Mit der Soundboks Rider soll ballerstarker Soundboks-Sound ins bisher kompakteste Format des Herstellers kommen. Robust konstruiert mit bis zu 35 Stunden Laufzeit, 118 dB laut sowie gegen Staub und Spritzwasser geschützt, versteht sich. Doch welche Kompromisse muss man bei der neuen Soundboks eingehen? Und hat sie das Zeug dazu, die neue Outdoor-Lieblingsbox für Park und Spontanparty zu sein? Wir verraten es euch in diesem Test.

- Soundboks Rider – das Wichtigste in Kürze
- Was ist im Lieferumfang und wie ist der erste Eindruck?
- Anschlüsse und 360-Grad-Check
- Wie groß ist die Soundboks Rider und was wiegt sie?
- Welcher Akku ist dabei, wie lange sind die Ladezeiten und sind die Soundboks-Wechselakkus/Batterien kompatibel?
- Soundboks Rider im Praxischeck
- Welche Funktionen bietet die Soundboks Companion App?
- Welche Presets und Klangoptionen bietet die Soundboks Rider und wie klingen diese?
- Bediensperre via Pin-Code
- Hat die Soundboks Rider einen Team Up-Modus, SKAA Bond oder Cluster Mode?
- Was gibt es über den Aux-In zu berichten?
- Welche Zielgruppe spricht die Soundboks Rider an?
- Mit der Soundboks unterwegs
- Was fehlt mir bei der Soundboks Rider?
- Soundboks Rider – mögliche Alternativen
- Fazit zum Soundboks Rider Test
- SOUNDBOKS Rider Spezifikation
- Website des Herstellers Soundboks
Soundboks Rider – das Wichtigste in Kürze
- kompakt und vergleichsweise leicht
- hoher Spaßfaktor und guter Sound
- lange Akkulaufzeit
- robuste, professionelle Verarbeitung mit IP66-Zertifizierung
- austauschbarer Akku mit USB-C-Port für mobile Endgeräte
- Ladestandsanzeige am Akku
- nützliche Smartphone App verfügbar
- nur Miniklinken-Eingang
- weder Team-Up-Mode noch Boxen-Stativflansch
- Preis
Was ist im Lieferumfang und wie ist der erste Eindruck?
Soundboks Rider kommt mit einem Akku und USB-Kabel ins Haus, dazu gibt es ein paar Beipackzettel wie Sicherheitshinweise. Dank stattlichem Handgriff ist das Gerät schnell aus seiner schlichten Umverpackung auf den Tisch verfrachtet und wird einem 360-Grad-Check unterzogen.



Wie ihre Geschwistermodelle ist die Bluetooth-Box ausgesprochen robust verarbeitet und reiht sich perfekt in das Soundboks-Line-Up ein. Im Gegensatz zu manchem Konkurrenten aus der Consumer-Sparte verzichtet Soundboks auf integriertes Licht oder ähnliches Bling-Bling, sondern setzt auf toughes Boxendesign mit prägnantem Markenschriftzug.
Aufgrund des kompakten Formfaktors wirkt die Soundboks Rider auf mich noch ein wenig bulliger und robuster als die SB4. Hier trifft ein solides Kunststoffchassis mit stoßgedämpften Frontgrill auf große Kugelecken, die als Aufprallschutz und Standfüße dienen. Kein Problem also, wenn einem die Box mal umkippt – sie landet weich dank des Silikonkautschuk und wenn der Boden feucht ist, macht das auch nichts.



Anschlüsse und 360-Grad-Check
Vorn werden die beiden integrierten Lautsprecher von einem Waben-Lochblech aus Stahl und Vibrations- und Stoßfängern aus Memory-Foam geschützt. Wer genau hinschaut, entdeckt in den acht Kugelecken je eine Inbusschraube, was für den Frontgrill bedeutet, dass man diesen abnehmen kann, um ihn bei Bedarf mit einem eigenen Design zu lackieren – möglicherweise gibt es im Laufe der Zeit auch „Ersatzteile“ in anderen Farben oder Kooperationen. Im Gegensatz zu den Geschwistermodellen besitzt die Rider keinen Bassreflexport mehr, und es gibt noch weitere Unterschiede, wie wir im Verlauf dieses Artikels sehen werden.

