manche Spielweise eine Mindeststärke erforderlich sein, die die Kraft direkter und unmittelbarer überträgt. 

Für wen eignen sich dicke Plektren?

Ab 0,90 mm kann man von Heavy bis später hin zu Extra Heavy sprechen. Viele E-Gitarristen schwören auf stärkere Plektren, weil sie einen sehr definierten Anschlag ermöglichen. Auch wenn manche Picks gerne mit Jazz in Verbindung gebracht werden, wie das berühmte Jazz III von Jim Dunlop, so findet man diese Plektren mindestens genauso stark im Hard-and-Heavy-Bereich, also generell in Stilrichtungen, in denen ein präziser Anschlag obligat ist. 

Hier eine exemplarische Übersicht, welche namhaften Gitarristen welche Stärken spielen:

  • 0,92 mm: Steve Morse, Albert Lee
  • 1,00 mm: Mike Stern, Paul Gilbert, Steve Vai, John Scofield
  • 1,38 mm: (Jim Dunlop Jazz III) Eric Johnson, John Petrucci (anfangs), Joe Bonamassa
  • 1,50 mm: John Petrucci, Yngwie Malmsteen, Steve Lukather
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Was sind die besten Plektren für Steelstring-Gitarren?

Beim Strumming auf der Stahlsaitengitarre werden dicke Plektren eher selten verwendet, da das Anschlagsgeräusch des Materials stärker hervortritt und der Klang dadurch insgesamt härter wirken kann. Zwar greifen viele beim Strumming zu dünneren Plektren – mit einem weichen Anschlag können jedoch auch dicke Picks überraschend gut funktionieren. Besonders beim Crosspicking oder bei typischen Country-Licks auf der Steelstring greifen viele Spieler gezielt zu Heavy-Plektren.

Für klassische Akkordbegleitungen setzen zahlreiche Gitarristen – etwa Peter Weihe – hingegen auf mittelstarke Plektren wie das Dunlop Nylon in 0,73 mm oder das Clayton Ultem mit 0,72 mm beziehungsweise leicht darunter.

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Was tun, wenn Plektren leicht aus der Hand rutschen?

Diese Frage lässt sich nur schwer pauschal beantworten, da sie stark vom individuellen Grip und auch vom Handschweiß abhängt. Manche Materialien funktionieren je nach Person völlig unterschiedlich. Wer hier regelmäßig Probleme hat, sollte zu Plektren mit matter oder strukturierter Oberfläche greifen. Auch gelochte Modelle oder Varianten mit Gummibeschichtung können zusätzlichen Halt bieten.

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Wie wirkt sich die Größe des Plektrums auf den Sound aus? 

Die Größe eines Plektrums wirkt sich weniger direkt auf den Klang aus als etwa seine Dicke, das Material oder die Form der Spitze. Dennoch hat sie einen indirekten Einfluss, da sie bestimmt, wie kontrolliert und präzise die Saite angeschlagen wird – und genau das prägt letztlich auch den Sound. Welche Größe man bevorzugt, ist dabei stark von der individuellen Anatomie abhängig. Die am meisten verbreitete Form ist sicherlich das Teardrop-Plektrum wie z. B. dieses von Fender in einer schmalen Ausführung, das man beispielsweise bei Steve Lukather oder Scofield antrifft. Aber auch Varianten mit größerer “Tropfenbreite”, wie z. B. diese Dunlop-Picks stehen zur Wahl. Dreiecks- bzw. Triangularformen oder gänzlich asymmetrische Modelle wird man ebenfalls antreffen, und auch wenn sie unter Promis etwas untervertreten sind, lohnt das Antesten allemal.

Welches Material klingt am besten?

Beim Plektrum-Material lässt sich kaum von „besser“ oder „schlechter“ sprechen, sondern eher von unterschiedlichen Klangeigenschaften: Nylon klingt warm und weich, Tortex bzw. Delrin ausgewogen, während Ultex bzw. Ultem eher brillant und klar wirkt. 

