Nach dem Mini- wird nun auch der Memorymoog immer öfter emuliert. Arturia und Cherry Audio liefern zwei herausragende Exemplare. Cherry Audio bietet den Memorymode nun zusätzlich als Major Update. Cherry Audio Memorymode und Memorymode 2 sind unsere Budget-Tipps für Fans von Moog polyfonem Vintage-Flaggschiff.

- Gelungene Emulation eines Moog-Klassikers
- Überzeugender Klang
- Sehr günstiger Preis
- Großes Benutzer-Interface
- 16-fache Polyfonie
- Interne Effekte
- MPE-Support
- kein Contra
Der letzte polyfone Synthesizer von Moog Music aus den 80ern lieferte kraftstrotzenden Sound und verkörpert zudem das Statussymbol schlechthin. Er wurde zwischen 1982 und 1985 produziert und erhielt erst in der Plusversion (Memorymoog+) serienmäßig ein MIDI-Interface. Die gelungenste Ausgabe stellt allerdings der „Lintronics Advanced Memory Moog“ (LAMM) dar – sie wurde von Rudi Linhard ab den frühen 90er Jahren angeboten. Beim aktuellen Upgrade wurden 1.700 Teile des originalen Memorymoog ersetzt.
Cherry Audio hat uns in den letzten drei Jahren so einige starke Vintage-Instrumente als kostengünstige Emulation beschert. Nach Oberheim Eight-Voice, ARP 2600, Korg MS-20, Roland Juno-106 und Moog Polymoog erscheint nun der nächste Moog-Synthesizer: der Memorymoog. Der Cherry Audio Memorymode und der Memorymode 2 hält sich ziemlich genau ans Original der frühen 80er Jahre. Schauen wir uns das Produkt einmal an.
Details
Memorymode: drei Oszillatoren und Modulationen plus Effekte
Wie der Mini- verfügt auch der Memorymoog (ein „sechsfacher Minimoog mit speicherbaren Klängen“) über drei VCOs. Die Oszillatorsektion des polyfonen Moog-Synthesizer ist dank PWM und Oszillator-Sync aber noch vielseitiger. Auch in puncto Modulation übertrifft er den Minimoog: Die „LFO Modulation“ funktioniert mit einer Auswahl an verschiedenen Wellenformen und sieht verschiedene Ziele (OSC, PW, Filter, VCA) vor, die sich gleichzeitig aktivieren lassen. Selbstverständlich kann der LFO temposynchron laufen. Hinzu kommt die „Voice Modulation“, die ähnlich der Polymode-Sektion des SCI Prophet-5 subtile bis heftige Filter-/Oszillatormodulationen erlaubt. Hier kann man sich immer wieder klanglich überraschen lassen.

Die bis zu 16 Stimmen des Memorymode sind per Keyboardmode verschieden (mono/poly/unisono) schaltbar. Der Arpeggiator beherrscht die klassischen Spielarten, während beliebige Akkorde sich auf der Tastatur anspielen und ihre Struktur sich per Chord-Mode einfrieren lässt. Das Tiefpassfilter kann wahlweise mit 12 oder 24 dB Flankensteilheit eingreifen. Für Filter und Lautstärke gibt es jeweils eine separate ADSR-Hüllkurve mit den Optionen „Return to Zero“, „Unconditional Contour“ und „Keyboard Follow“.

Am Output lässt sich das Signal noch etwas druckvoller und transparenter schalten (Limit, Modern). Für den analogen Touch sorgt der Drift-Regler. Ein wesentlicher Unterschied zum Vintage-Synthesizer ergibt sich durch die interne Effektsektion. Der Memorymode verfügt über Phaser, Ensemble, Echo und Reverb, die alle gleichzeitig aktiv sein können und so manchem Sound eine räumliche Tiefe geben.

























Bert Friedrich sagt:
#1 - 21.07.2021 um 12:50 Uhr
Wow, I love your homemade presets! Would you mind sharing them ?
Felix Klostermann sagt:
#1.1 - 22.08.2021 um 22:04 Uhr
Hey Bert, we just updated the review with a downloadlink of our "Homemade Presets" U can also download them here: https://www.bonedo.de/filea...
Antwort auf #1 von Bert Friedrich
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenBert Friedrich sagt:
#1.1.1 - 23.08.2021 um 15:41 Uhr
Very cool, thanks !!
Antwort auf #1.1 von Felix Klostermann
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenFelix Klostermann sagt:
#1.1.1.1 - 24.08.2021 um 15:45 Uhr
You are welcome :-)
Antwort auf #1.1.1 von Bert Friedrich
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenKlausNomiSingtWieSeineOmi sagt:
#1.1.2 - 31.08.2026 um 12:46 Uhr
Wo genau soll sich dieser ominöse Link genau befinden bitte? Der URL in deiner Nachricht wurde leider kastriert., und einen Downloadlink im Bericht kann ich leider nicht entdecken,... vielleicht ist er in der Mobile-Ansicht nicht sichtbar?
Antwort auf #1.1 von Felix Klostermann
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenDr.Ballhorn sagt:
#2 - 31.08.2026 um 12:38 Uhr
Obwohl beide Versionen durch die teils verunglückte neue deutsche Rechtschreibung korrekt sind, ist im Fachjargon definitiv "polyphon" gebräuchlicher als "polyfon", gerade auch durch den Kontrast zu "monophon" wo es eben kein "monofon" als Alternative gibt... Das ist echt peinlich, und sollte in einem Fachbericht nichts zu suchen haben. Aber dann.....thomann....'nuff said.
KlausNomiSingtWieSeineOmi sagt:
#2.1 - 31.08.2026 um 12:43 Uhr
Wo genau soll sich dieser ominöse Link genau befinden bitte? Der URL in deiner Nachricht wurde leider kastriert., und einen Downloadlink im Bericht kann ich leider nicht entdecken,... vielleicht ist er in der Mobile-Ansicht nicht sichtbar?
Antwort auf #2 von Dr.Ballhorn
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenMatthias Sauer sagt:
#2.1.1 - 03.09.2026 um 13:37 Uhr
Lieber Klaus, das ist eine gute Frage ... wir werden baldmöglichst wieder einige Custom Presets für den Memorymode 1/2 zum Download anbieten. Ich freue mich übers Interesse. Vielen Dank! Matthias
Antwort auf #2.1 von KlausNomiSingtWieSeineOmi
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenMatthias Sauer sagt:
#2.2 - 03.09.2026 um 13:33 Uhr
Hallo Herr Dr. Ballhorn, monofon und polyfon - beides ist laut Duden korrekt. Ich habe mich konsequent an diese neuere Schreibweise gehalten - wo liegt das Problem? Beim Test des originalen Memorymoog hätte ich wahrscheinlich "polyphon" gewählt :) Wie auch immer, vielen Dank für Feedback. Alles Beste! Matthias
Antwort auf #2 von Dr.Ballhorn
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenBurmua sagt:
#3 - 02.09.2026 um 06:24 Uhr
Ich suche auch den Link zu den Homemade Presets..Würde mich sehr darüber freuen !