Test: Fractal Audio AM4 – Axe-Fx-Sounds im kompakten Pedalformat?

Mit dem Fractal Audio AM4 legt der US-amerikanische Effektspezialist seinen bislang kompaktesten Amp-Modeler aufs Parkett. Die Floorboard-Einheit bietet die Amp-Modeling-Technologie des Axe-Fx III und kombiniert sie mit DynaCab-Speakersimulationen, IR-Slots und einer gigantischen Auswahl hochwertiger Effekte. Im Gegensatz zu FM3, FM9 oder Axe-Fx III setzt Fractal Audio jedoch auf eine bewusst vereinfachte Architektur mit vier Effektblöcken. Damit richtet sich das AM4 an Gitarristen, die den charakteristischen Fractal-Sound suchen, aber auf ein handliches Format und geradlinige Bedienung setzen.

Fractal Audio AM4 bonedo Test
Unser Fazit:
5 / 5
Pro
  • erstklassige Amp-, Cab- und Effekt-Sounds
  • ausgezeichnetes Spielgefühl
  • kompakte und robuste Bauweise
  • umfangreiche Anschlussmöglichkeiten
  • vier Scenes pro Preset und vier Channels pro Block
Contra
  • (keins)

Fractal Audio AM4 – Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist das Fractal Audio AM4? Das Fractal Audio AM4 ist ein kompakter Amp-Modeler und Multieffektprozessor im Floorboard-Format. Er kombiniert rund 250 Amp-Modelle mit der DynaCab-Speakersimulation, User-IR-Slots und ausgewählten Effekten aus dem Axe-Fx III.
  • Wie viele Effekte lassen sich gleichzeitig verwenden? Jedes Preset bietet vier frei belegbare Blöcke. Wird einer davon als Amp-Block genutzt, enthält dieser bereits die Cab-Simulation, sodass noch drei Slots für weitere Effekte verbleiben.
  • Wie viele Presets bietet das AM4? Das AM4 besitzt 104 überschreibbare Preset-Speicherplätze mit jeweils vier Scenes, während jeder Block zusätzlich vier separate Channels bereitstellt. 
  • Gibt es klangliche Unterschiede zum Flaggschiff Axe-Fx III? Die Amp- und Cab-Simulationen basieren auf derselben Modeling-Technologie und bewegen sich klanglich auf Axe-Fx-Niveau. Unterschiede bestehen vor allem bei Rechenleistung, Routing, Blockanzahl, Modellauswahl und Ausstattung.
  • Eignet sich das AM4 als Audio-Interface? Das AM4 kann als 4-In/4-Out-Audio-Interface mit 24 Bit und 48 kHz genutzt werden. 
  • Was sagt der Test? Das Fractal Audio AM4 überzeugt mit erstklassigen Amp- und Cab-Sounds, extrem hochwertigen Effekten und einer sinnvollen Balance aus einfacher Bedienung und großer Editiertiefe. Die Vier-Block-Struktur erweist sich dank zahlreicher integrierter und globaler Funktionen in der Praxis als weniger einschränkend als zunächst vermutet, und auch der fehlende XLR-Ausgang trübt den durchweg überzeugenden Eindruck kaum. Klare Kaufempfehlung!

Fractal Audio AM4: kompakter Amp-Modeler mit übersichtlicher Bedienung

Das AM4 steckt in einem pulverbeschichteten Metallgehäuse mit den Maßen 254 × 160 × 75 mm. Damit beansprucht das Pedal deutlich weniger Platz als die größeren Brüder FM3 oder FM9 und eignet sich sowohl als eigenständige Bodenlösung als auch zur Integration auf einem Pedalboard. Die Bedienoberfläche wirkt übersichtlich: Links sitzt ein großer Level-Regler für die Haupt- und Kopfhörerausgänge, während in der Mitte ein hochauflösendes Farbdisplay thront. Darunter befinden sich vier Endlosregler sowie ein Select-Encoder zur Navigation durch Menüs und Parameter. Sechs Taster übernehmen Funktionen wie Home, Save, Page, Enter und Exit. In der hinteren Reihe finden sich vier konfigurierbare Fußschalter mit farbigen LED-Balken.

