Zoom LiveTrak L12next im Test: Das kompakte Pult bietet weitaus mehr als nur die Mischung von zwölf Kanälen. Es liefert weitere praktische Features. Zoom bietet mit diesem Mischpult ein komplettes Kompaktstudio an, welches im Recording- und im Live-Bereich seine Vorzüge findet. Dieser Test wird sich mit Vorzügen aus beiden Nutzungssituationen auseinandersetzen.

- digitales Mischpult mit integriertem USB-Interface
- Latenzkompensation bei Aufnahmen
- 16 integrierte Effekte
- SD-Karten-Slot für internen Speicher
- wenig Einstellmöglichkeiten bei Effekten und Kompressor
- sehr kleiner Bildschirm
Wer ist Zoom?
Den meisten wird Zoom als Hersteller von mobilen Recording-Geräten, wie z.B. dem Klassiker Zoom H4n oder dem neuen Podcast-Interface Zoom PodTrak P4next bekannt sein. Zoom wurde 1983 in Tokio gegründet. Bis heute sind handliche Audio-Rekorder der Hauptbestandteil von Zooms Verkaufsschlagern. Neben Aufnahmegeräten bietet Zoom ein breites Repertoire an Gitarren- und Basseffekten und digitalen Aufnahmegeräten, wie das Zoom LiveTrak L12next, welches in diesem Test untersucht wird.

Features des Zoom LiveTrak L12next
Beim Zoom LiveTrak L12next handelt es sich um einen vielseitig einsetzbaren Digitalmixer und USB-Audiointerface. Neben den herkömmlichen Mixing-Funktionen kann man Mehrspuraufnahmen im Stand-Alone-Betrieb ohne weitere Zusatzkomponenten (außer einer Speicherkarte) durchführen. Der Mixer verfügt über zwölf analoge Eingänge, wobei es sich um acht mono Mikrofon-/Line-Eingänge, sowie um zwei Stereo-Line-Eingänge handelt. Die ersten acht Kanäle können über eine Combo-Buchse mit einem XLR- oder einem Klinkenkabel verbunden werden. Die Phantomspeisung lässt sich für die ersten vier und die Kanäle 5 bis 8 zusammen ein- und ausschalten. Des Weiteren besitzen die ersten beiden Kanäle einen Hi-Z-Schalter und die Kanäle 3 bis 8 einen 20-dB-Pad-Schalter. Die Mikrofonvorverstärker bieten eine Verstärkung von bis zu 70 dB.
Ausgangsseitig verfügt das Zoom LiveTrak L12next über einen Stereo-Master-Out mit XLR Anschlüssen. Außerdem gibt es vier Monitorausgänge und einen Master-Kopfhöreranschluss zu denen sich per Send routen lässt.

Die Signalbearbeitung kann an jedem Kanal mit Multifunktionsreglern vorgenommen werden. Hierzu werden die gewünschten Parameter global ausgewählt und diese können dann mit den jeweils drei Potis pro Kanal angepasst werden. Die Position der Einstellung wird mit einem LED-Ring um den Encoder angezeigt. Der Nutzer kann hier direkt auf den Gain und ein Low-Cut (40 Hz bis 600 Hz) zugreifen. Außerdem gibt es einen Kompressionsregler, welcher mit festen Parametern die Intensität der Kompression einstellt. Jeder Kanal verfügt über einen EQ mit festem High-Shelf (10 kHz) und Low-Shelf (100 Hz) Bändern und einem parametrischen Mittenband, welches von 100 Hz bis 8 kHz regeln kann. Jeder Kanal besitzt außerdem jeweils eine Mute und Solo-Taste.
14 Kanäle Interface für 12-Kanal-Mischpult
Auf der Rückseite findet man einen USB-C-Anschluss. Das ist das integrierte Interface mit jeweils 14 Eingängen und vier Ausgängen. Im Test haben sich sowohl Eingangs- als auch Ausgangswandler als transparent erwiesen. Das Interface ordnet per Default die Kanäle 13 und 14 dem Master zu. Auf den Kanälen 1 – 12 liegen die Einzelkanäle. Im Playback-Modus erklingen die Kanäle 11 bis 14 vom Interface, wenn diese per Taste auf USB umgeschaltet sind. Mit dem passenden Bluetooth-Adapter Zoom BTA-1 kann das Zoom LiveTrak L12next auch per App gesteuert werden. Der Adapter ist jedoch nicht Bestandteil des Lieferumfangs und muss separat dazu gekauft werden.







