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Test: Soran Dual Stomp Lite – Was taugt ein Multi-Effekt für unter 100 Euro?

Das Soran Dual Stomp Lite ist ein Multi-Effektgerät mit Amp-Modeling in kompaktem Format, das für sage und schreibe knapp 90 Euro im Handel angeboten wird. Konzipiert ist das Gerät für den Einsatz mit Gitarre oder Bass. Es stehen 25 Gitarren-Amps und 5 Bass-Amps zur Wahl, NAM- und IR-File-Import, 125 Effekte plus Drum-Machine und ein Looper. Ein gut ausgestatteter und günstiger Sparringspartner zum Üben und auf Reisen, oder taugt der Kleine sogar zu mehr? Dieser Test soll es herausfinden. 

Unser Fazit:
3,5 / 5
Pro
  • günstiger Preis
  • Ausstattung mit Looper und Drumpattern
  • NAM- und IR-Files können geladen werden
  • editieren über Stomp-App
Contra
  • Klangqualität der Amp-Modelle und Effekte wenig überzeugend
  • Feedback (Pfeifen) bei hohen Gain- und Volume-Settings

Soran Dual Stomp Lite – Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist das Soran Dual Stomp Lite? Das Soran Dual Stomp Lite ist ein kompaktes Multi-Effektgerät mit Amp- und Cab-Modeling für Gitarre und Bass. Bedient wird das Pedal über zwei Fußschalter, ein 2″-Farbdisplay, einen Edit-Regler und diverse Taster. 
  • Wer ist Soran? Den chinesischen Hersteller gibt es seit 2024 und seine Produkte sind seit 2025 auch in Europa auf dem Markt. Soran hat sich auf die Fertigung von günstigen Gitarren, (Multi-)Effektgeräten und Amps spezialisiert. 
  • Wie viele Presets können im Soran Dual Stomp Lite gespeichert werden? Das Gerät hat 99 Speicherplätze, die über den Edit-Regler oder die Fußschalter angewählt werden.
  • Wie viele Effektmodule können gleichzeitig genutzt werden? Die Effektkette bietet 10 Module, darunter Amps, Cabs, Drums, Looper, Gate und fünf verschiedene Effekt-Kategorien.
  • Welche Features hat das Soran Dual Stomp Lite außer Amp-Modellen und Effekten? Es gibt einen 40-Sekunden Stereo-Looper, 100 Drum-Patterns sowie Audio-Interface-Funktion über USB-C.  
  • Gibt es für das Soran Dual Stomp Lite ein Editor Programm? Ja. Es gibt die Stomp-Manager-App für mobile Endgeräte, die über Bluetooth mit dem Gerät kommuniziert, und einen Editor für Mac/PC über USB-C.
  • Funktioniert das Soran Dual Stomp Lite auch ohne Netzstrom? Das Dual Stomp Lite hat einen internen Lithium-Akku, mit dem man das Gerät laut Hersteller bis zu sechs Stunden mobil betreiben kann. 
  • Das sagt der Test: Das Soran Dual Stomp Lite eignet sich besonders zum (mobilen) Üben. Die Ausstattung mit Amp-Modellen, Effekten, Looper, Drum-Grooves und integriertem Akku ist gut, klanglich reicht es jedoch nicht an höherwertige Effektgeräte heran.

Was sind die besonderen Eigenschaften des Soran Dual Stomp Lite?

Das Soran Dual Stomp Lite punktet zuallererst mit seinem Preis von rund 90 Euro (Oktober 2026) und einer recht ordentlichen Ausstattung, ohne mit Amps und Effekten überfrachtet zu sein. Dazu ist das Gerät wie viele andere mit diversen Extras wie Looper und Drums bestückt. Die Möglichkeit, NAM-Files und Drittanbieter-IR-Files zu importieren, macht es zu einem etwas offeneren System. Und nicht zuletzt erleichtern Editorprogramme für Smartphone, Tablet und Computer den Zugriff. 

Welche Anschlussmöglichkeiten hat das Soran Dual Stomp Lite? 

Das Gerät hat einen Eingang und zwei Stereoausgänge im 6,3-mm-Klinkenformat und den Phones-Out in 3,5 mm. Ebenfalls in 3,5 mm steht ein Aux-In für externe Zuspieler bereit. Die Verbindung zum Computer bewerkstelligt ein USB-C-Anschluss, über den auch der interne Akku geladen wird. 