Historisch gesehen bestanden frühe Plektren in verschiedenen Kulturen aus Federkielen – einem Material, das etwa Oud-Spieler bis heute wegen seines charakteristischen Sounds schätzen. Später setzte sich das Schildpatt der Karettschildkröte durch, das jedoch seit 1973 aus Artenschutzgründen verboten ist. Als Ersatz gewann Celluloseacetat große Bedeutung in der Plektrumherstellung. Zwar entwickelte Jim Dunlop später Nylonplektren, doch die Suche nach einer langlebigen, legalen Alternative mit ähnlichen Spieleigenschaften wie Schildpatt führte zur Verwendung von Polyacetal (Delrin), einem Material des Herstellers DuPont. Wegen ihrer Ähnlichkeit mit den historischen Vorbildern erhielten Dunlops Plektren den Namen „Tortex“. Heute existiert eine große Vielfalt weiterer Materialien, die jeweils eigene Klangcharaktere mitbringen, darunter kohlefaserverstärkte Kunststoffe sowie natürliche Materialien wie Holz, Stein, Leder, Metall oder Filz.

Form, Material und Stärke variieren je nach Hersteller – ein Grund, warum sich das Ausprobieren verschiedener Plektren lohnt.
Form, Material und Stärke variieren je nach Hersteller – ein Grund, warum sich das Ausprobieren verschiedener Plektren lohnt.

Welche Form ist die richtige?

Ebenfalls entscheidend für Sound und Spiel ist es, ob die Plektren am Tip eher stumpf oder spitz zulaufen. Spitze Tips sorgen oft für einen schnelleren Anschlag, da die Spitze rasanter zurückschnellt. Allerdings verschleißen diese Tips auch schneller und generieren einen etwas höhenreicheren, dünneren und eben “spitzeren” Sound. Breitere Tips nutzen sich langsamer ab, liefern einen dickeren, dunkleren Ton, verlangen von der Anschlagshand aber auch minimal mehr Kraft und Präzision. Pat Metheny benutzt z. B. die Breitseite des Plektrums, wodurch er eine wesentlich rundere Auftrittsfläche erhält und der Sound voller wird. Brian May hingegen nimmt eine alte Sixpence-Münze, die eine geriffelte Seite besitzt. 

Viele Eigenschaften lassen sich bewusst ausgleichen: Klingt eine breite Spitze zu dunkel, kann ein hell klingendes Material wie Ultex den Sound wieder ausbalancieren. Oder umgekehrt: Wenn euch die Jazz III Picks zu spitz klingen, greift zu einem Plektrum mit identischer Größe, aber wärmer klingendem Material, usw. 

Gibt es Universal-Plektren für verschiedene Gitarrentypen und Musikstile?

Wenn ihr mit einem Plektrum möglichst viele Einsatzbereiche abdecken möchtet, empfiehlt es sich, zu einer mittleren Stärke zwischen etwa 0,9 und 1 mm zu greifen. Aber: Niemand sagt, dass ihr euch auf ein einziges Plektrum festlegen müsst. Viele Gitarristen wechseln ihr Pick bewusst je nach Instrument oder Stilrichtung – etwa zwischen Nylonsaiten- und Stahlsaitengitarre oder je nachdem, ob gerade Blues-, Rock- oder Metal-Sounds gefragt sind. Ich benutze z. B. Jim Dunlop Nylon 0,73 mm für die Westerngitarre, Planet Waves Black Ice 1,5 mm für Jazzgitarren und Planet Waves Black Ice 1,1 mm für alles andere.

0,88 mm Stärke: Dieses Dunlop-Plektrum bietet eine ausgewogene Balance zwischen Flexibilität und Kontrolle.
0,88 mm Stärke: Dieses Dunlop-Plektrum bietet eine ausgewogene Balance zwischen Flexibilität und Kontrolle.

Gibt es Plektrum-Sets mit unterschiedlichen Gitarrenpicks zum Testen?

Ja, die gibt es. Und da die Auswahl an Plektren riesig und besonders für Einsteiger oftmals unüberschaubar ist, bieten sich Sets mit unterschiedlichen Stärken sogar absolut an, so dass ihr in aller Ruhe ausprobieren und das für euch passende Plektrum finden könnt. 

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Fazit: Das richtige Plektrum finden

Das perfekte Plektrum gibt es nicht – wohl aber das passende für eure Spielweise. Startet am besten mit einer mittleren Stärke, testet verschiedene Materialien und achtet darauf, wie sich Anschlag und Kontrolle anfühlen. Oft entscheidet nicht nur der Musikstil, sondern vielmehr das persönliche Spielgefühl und der gewünschte Sound.

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