Das Thomann Digital Backpack XL ist ein Equipment-Rucksack zum Transport von DJ-Equipment und Studio-Gear. Es ist in den Farben Schwarz (BK) und Grau (GR) erhältlich und bietet allerlei Stauraum für eure Hardware, Kabel und Goodies, Instrumente, Grooveboxen und Controller beim Transport zur Live-Performance, zum Gig oder DJ-Set oder für mobile Content-Creation-Einsätze. Wir haben es bepackt, getragen, geschultert und berichten euch von unseren Eindrücken.

- zahlreiche Staumöglichkeiten und praktikable Aufteilung
- gutes Fassungsvermögen
- ordentliche Verarbeitung
- solide Polsterungen und abschließbares Hauptfach
- integrierte Kabellaschen und Klettbänder
- Innenfach verstellbar/herausnehmbar
- guter Sitz trotz Größe
- zusätzlicher Tragegurt
- gesundes Preis-Leistungs-Verhältnis
- weder Flaschenhalter noch Kabelloch zur Durchführung von Smartphone-Ladekabeln, Kopfhörerkabeln etc.
- Rückenfach nicht verschließbar (Klett etc.)
Mobile DJs und Live-Performer kennen die Frage: Wie soll das wertvolle Equipment am besten verstaut werden, wenn man damit zum Gig unterwegs ist? Klar. Tour-Cases. Aber Stapelkisten mit Kugelecken taugen sicher nicht in U- und S-Bahn oder werden auch nicht auf die Schnelle mal eben in den Kleinwagen geworfen, wenn man eine Handvoll Gear oder mehr mitnehmen möchte. Also greift man zu passenden Softcases in Begleitung von Rücksäcken oder sonstigen Taschen.
Oder man besorgt sich ein passendes DJ/Producer-Backpack, das einem genug Stauraum, Fächer und Polster bietet, um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Klar geht das nur bis zu einer gewissen Größe. Wie reiht sich das Thomann Digital Backpack XL in die Welt der Transporttaschen für euer Gear ein?
Erstkontakt mit dem Thomann Digital Backpack XL
Das Thomann Digital Backpack XL misst 55 x 49 x 30 cm und legt ein Gewicht von 3,56 kg an den Tag. Es ist in zwei Farben erhältlich, einmal Schwarz und einmal Grau, wobei das Haupt- und Kopffach bei beiden Modellen einen türkisfarbenen Nylonbezug aufweist.
Das wasserabweisende Codura-Außenmaterial, die Kunststoff-Trenner, die ordentlich vernähten Übergänge und Ösenschlaufen und die verstärkten Reißverschlüsse, die sich prima öffnen und schließen lassen, dürften für eine gewisse Langlebigkeit bürgen. Unten drunter entdecke ich außerdem Bodenschoner aus abriebfestem Kunststoff, die ebenfalls ihren Teil dazu beitragen.








Haupt- und Kopffach des Thomann Digital Backpack XL
Das Hauptfach hat Innenmaße von 365 x 200 x 450 mm und bietet mit seiner Schaumstoff-Polsterung, die beidseitig auf einer Kunststoffplatte aufliegt, hohen Schutzkomfort für euren DJ-Controller, ein kleines (Master-) Keyboard, eine Drummaschine etc. Es ist zudem durch einen dreistelligen Zahlencode verschließbar, was ich sehr nützlich finde. Außerdem wird für den Innenraum des Hauptfachs eine herausnehmbare Trennwand mitgeliefert, sodass hier gleich mehrere Geräte geschützt transportiert werden können.



Auch der Boden bietet eine ordentliche Polsterung, und nach oben hin schützt eine bewegliche Auflage zum ebenfalls gefütterten Kopffach, welches innen zwei Netzfächer (35 x 9 cm sowie 35 x 11 cm) mit Reißverschluss bietet. Außerdem hat der Deckel noch einen größeren, türkisfarbenen Stauraum von etwa 34 x 20 x 6 cm anzubieten, der von hinten verschlossen wird.
Hier könnte ein iPad seinen Platz finden oder ein Audio-Interface oder ein paar Wertsachen verstaut werden, zumal sich durch die allgegenwärtigen Zipper-Ösen auch ein kleines Schloss hängen lässt, das vor unbefugtem Zugriff schützt.



Seitentaschen und Fronttaschen des Thomann Digital Backpack XL
Die beiden Seitentaschen mit jeweils 35 x 20 x 10 cm maximaler Größe sind mit integriertem Netzfach und Klettverschlüssen ausgestattet. Sie sind nach vorn gegen Stöße ein wenig gefüttert, nicht jedoch an den Seiten, wo die Reißverschlüsse entlanglaufen. Die Seitentaschen bieten sich für Kabel, Mikrofon, kleinere Controller, Tools, Bodentreter und Co an.