Wie lassen sich Sounds am Gerät und mit der App einstellen?

Die direkte Anwahl der einzelnen Effektmodule über die kleinen Taster erlaubt einen schnellen Zugriff dort, wo man am Sound schrauben möchte. Alles Weitere geschieht dann per Edit-Encoder. So gelingen schnelle Änderungen auch ohne App direkt am Gerät.

Mit einem mobilen Endgerät oder dem Computer gestaltet sich das Editieren per App naturgemäß übersichtlicher. Die Verbindung über Bluetooth funktioniert erstklassig: Sobald die App geöffnet ist, verbindet sie sich automatisch mit dem Dual Stomp Lite. Zusätzliche Einstellungen benötigt es keine. 

Fotostrecke: 5 Bilder Das Soran Dual Stomp Lite präsentiert sich als äußerst preisgünstiges Multi-Effektgerät mit Amp-Modeling im kompakten Format.

Was taugen die verwendeten Bauteile?

Ich würde hier nicht von hochwertigen Bauteilen sprechen, aber Schalter, Regler und Anschlussbuchsen machen einen vertrauenserweckenden Eindruck.

Entspricht das Angebot dem Preis?

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist auf jeden Fall top, vor allem im Hinblick auf die gebotenen Features. Klanglich bewegt sich das Ganze im unteren Mittelmaß, aber immer noch über dem angebotenen Preis.

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Aufnahmen mit dem Soran Dual Stomp Lite

Ich habe das Soran Dual Stomp Lite in zwei Setups getestet, einmal mit der kompletten Signalkette inklusive Amp- und Cab-Modellen direkt ins Audio-Interface. Anschließend habe ich das Gerät vor den Röhrenamp geschaltet und seine Tauglichkeit als Pedalboard-Ersatz geprüft, wobei der Fokus auf den Effekten lag. Hier war ein Sovtek MIG-50H mit Marshall 4×12 Cab im Einsatz. Mikrofoniert wurde mit Royer R-10 und Shure SM-57.

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Mehr Informationen

Wie klingen die Amp-Modelle des Soran Dual Stomp Lite direkt ins Pult oder Audio-Interface?

Die Amp-Charaktere sind zwar erkennbar, aber es klingt alles recht flach. Für den Einsatz auf der Bühne fehlt definitiv die Durchsetzungskraft. Das Dual Stomp Lite erfüllt prinzipiell die Basics in puncto Sound-Erzeugung, aber eine mega-dynamische Ansprache sollte man nicht erwarten. Daher sollte man das Pedal eher als Werkzeug zum Üben einordnen, für Songskizzen oder zum Jammen, wenn man die klangliche Messlatte nicht allzu hoch legt. Aufgrund seiner Größe und seines Akkubetriebs gilt das auch für unterwegs. Leider fing mein Testgerät bei höheren Gain-Settings mancher High-Gain-Amps in Verbindung mit Master-Volume über 12 Uhr an zu pfeifen. Mit dem Noise-Gate lässt es sich zwar eindämmen, aber bei geringer Abhörlautstärke sollte das eigentlich nicht auftreten. 

Audio Samples
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Direct: Black Twin (Stratocaster) Direct: 2Rock J35 (Stratocaster) Direct: AC30 (Telecaster) Direct: Tweed 5F1 (Telecaster) Direct: Plexi 100 (Les Paul) Direct: PVH 61 (Les Paul)

Wie ist das Angebot und die Soundqualität der Effekte?

Die Effekte teilen sich in fünf Kategorien auf: Overdrive mit 16 Modellen, EQ mit 2 Modellen, Modulation mit 13 Modellen, Delay mit 7 Modellen und Reverb mit 6 Modellen, dazu ein Noise-Gate. 

Bei den Effektsounds sieht es ähnlich aus wie bei den Amps. Die Basis ist vorhanden, aber die Klangqualität ist nicht berauschend. Vor allem, wenn man mehrere Effekte gleichzeitig aktiviert, wird der Sound je nach Effektanteil etwas matschig und undefiniert. Hier macht sich recht deutlich der Unterschied zu Mitbewerbern im höheren Preissegment bemerkbar. Berücksichtigt man den schon erwähnten Einsatzzweck, kommt man mit dem Angebot an Amps und Effekten recht weit. Das gilt auch für unterschiedliche Stilistiken. Mir persönlich fehlt eine Tap-Tempo-Funktion oder zumindest die Möglichkeit, Effekte (z. B. Delay, Tremolo) zu einem festgelegten Tempo zu synchronisieren. Aber hier spielt der Preis wohl verständlicherweise die limitierende Rolle.

