Der Warm Audio Reamper erweist sich im Test als durchweg sinnvolles Tool mit diversen interessanten und praxisgerechten Features. Reamping ist eine feine Sache, aber nur, wenn das dazu notwendige Equipment passt. Der Warm Audio Reamper kümmert sich genau um diesen Einsatzbereich, wobei er weit mehr ist als eine simple Reamping-Box. Dass er zusätzlich in der Lage ist, diverse Szenarien im Aufnahmebereich abzudecken, macht ihn als Multi-Tool für Recording und Mixing interessant.

- hochwertige Bauteile und Verarbeitung
- CineMag-Transformatoren auf jedem Signalweg
- verschiedene Routing- und Einsatzmöglichkeiten
- Tone-Shaping bei der Aufnahme des direkten Gitarrensignals
- Load-Funktion
- Load-Funktion nur bis 50-Watt-Amps
Was macht den Warm Audio Reamper besonders?
Der Reamper ist ein analoges Multi-Tool für Aufnahme und Reamping von Gitarren-Signalen. Er verfügt über einen internen Preamp mit CineMag-Transformatoren in jedem Signalweg (Input und Output). Zum Silent-Recording von Röhrenamps ohne Cab bietet das Gerät eine Load-Box-Funktion für Amps bis 50 Watt und einer Impedanz von 8 Ohm. Pegel können optimal angepasst werden, einerseits für das Reamping und auch beim Einsatz externer Effektpedale in der Recording-Kette. Bei der Aufnahme des direkten Gitarrensignals lässt sich die Impedanz des Signals variieren, damit der Amp beim Reamping auch ähnlich reagiert wie auf die Pickups einer direkt angeschlossenen Gitarre.
Der Warm Audio Reamper und seine Konnektivität
Auf der Frontseite finden sich 6,3-mm-Klinkenbuchsen (TS) für Instrument In, Instrument Out und Thru. Die Rückseite bietet mit Line-In (Klinke & XLR), Line-Out (Klinke & XLR), Amp-In (vom Amp-Speaker-Out – Klinke) und Thru (zur Lautsprecherbox – Klinke) Anschlüsse für Amp und Audio-Interface.
Was sind die typischen Eigenschaften des Warm Audio Reamper?
Dazu zählen auf jeden Fall die verschiedenen Regelmöglichkeiten und Schaltoptionen, mit denen man das Signal noch besser anpassen kann. Für Preamp-Out und Reamp-Out stehen jeweils große Regler zur Verfügung, dazu das bereits erwähnte Impedanz-Poti.
Der Eingang lässt sich wahlweise auf Instrument oder Amp umschalten. Dazu kommen ein Schalter für den Preamp (JFET/OPAMP) und einer für die Phasenumkehr des Instrumenteneingangs. Letzterer steht separat auch für den Line-In bereit. Die Sektion Instrument-Out wird von einem Inst-In/Line-In- und einem Groundlift-Schalter flankiert.
Insgesamt zeigt sich die gesamte Ausstattung des Warm Audio Reampers inklusive Metallgehäuse hochwertig und robust. Ein Rackeinbau ist nicht vorgesehen, aber mit seinen vier rutschfesten Gummifüßen findet er auch Platz auf jeder stabilen Rackschublade.
Entspricht das Angebot dem Preis?
Der Reamper ist mit einem Verkaufspreis von rund 500 Euro kein Schnäppchen und nichts, was man mal eben so einkauft. Außerdem steht das Gerät auch für einen recht speziellen Anwenderkreis. Aber die Qualität des Gehäuses und der Bauteile spricht für sich. Dazu kommen die diversen Funktionen, die ihn recht vielseitig machen und den Preis insgesamt doch rechtfertigen.