Auf Reisen finde ich es auch vorteilhaft, wenn man in der Seitentasche eine Powerbank platzieren kann und obendrein für das Ladekabel eine Öffnung nach draußen vorgesehen ist. Das spart Gefummel, wenn der Handy-Akku leer ist. Hier hätte für meinen Geschmack am seitlichen Branding durchaus einen Kreuzschnitt vornehmen können. Auch finde ich, ein Flaschenhalter hätte dem Backpack gutgetan. Hier noch ein paar Eindrücke, wie viel Platz euch diese Seitentaschen bieten.


Klasse auch, dass der Rucksack zwei separate Fronttaschen offeriert. Besonders hervor sticht hier die untere Tasche mit Stifthaltern und Polsterfach.


Die Rückseite des Thomann Digital Backpack XL
An der Rückseite des Digipacks ist ein weiteres Abteil auszumachen, das mit Maßen von 36 x 50 x 41 cm wie geschaffen zum Verstauen eines Laptops scheint. Hier findet mein Macbook Air problemlos Platz und gleitet sanft aus und ein, ist dabei quasi „in Watte gehüllt“ und drückt beim Tragen dank zusätzlicher Futter am Rücken auch nicht unangenehm gegen eben diesen. Dieses Fach ist von Haus aus jedoch nicht verschließbar. Okay, ein Reißverschluss könnte vielleicht etwas am Rücken drücken, aber Klettbänder wären mitunter eine Option gewesen.




Beförderung und Tragekomfort des Thomann Digital Backpack XL GR
Zunächst gilt es festzuhalten, dass der Thomann-Rucksack trotz der beachtlichen Größe und fast 4 kg Eigengewicht gut zu schultern, zu befördern und an den wichtigen Stellen ausreichend gepolstert ist. Ein paar Kilo Gear machen sich beim Tragen nicht negativ bemerkbar.




Dazu kommt: Gerade steht auch wieder der Sommer vor der Tür, und wer schon einmal in dieser Jahreszeit mit einem Rucksack auf Tour war, kennt Feuchtigkeitsentwicklung am Rücken.
Beim Thomann Digital Backpack XL sind die Kontaktflächen zum Rücken und die Schultergurte nicht nur gepolstert, sondern auch mit einem Maschennetz überzogen. Das dürfte der Feuchtigkeitsentwicklung an heißen Sommertagen ein wenig entgegenwirken. Doch man muss es nicht beschönigen. Wenn ihr den Rucksack bis zum Anschlag mit Hardware vollpackt, kann dabei schon einiges an Gesamtgewicht zusammenkommen und das macht sich nun mal bemerkbar.
Vollgepackt
Ich habe das Backpack XL mit diversem Equipment auf fast 20 kg Gesamtgewicht gebracht. Und dennoch sitzt der Rucksack in der Summe noch immer ziemlich gut und bietet aufgrund der Polsterungen einen durchaus respektablen Tragekomfort. Allerdings wären für mich persönlich noch ein paar Zentimeter mehr möglicher Gurtspannung optimal gewesen, wobei ich bei der Gewichtsverteilung mit dem Löwenanteil im Hauptfach und den erweiterten Möglichkeiten seitlich und vorn auf ein ausgeglichenes Verhältnis gesetzt habe. In meinen Augen hätte man sich aber eventuell noch zu einem zusätzlichen Brustgurt durchringen können.

Den mitgelieferten Zusatzgurt nehme ich gern mit. Zum Anheben und verstauen lässt er sich gut verwenden. Mitunter auch für kurze Transportwege. Aber das hängt wiederum auch vom Gesamtgewicht des Setups ab. Hier ist natürlich auch der Tragegriff sehr zweckdienlich.
Das Gigbag XL passt in gängige Kleinwagen-Kofferräume – sogar im Doppelpack – und auch für Zug und S-Bahn sehe ich kein Problem. Für die Flugzeugkabine hingegen ist die XL-Version des Thomann Digital Backpack zu groß.


Einmal vollpacken bitte – das passte im Test rein
Das passte als DJ-Equipment-Setup in den Koffer: Native Instruments Traktor Z2 DVS DJ-Mixer, MacBook, Alter Audio Timetosser Effektgerät, diverse Kabel und Ladegerät, Ultrasone Kopfhörer, Sonnenbrille, 2 x Ortofon VNL TRX Tonabnehmersysteme, Powerbank, Zoom Recorder, iPad, Mikrofon, Smartphone, NI Komplete 6 Audio-Interface, Klettbänder und Stifte, Traktor X1 MK3-Controller, DVS Control Vinyl etc.

Wir haben den Rucksack bei einem Kollegen im Studio dazu noch mit diverser Live-Performance/Studio-Hardware und Gadgets beladen. Das folgende Setup konnten wir unterbringen:
Studio/Live-Performance-Gear: Maschine plus, Maschine Jam, ASM Hydrasynth, Twisted Electrons Acid 8, Mikrofon, IK iRig Stream Pro, USB-C-Dock, MP3-Player, JBL Flip4 Box, Harley Benton Effektgerät, Otamatone, Kopfhörer, Sonnenbrille, Kabel und diverse Gear-Ständer – das iPad passt natürlich auch noch sowie diverse Stifte etc.
