Umfangreiche Anschlüsse für Bühne, Studio und Pedalboard

Die Rückseite ist trotz der kompakten Abmessungen ziemlich üppig bestückt. Neben dem Instrumenteneingang stehen zwei symmetrische TRS-Ausgänge bereit, über die sich das AM4 mit passenden TRS-Kabeln ohne zusätzliche DI-Box direkt an ein Mischpult oder Audio-Interface anschließen lässt. Ein XLR-Ausgang wäre aus meiner Sicht dennoch komfortabler gewesen – nicht aus klanglichen Gründen, sondern weil Tontechniker in Live-Situationen meist ausreichend XLR-Kabel zur Hand haben. Passende TRS-auf-XLR-Kabel sind dagegen nicht immer verfügbar, sodass unter Umständen doch eine DI-Box benötigt wird. Das ist allerdings Kritik auf sehr hohem Niveau.

Ein Stereo-FX-Loop ermöglicht zudem das Einschleifen externer Effektgeräte. Der Einschleifweg sitzt unmittelbar vor den Hauptausgängen und lässt sich weder verschieben noch separat aktivieren. Diese feste Positionierung erscheint jedoch durchaus sinnvoll, da so kein zusätzlicher Effektblock für einen flexibel platzierbaren Einschleifweg „verbraucht“ wird. Hinzu kommen ein 3,5-mm-Kopfhörerausgang, zwei Anschlüsse für Expression-Pedale oder externe Taster, SPDIF-In und -Out sowie MIDI-In und -Out im 3,5-mm-TRS-Format. Die Stromversorgung übernimmt das mitgelieferte 9-Volt-Netzteil mit 1,5 A. Besonders clever ist die Auto-Z-Funktion des Instrumenteneingangs, die die Eingangsimpedanz automatisch anpasst.

Was steckt im kompakten Vier-Block-System des Fractal Audio AM4?

Die Architektur des AM4 zeigt sich gegenüber den frei konfigurierbaren Grids der größeren Fractal-Systeme reduzierter, dadurch aber auch deutlich geradliniger. Ein Preset setzt sich aus vier seriell angeordneten Blocks zusammen. Zur Auswahl stehen Amp, Chorus, Compressor, Drive, Delay, Enhancer, Filter, Flanger, Gate, grafischer und parametrischer EQ, Phaser, Reverb, Rotary, Tremolo, Volume und Wah. Im Amp-Block ist die Cab-Simulation bereits integriert, die sowohl Impulsantworten unterstützt als auch die flexiblen DynaCabs anbietet.

Vier Channels, vier Scenes – maximale Flexibilität trotz Limit?

Jeder Block verfügt über vier Channels. Ein Amp-Block kann somit vier unterschiedliche Verstärker- und Boxenkombinationen bereitstellen. Über die vier Scenes lässt sich anschließend festlegen, welcher Channel pro Block aktiv ist und welche Effekte ein- oder ausgeschaltet werden. Trotz der begrenzten Blockzahl bietet dieses Konzept eine erstaunlich hohe Flexibilität. So kann ein einziges Preset beispielsweise einen Clean-Amp, einen britischen Crunch-Sound, einen Plexi und einen High-Gain-Verstärker enthalten. Auch innerhalb einzelner Module finden sich einige „versteckte“ Zusatzfunktionen: der Amp-Block bietet unter anderem wählbare Boosts und einen EQ, während die Cab-Sektion einen regelbaren Raumhall bereithält.