Audio Samples
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Direct: Chorus & Mod Delay (Stratocaster) Direct: Uni Vibe (Stratocaster) Direct: Vibrato, Delay, Damp Reverb (Stratocaster)

Wie klingt das Soran Dual Stomp Lite als Pedalboard-Ersatz vor dem unverzerrten Amp?

Nun müssen sich die Overdrives aus dem Soran Dual Stomp Lite als Zerrgeneratoren vor einem clean eingestellten Amp beweisen. Dafür sind Amp- und Cab-Modelle deaktiviert. Der Amp liefert zwar ein gutes Fundament, aber die Drives klingen etwas kratzig und auch ein wenig dünn. Raumeffekte und Cleansounds mit Modulation fand ich noch akzeptabel – zum Beispiel für den Einsatz im Proberaum, wenn man sich ein Zerrpedal mitnimmt und das Dual Stomp Lite für Modulation, Delay und Reverb nutzt.  

Audio Samples
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Amp Input: Red Drive (Telecaster) Amp Input: Face Fuzz (Telecaster) Amp Input: Clean – Chorus, Delay (Telecaster) Amp Input: Klone Drive & Tape Delay (Telecaster)

So klingt das Soran Dual Stomp Lite im Band-Arrangement

Zum Abschluss hört ihr das Soran Dual Stomp Lite noch im Band-Arrangement mit unterschiedlichen Sounds. Aufgenommen direkt in das Audio Interface. 

Audio Samples
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Soran Dual Stomp Lite im Band-Arrangement

Wer sind die Mitbewerber und Alternativen zum Soran Dual Stomp Lite?

Es gibt mittlerweile einige Multi-Effektpedale in der Preisklasse bis ca. 150 Euro. Als Alternative zum Dual Stomp Lite kommen zum Beispiel das Harley Benton DNAfx Git Core, das Audota AME-100 oder das Valeton GP-100 (mit Expression Pedal) in Frage.  

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Fazit 

Das Soran Dual Stomp Lite ist ein günstiges und kompaktes Multi-Effektgerät, das sich an Einsteiger richtet und beim Üben zu Hause oder unterwegs eine passable Figur macht. Das Gerät kommt im kompakten Format und lässt sich am Gerät und per App recht intuitiv bedienen. Die Ausstattung mit Amp-Modellen, Effekten, Looper und Drum-Grooves kann sich sehen lassen, wobei der eingebaute Akku auch mobiles Üben und Jammen erlaubt. Benötigt werden lediglich eine Gitarre und ein Kopfhörer. Die internen Amp- und Effekt-Sounds sind nicht unbedingt bühnen- oder probentauglich, was aber angesichts der Preisklasse nicht überrascht. 

Artikelbild
Dual Stomp Pedal Lite
Für 89,00€ bei
  • Hersteller: Soran
  • Modell: Dual Stomp Lite
  • Typ: Multi-Effektgerät
  • Ausstattung: 30 Amp-Modelle (25 Gitarre, 5 Bass), 30 Cab-Modelle (25 Gitarre, 5 Bass), 45 Effektmodelle
  • Regler: Master-Volume
  • Anschlüsse: Input, 2 × Output, Phones, Aux In, USB-C
  • Spannung: 5 V (über USB-C)
  • Akkulaufzeit: ca. 6 Stunden
  • Display: 2″ TFT
  • Speicher: 99 Presets
  • Maße: 133 × 116 × 49 mm (B × T × H)
  • Gewicht: 400 g
  • Verkaufspreis: 89,00 Euro (Oktober 2026)

Herstellerseite: https://www.soranaudio.com/

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Dr.noetigenfallz sagt:

#1 - 13.10.2026 um 14:37 Uhr

0

Ich habe das Teil gekauft und spiele es mit NAM Profilen und IRs. Damit kann man wirklich Klasse Amp-Sounds rausholen - wesentlich besser als von meinem Line6 PodGo. Aber Zall, Modulaktionen etc. sind nicht besonders. Ohne Gate rauscht es auch etwasehe als der PodGo.nAber.mit dezentem Hall, Reverb, sowie NAM und IRs klingt es absolut top. Das fehlende Tap- Tempo ist wirklich ärgerlich

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