Mit dem Two Notes Torpedo Captor X+ präsentiert der französische Hersteller den Nachfolger seiner beliebten Kombination aus Loadbox, Attenuator und digitaler Boxensimulation. Auch wenn sich äußerlich auf den ersten Blick nichts geändert hat, versprechen die inneren Werte einige neue Features und Funktionen. Hierzu gehört eine neu designte DynIR True Stereo Engine, mit der zwei Mikrofone oder IRs flexibel im Stereobild platziert werden können. Außerdem hat man dem Captor X+ einen „Virtual Load Shaper“ zur Simulation verschiedener Speaker-Impedanzkurven spendiert.

- kompakte und vielseitige Lösung zur direkten Abnahme von Röhren-Amps
- flexibles Routing und Stereo-Imaging von IRs oder virtuellen Mikrofonen
- Impedanzkurven-Simulation (Virtual Load Shaper)
- Preis-Leistungs-Verhältnis
- (keins)
Was geblieben ist – Features und Grundfunktionen des Two Notes Captor X+
Der Captor X+ sitzt wie sein Vorgänger in einem 128 × 65 × 175 mm messenden und 1180 Gramm schweren Gehäuse. Auf der Vorderseite sorgen vier Potis für die Wahl der Ausgangslautstärke (Out Level), den globalen Klangcharakter (Voice), den Anteil der Raumsimulation (Space) und die Anwahl von sechs Lieblings-Presets (Preset). Auf der Rückseite stehen zwei Klinkenbuchsen zum Verbinden des Verstärkers (Speaker In) und zum Anschluss einer Lautsprecherbox (Speaker Out) mit zweistufiger Lautstärkereduzierung (Volume) bereit.
Wer den Captor X+ ohne Box verwenden möchte, lässt die Speaker-Out-Buchse frei und fängt das Signal über zwei XLR-Outputs (Left/Right) inklusive digitaler Boxensimulation ab. Ebenfalls auf der Rückseite zu finden sind eine Mini-Klinkenbuchse zur MIDI-Einbindung (Adapter inklusive) und der USB-C-Anschluss zur Steuerung per Desktop-App (Torpedo Remote).
DynIR Engine, IR-Loader und FX-Suite – die inneren Werte des Captor X+
Auf der Software-Ebene verfügt der Captor X+ über eine virtuelle Studio-Umgebung aus (aktuell) 12 unterschiedlichen Räumen (Reverbs). In diesen können 32 vorinstallierte Cabs mit je zwei von acht zur Auswahl stehenden Mikrofonen „abgenommen“ werden (Dual-Miking). Zur weiteren Bearbeitung stehen hier neben den Reverbs auch eine EQ-Sektion, ein Enhancer, ein Double Tracker und ein Noise Gate bereit.
Wer lieber eigene IRs verwendet, ersetzt damit die hauseigenen Boxen- und Mikrofonsimulationen, kann aber trotzdem auf alle Effekte und Routing-Optionen zurückgreifen. Verwaltet werden alle Einstellungen über entsprechende Cabinet-, Preset- und IR-Manager, mit denen sich Boxensammlungen erweitern, IRs laden und Presets speichern lassen.
Was ist neu? Software-Upgrades und Routing-Optionen
Zu den wichtigsten Neuerungen der +-Version zählt die True Stereo DynIR Engine. Sie erlaubt es, zwei virtuelle Mikrofone oder Drittanbieter-IRs flexibel im Stereobild zu platzieren oder auf separate Outputs zu senden (in der vorherigen Version waren alle Stereo-Optionen auf den Twin Tracker und die Reverbs beschränkt). Außerdem kann der Captor X+ mit dem Virtual Load Shaper unterschiedliche Lautsprecher-Impedanzkurven simulieren, die sich gleichermaßen auf den Sound, die Ansprache und damit auch auf das Spielgefühl auswirken. Nach Rücksprache mit Two Notes wurde mir bestätigt, dass die beschriebenen Upgrades nicht auf den bisherigen Captor-X-Modellen installiert werden können, da sie auf einer komplett neu gestalteten Firmware-Plattform basieren.