Die Delay-Modelle verfügen zudem über Modulationsparameter, während einige Reverb-Typen weit über klassische Hallanwendungen hinausgehen. Zusätzlich zu den vier Blocks besitzt jedes Preset ein eigenes Input Gate, einen Master-EQ und separate Volume-Optionen. Die Gesamtlautstärke hinter dem Amp-Block lässt sich darüber hinaus global per Expression-Pedal steuern, ohne dafür weitere Blocks zu belegen. Klar: Wer mehrere Modulations- und Delay-Blöcke, komplexe Parallelroutings oder einen Looper benötigt, ist mit dem FM3, FM9 oder Axe-Fx III besser bedient. Für ein klassisches Gig-Rig sind die Möglichkeiten aus meiner Sicht jedoch mehr als ausreichend.

Fotostrecke: 5 Bilder Das Fractal Audio AM4 präsentiert sich als kompakter Amp-Modeler und Multieffektprozessor im Floorboard-Format.

Wie steuert man Presets, Scenes und Effekte?

Fractal Audio stellt fünf Fußschaltermodi bereit: Presets, Scenes, Effects, Tuner/Tempo und Amp Mode. Über Kombinationen aus jeweils zwei Fußschaltern lassen sich wichtige Bereiche direkt aufrufen. Im Preset-Modus wählen die vier Schalter die Speicherplätze einer Bank an, während längeres Drücken des ersten oder vierten Tasters die Bänke wechselt. Im Scene-Modus ruft jeder Schalter eine der vier Scenes auf. Der Effects-Modus schaltet analog zu einem Pedalboard die vier Blocks ein und aus. Hält man einen Fußschalter gedrückt, lassen sich zusätzlich die vier Channels des jeweiligen Blocks auswählen. Im Amp-Mode übernehmen die vier Fußschalter direkt die Auswahl der vier Amp-Channels. Ein weiterer Tritt auf den bereits aktiven Kanal schaltet den integrierten Ausgangs-Boost ein. Die Mehrfachbelegung der vier Fußschalter erfordert anfangs etwas Eingewöhnung, bietet danach jedoch einen sehr flexiblen Zugriff auf die wichtigsten Funktionen.

Wie intuitiv lassen sich Amps, DynaCabs und Effekte editieren?

Die Bedienung des AM4 gestaltet sich ziemlich intuitiv und stellt gegenüber den Fractal-Geräten der ersten beiden Generationen ein deutliches Upgrade dar. Insgesamt muss man jedoch klar festhalten, dass das Sound-Tweaking direkt am Gerät immer noch komplex werden kann, möchte man die volle Tiefe der Möglichkeiten ausschöpfen. Dafür ist eine gewisse Einarbeitungszeit nötig, zumal sich der Workflow von vielen Modelern spürbar unterscheidet. 

Die Amp-Auswahl umfasst 250 Modelle und deckt amerikanische Blackface- und Tweed-Amps ebenso ab wie britische Class-A-Schaltungen, Plexis, Boutique-Verstärker und moderne High-Gain-Varianten. Zu den Modellen gesellen sich auch Bass-Amps und ein neutraler Tube-Preamp, beispielsweise für die Verwendung mit akustischen Instrumenten. Besonders anwenderfreundlich ist die Editierstruktur: Wer nicht tief ins Tweaking einsteigen möchte, stellt den Grundsound über klassische Amp-Regler ein – ganz so, wie man es von einem echten Verstärker kennt. Für detailliertere Eingriffe stehen ein integrierter grafischer Equalizer sowie der Expert-Edit-Modus mit unzähligen Parametern wie Sag, Variac oder Preamp-Boost bereit. 

Die Cab-Sektion bietet mehr als 45 DynaCab-Modelle. Dabei lassen sich zwei virtuelle Boxen beziehungsweise Mikrofone parallel nutzen, pannen oder miteinander mischen. Mikrofontyp, Position und Abstand können dabei grafisch angepasst werden. Zusätzlich stehen 256 Speicherplätze für eigene Impulsantworten im Standard- oder UltraRes-Format zur Verfügung. Auch die Effektsektion ist umfangreich ausgestattet und bietet die klassischen Kategorien in zahlreichen Varianten, darunter z. B. 78 Drive-Modelle und 79 Reverb-Typen. Die Editiertiefe fällt auch hier enorm aus, bleibt aber optional: Wer schnell zum Ziel kommen möchte, kommt mit den Basisparametern aus, während erfahrene Nutzer immense Möglichkeiten zur Klangformung erhalten.