Das Akkufach für die austauschbare Batterie befindet sich wie bei der größeren SB-Mix an der Hinterseite des Lautsprechers. Kabel lösen, an der Schlaufe ziehen und schon könnt ihr einen potenziellen Ersatzakku reinpacken.


Auf der rechten Seite finden sich der Einschaltknopf, der griffige große Lautstärkeregler und ein Miniklinken-Input. An der Unterseite ist lediglich ein Innengewinde auszumachen, wo ihr Zubehör wie den Tragegurt „The Strap 2.0“ festmachen könntet. Die Aussparung ist aber zu klein für Standard-Boxenstative. Schade.

Wir hatten es schon bei der Soundbox Mix gesehen, dass der Hersteller zum Anschluss externer Geräte lediglich einen Miniklinken-Eingang serviert, aber auf Profi-Schnittstellen wie XLR oder Standardklinke verzichtet. Das schränkt die Anwendungsgebiete naturgemäß ein. Hier bieten Konkurrenten mehr. Workaround: Ihr schaltet einen Mixer dazwischen. Auch diese gibt es ja mittlerweile batteriebetrieben, aber eigentlich ist das nicht das Konzept der Rider.
Wie groß ist die Soundboks Rider und was wiegt sie?
Die Soundboks Rider wiegt mit 6,5 kg gut 3 Kilo weniger als die Mix und 10 kg weniger als die SB4. Sie misst transportable 35 × 24 × 20 cm, und mit dem passenden Tragegurt sind auch längere Strecken kein Problem, ohne „lange Arme“ zu bekommen. Für kurze Wege reicht auch der Tragegriff. Und sie passt sogar auf den Gepäckträger eines Fahrrades und in einen (gut befestigten) Fahrradkorb.


Welche Lautsprecher sind verbaut und wie laut ist die Soundboks Rider?
Soundboks Rider setzt auf zwei „intelligente“ Class-D-Verstärker mit 72 Watt RMS für den 8-Zoll-Woofer und den 1-Zoll-Tweeter. Der Hersteller attestiert der Box bis zu 118 dB maximalen Schalldruckpegel und sie arbeitet im Frequenzbereich von 40–20000 Hz. Zum Vergleich: Die Soundboks 4 (2 x 10 Zoll, 1 x 1 Zoll) nennt 126 dB SPL und 3 x 72 Watt und die Soundboks Mix (1 x 10 Zoll, 1 x 1,2 Zoll) liegt bei 2 x 72 Watt RMS und 121 dB.

Welcher Akku ist dabei, wie lange sind die Ladezeiten und sind die Soundboks-Wechselakkus/Batterien kompatibel?
Im Lieferumfang der Soundboks Rider befindet sich die Batteryboks 4, ein 99,84 Wh/7.8 Ah Lithium-Eisen-Akku mit dem Anspruch „Militärqualität“. Der Akku lässt sich über ein USB-C-PD-kompatibles Netzteil mit 65 W innerhalb von zwei Stunden komplett laden, was auch beim Abspielen von Musik klappt.

Die integrierte 5-stufige LED-Statusanzeige verrät euch den aktuellen Akkustand. Eine Besonderheit hat auch hier der Akku zu bieten, denn er punktet mit einem integriertem USB-C-Anschluss (10 W USB PD, 5 V, 2 A). So könnt ihr den Akku oder euren Zweitakku auch zum Laden von mobilen Endgeräten nutzen. Ein Zusatzakku, den man auch für den Rest der aktuellen Soundboks-Flotte und ältere Geräte wie SB3 und SBGo nutzen kann, kostet 159,- Euro.

