Was bieten AM4-Edit, Block Library und USB-Audio-Interface?

Noch komfortabler gestaltet sich die Bearbeitung mit der kostenlosen Software AM4-Edit, die aus meiner Sicht zu den besten Editoren auf dem Multieffektmarkt zählt. Presets und Scenes lassen sich übersichtlich editieren, Blocks per Drag-and-drop anordnen und User Cabs verwalten. Darüber hinaus bietet der Editor Funktionen wie das Kopieren einzelner Blocks und Channels sowie das Austauschen von Scenes. Besonders praktisch ist die Block-Library, mit der sich bereits konfigurierte Amp- und Effektblöcke als Templates speichern und in anderen Presets wiederverwenden lassen. Über USB-C übernimmt das AM4 zudem die Rolle eines 24-Bit/48-kHz-Audio-Interfaces mit jeweils vier Ein- und Ausgängen. Das bearbeitete Signal und eine trockene DI-Spur lassen sich parallel aufnehmen, sodass Reamping direkt aus der DAW zurück in den AM4 möglich ist.


So wird das Fractal Audio AM4 in der Praxis getestet

Für die Audiofiles spiele ich das AM4 direkt in mein Audio-Interface, ein RME Fireface UFX. Um den Sound über einen echten Gitarrenamp zu überprüfen, verbinde ich das Gerät mit der Endstufe eines Peavey 5150. Die jeweils verwendeten Gitarren werden angegeben.

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Mehr Informationen

Fractal Audio AM4 im Soundcheck: Wie überzeugend klingen die Werkspresets?

Zunächst höre ich mir die Werkspresets an, um einen grundlegenden Eindruck vom Klangpotenzial des AM4 zu gewinnen. Bereits beim ersten Anspielen wird deutlich, dass das AM4 zu Recht zu den Benchmark-Modelern am Markt zählt: Die Ansprache ist ausgesprochen direkt, der Sound wirkt lebendig und reagiert äußerst sensibel auf die Spielweise. Besonders bei Low- bis Mid-Gain-Sounds ist die Dynamik stark ausgeprägt, sodass sich das Spielgefühl tatsächlich wie bei einem echten Röhrenamp anfühlt. Die Werkssounds gliedern sich zum einen in praxisnahe Presets, die den Charakter der jeweiligen Amp-Vorlage mitsamt typischer Speaker-Kombination sehr realistisch abbilden und weitgehend ohne übermäßige Effekte auskommen. Andere Presets dienen dazu, die enormen klanglichen Möglichkeiten des AM4 zu demonstrieren, bleiben dabei aber stets musikalisch und sinnvoll einsetzbar.

Audio Samples
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AM4 Rig – Stratocaster AC20 – Stratocaster RockM@ Clean – Les Paul Tape Loops LT – Les Paul

Was bieten die Ampsounds des Fractal Audio AM4?

Nun geht es an eigene Kreationen, wobei ich mich zunächst auf die Ampsounds konzentriere und lediglich etwas Reverb beimenge. Die Vorlagen sind hervorragend getroffen, und selbst die Regler verhalten sich so, wie man es von den Originalverstärkern erwarten würde. Das bedeutet allerdings auch, dass man etwa bei manchen Fender-Modellen oder dem Marshall JTM45 den Bass deutlich zurücknehmen muss, um die bekannten Sounds zu erzielen. Die Fender-artigen Modelle liefern offene, klare Höhen, ein straffes Fundament und die typischen amerikanischen Mitten. Bei den britischen Crunch-Sounds entsteht durch die enorme Direktheit beinahe der Eindruck, der Amp springe einem regelrecht ins Gesicht. Dynamische Spielweisen werden unmittelbar umgesetzt, und die Reaktion auf Anschlag sowie das Volume-Poti der Gitarre ist vorbildlich. Hinzu kommen die charakteristische mittige Präsenz und eine organisch wirkende Kompression der simulierten Endstufe. Der Höhenbereich ist beim Fractal-Sound durchaus stark ausgeprägt, weshalb es Sinn machen kann, bei manchen Amp-Modellen einen High-Cut zu platzieren. 

Auch im High-Gain-Bereich zeigt sich das AM4 ausgesprochen authentisch und trifft etwa den Peavey 5150 Block Letter mit beeindruckender Genauigkeit. Einen wesentlichen Anteil am Gesamtergebnis haben natürlich die gewählten Speaker. Ob man nun DynaCabs oder vertraute IRs bevorzugt, ist letztlich eine Frage des Workflows, denn mit beiden Varianten lassen sich sehr gute Ergebnisse erzielen. Bei den DynaCabs sorgen bereits kleine Veränderungen der Mikrofonposition für deutlich unterschiedliche Sounds, wodurch man oft schneller ans Ziel kommt als beim Durchsuchen großer IR-Bibliotheken. Auch als Pedalboard-Amp überzeugt das AM4 und harmoniert hervorragend mit vorgeschalteten Zerrpedalen.

Audio Samples
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Deluxe Reverb – Stratocaster AC30 – Stratocaster Plexi – Stratocaster JCM800 – Les Paul 5150 – Les Paul Pedal Check – Les Paul

Fractal Audio AM4 im Effekt-Check: Qualität, Auswahl und Vier-Block-Konzept

Auch die Effekte bewegen sich durchweg auf sehr hohem Niveau und gehören sicherlich zum Besten, was der Equipment-Markt derzeit zu bieten hat. Das AM4 stellt eine enorme Auswahl an Effektmodellen bereit, die sich teils an berühmten Vorbildern orientieren, teils aber auch eigenständige Interpretationen liefern. Die Modulationssektion deckt unter anderem klassische Boss- und Roland-Chorusse, Tri-Chorus, Rotary, Ringmodulator und Uni-Vibe ab. Die Delays klingen aufgeräumt und dreidimensional, während die Hall-Algorithmen von natürlichen Räumen über authentische „drippy“ Federhalls bis hin zu weitläufigen Ambient-Flächen ein breites Spektrum abdecken. Auch der Compressor-Block überzeugt mit musikalisch arbeitenden Modellen, die von Pedal- bis hin zu Studiokompressoren reichen. 

Der Drive-Block bietet satte 78 Modelle, darunter sogar Bass-DI-Varianten. Die Originalpedale wurden dabei mit hoher Genauigkeit nachgebildet, wie der Vergleich mit meinem Maxon OD808 zeigt. Berücksichtigt man die üblichen Bauteil- und Poti-Toleranzen analoger Geräte, ist die Vorlage erstaunlich präzise getroffen. 

Die Beschränkung auf vier Blocks ist dabei zugleich Stärke und Schwäche. Einerseits bleibt die Bedienung übersichtlich und führt schnell zu praxisnahen Sounds, andererseits kann ein aufwendiger Ambient-Sound die verfügbaren Slots rasch ausschöpfen. Für die meisten gängigen Anwendungen dürften vier Blocks jedoch problemlos ausreichen. Da auch deaktivierte Blöcke Rechenleistung beanspruchen, sollte man die CPU-Anzeige im Auge behalten. Fractal Audio empfiehlt, im praktischen Betrieb möglichst unter etwa 80 Prozent Auslastung zu bleiben.

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Comp/Cho/Dly – Stratocaster Fuzz/UniVibe – Stratocaster Tremolo/Spring Reverb – Stratocaster Maxon OD808 Original vs AM4 – Stratocaster

Fractal Audio AM4 mit Röhrenendstufe: So gut funktioniert der Einsatz am echten Amp

Auch in Kombination mit einem echten Verstärker, genauer gesagt mit einer Röhrenendstufe, macht das AM4 eine hervorragende Figur. Sowohl die Cab-Simulation als auch das Power-Amp-Modeling lassen sich innerhalb des Amp-Blocks oder global deaktivieren. Das Abschalten der Endstufensimulation empfinde ich als besonders praktisch, denn dadurch können die Amp-Modelle nahezu wie Preamps oder Zerrpedale genutzt werden. Je nach verwendeter Endstufe kann etwas Nacharbeit erforderlich sein, grundsätzlich lassen sich die Sounds jedoch sehr überzeugend und nahezu unverändert übertragen.

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In Endstufe – Low Gain – Stratocaster In Endstufe – Medium Gain – Les Paul

Fazit

Das Fractal Audio AM4 verdichtet die klanglichen Kernkompetenzen des Axe-Fx III auf ein kompaktes und vergleichsweise leicht zugängliches Format. Amp-Modeling und Cab-Simulation bewegen sich auf dem gewohnt hohen Fractal-Niveau. Ansprache, Dynamik und Verhalten der Modelle suchen ihresgleichen und vermitteln tatsächlich das Gefühl, einen echten Amp unter den Fingern zu haben. Auch die Effekte liegen hinsichtlich Qualität, Auswahl und Editiertiefe auf Benchmark-Niveau. Gleichzeitig sorgt die vereinfachte Vier-Block-Struktur dafür, dass sich praxistaugliche Sounds schnell erstellen lassen, während jeder Nutzer über Expert-Edit selbst entscheiden kann, wie tief er in die Optionen einsteigen möchte. Die Bedienung am Gerät und die Mehrfachbelegung der Fußschalter erfordern etwas Einarbeitung, gehen nach kurzer Zeit jedoch gut von der Hand, zumal der hervorragende Software-Editor den Workflow deutlich beschleunigt. 

Die Reduktion auf vier Blocks bringt naturgemäß Einschränkungen mit sich: Komplexe Routings, zahlreiche gleichzeitig genutzte Effekte oder ein Looper gehören nicht zum Konzept. Allerdings bieten globale und integrierte Zusatzfunktionen deutlich mehr, als die vier Blöcke zunächst vermuten lassen. 

Als kleiner Kritikpunkt verbleibt der fehlende XLR-Ausgang, denn trotz der symmetrischen TRS-Ausgänge dürfte im Livebetrieb häufig ein Adapter nötig sein. Für Gitarristen, die erstklassige Amp- und Cab-Sounds mit hochwertigen Effekten kombinieren möchten, ist das AM4 eine hervorragende Lösung. Als kompaktes Rig, im Studio, auf Reisen oder als klangliches Herzstück eines Pedalboards liefert es professionelle Ergebnisse auf kleinem Raum zu einem gemessen an der Leistung sehr fairen Preis.

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AM4 Amp Modeller
Für 899,00€ bei
  • Hersteller: Fractal Audio Systems (FAS)
  • Name: AM4
  • Typ: Amp- und Effekt-Modeler im Floorboard-Format
  • Herstellungsland: k. A.
  • Regler: Level, Select, 4 × Parameterregler A–D
  • Schalter: 4 × Fußschalter, 6 × Funktionstaster, Netzschalter
  • Anschlüsse: Instrumenteneingang, symmetrischer Stereoausgang, 2 × Pedal, Send und Return, MIDI-In und -Out, Kopfhörerausgang, SPDIF-In und -Out, USB-C, Netzteilanschluss
  • Batteriebetrieb: nein
  • Stromversorgung: 9 V DC, 1,5 A
  • Abmessungen: 254 × 160 × 75 mm (L × B × H)
  • Gewicht: 1612 g
  • Ladenpreis: 899,00 Euro (Stand: August 2026)

Herstellerseite: https://www.fractalaudio.com/

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Stephan sagt:

#1 - 04.08.2026 um 22:10 Uhr

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Top! Kannst du die Parameter der Sounds für freigeben? Das wäre Klasse!

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